Gesamtschule Greven

Sommerlager 2016

Herzlich Willkommen!

Herzlich willkommen auf der Homepage der Gesamtschule Greven!

Hier finden Sie Informationen rund um unsere Schule

Unser Sommerlager für die Klassen 6a und 6c hat begonnen

Detaillierte Bereichte können hier nachgelesen werden:

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Junge Orchestermusiker bereiten sich am Dümmer See vor

Auf eine Orchesterfahrt an den Dümmer See begaben sich die jungen Musiker des Blasorchesters und der Bläserklasse des 6. Jahrgangs der Gesamtschule Greven. Unter der Leitung von Kristin Engelhardt und Ulrich Falk probten sie dort Stücke aus der Pop -, Film – und Jazzmusik. Die Fahrt diente u.a. der Vorbereitung auf das bevorstehende Sommerkonzert, dass kurz vor den Ferien stattfand. Auch die Bläserklasse des 5.Jahrgangs konnte dort ihr Können unter Beweis stellen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Für Snacks und Getränke sorgt der Förderverein der Schule.

Unsere Schülergenossenschaft "Auszeit" im Fernsehen

Fernsehproduzentin Antje Kley und ein Ton- und Kamerateam des WDR verbrachten einen Tag in der Schülergenossenschaft der Gesamtschule Greven, um die Arbeit der Jugendlichen dort in Ton und Bild für das lokale Abendprogramm aufzunehmen. „Ich erhielt einen Anruf von Frau Kley mit der Anfrage, ob sie eine Reportage über die ‚Auszeit‘ drehen dürfe,“ berichtete Jörg Klose, Initiator der Schülergenossenschaft.

Aufmerksam geworden auf die Schülergenossenschaft ist die Frau vom Fernsehen durch einen Zeitungsbericht.

Die Dreharbeiten begleiteten die SuS bei ihrem Einkauf in einen nahegelegenen Biomarkt, bei der Zubereitung von köstlicher Quarkspeise, bei dem Verkauf in den Pausen in der Schule und vielem mehr. Es fehlte nicht an Interviewpartnern, so u.a. mit dem Landeskoordinator der Schülergenossenschaften NRW, Volker Beckmann. Nicht zuletzt dokumentierten sie die Arbeit der Buchhaltung und hatten hierbei auch die Gelegenheit, ein Gespräch mit der Firmenkundenberaterin Veronika Wermelt von der Volksbank Greven aufzuzeichnen, die den jungen Menschen bei ihrer Arbeit behilflich ist.

Unsere Schülergenossenschaft "Auszeit" sahnt ab

‚Wow, cool‘, so mögen wohl die Schüler der ‚Auszeit‘, also der Schülergenossenschaft der Gesamtschule Greven, als auch deren Coaches gedacht haben, als sie von ihrem Preis der easyCredit hörten. Seit einigen Jahren unterstützt der Kooperationspartner der Volksbanken für Konsumentenkredite, easyCredit, mit dem Preis für finanzielle Bildung, Projekte nach dem genossenschaftlichen Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Ziel ist es, das soziale Engagement von Projekten nachhaltig zu unterstützen und zu würdigen und so die finanzielle Allgemeinbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu stärken. Für den diesjährigen Wettbewerb hatte die Volksbank die Patenschaft für die Schülergenossenschaft ‚Auszeit‘ der Gesamtschule übernommen.

Gleich 3250 Euro wurde der ‚Auszeit eSG‘ zuteil und vor so manch innerem Auge der Schüler oder aber der mitwirkenden Lehrer mögen Bilder des zukünftigen neuen Cafés an der Gesamtschule abgelaufen sein: Eine Terrasse mit Sonnenschirmen und ökologisch produziertem Holzmöbel aus nachhaltigem Anbau, eine Longe für Schüler, die sich auf eine Klausur vorbereiten oder aber der Kaffevollautomat, sicherlich auch von den Lehrern der Schule gern frequentiert.

Gewonnen haben die Schüler Lea, Louisa, Muriel, Fynn, Stine, Pia, Hale, Caroline, Steven, Lars, Jessica, Svenja, Lena, Daniela, Maren, Dunya, Steffen, Julian, Oliver, Luca, Viktoria und Robert mit den sie begleitenden Lehrern Jörg Klose und Philipp Klumpe den Preis im Zusammenhang mit einer Ausschreibung der easyCredit, bei der gesellschaftliches Engagement im Bereich Finanzen und Wirtschaft gefragt war. Das Ranking wurde vorrangig durch ein Online-Voting ermittelt.

„Unsere ‚Auszeit‘ ist durch generierte Klicks unter die Top 50 gekommen, bei 369 eingereichten Projekten aus Deutschland und Österreich“ weiß Jörg Klose zu berichten, „und nach einem Jury-Voting mit klar definierten Kriterien letztendlich sogar auf Platz 33“, konkretisiert Philipp Klumpe.

Die ‚Auszeit eSG‘ als eingetragene Schülergenossenschaft gibt es seit dem 14.3.2016 an der Gesamtschule Greven. Sie bietet den Schülerinnen und Schülern in den großen Pausen gesunde und frische Verpflegung, wie z.B. belegte Brötchen, Bio-Joghurts, Obst und Getränke zu erschwinglichen Preisen an.

Die Vorbereitungen bis zur Gründungsversammlung haben ungefähr ein Jahr in Anspruch genommen. Dabei wurde die Schülergenossenschaft durch die Volksbank Greven als Partnergenossenschaft unterstützt und sie wird auch weiterhin durch die Firmenkundenberaterin Veronika Wermelt der Volksbank Greven begleitet.

Die ‚Auszeit eSG‘ hat sich mehrere inhaltliche Ziele für ihre Arbeit gesetzt: Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung, Förderung des sozialen Miteinanders und des unternehmerischen Handelns und Denkens.

Pia aus der Buchhaltung sagt: „Wir haben uns alle sehr über den Preis gefreut. Ich denke, dass uns das Geld nicht nur bei der Einrichtung des Cafés behilflich sein wird, sondern mit Sicherheit auch zu unserem alljährlichen Weihnachtsessen beitragen wird.“

Hannah und Lara auf Platz 2 und 3 beim Bundeswettbewerb Finanzen

Zu fünft waren sie zum großen Finale nach Berlin gereist, immerhin zwei schafften einen Platz auf das Siegertreppchen: Hannah Pawlowska und Lara Steltenkamp von der Gesamtschule Greven haben beim Bundeswettbewerb Finanzen in gemischten Schülerteams die Plätze zwei und drei geholt.
Das Preisgeld war ansehnlich: 250 Euro für Hannah Pawlowska und 150 Euro für Lara Steltenkamp, wovon jeweils die Hälfte für die Klassenkasse der beiden Siebtklässlerinnen bestimmt sind.

Über 2300 Schüler hatten an der Vorrunde teilgenommen, nun waren es 50 Finalisten, die in einem zweitägigen Wirtschaftsplanspiel in Berlin den Sieger unter sich ausmachten. In kleinen gemischten Teams mit Schülern aus anderen Städten traten die Teilnehmer gegeneinander an. In die Gesamtwertung flossen die Ergebnisse des Planspiels, die Kreativität bei der Produktentwicklung als Wake- und Snowboard-Unternehmen und die Bühnenpräsentation vor der zwölfköpfigen Jury des Bundeswettbewerbs Finanzen ein.
Mindestens so wichtig wie die Platzierung: Am Ende erlebten die Schüler in Berlin, wie spannend Wirtschaft sein kann. Mit einer altersgerechten und lebensnahen Aufgabenstellung richtet sich der schulformübergreifende Wettbewerb an Schüler der Klassen 5 bis 10. Der Wettbewerb will ein Interesse an ökonomischen Zusammenhängen schaffen und steht ganz im Zeichen der Handlungsorientierung, heißt es im Programm. Der Bundeswettbewerb Finanzen ist eine Initiative der My Finance Coach Stiftung. Ziel der Stiftung ist, Kinder und Jugendliche für den verantwortungsbewussten Umgang mit Geld zu sensibilisieren.

Drei Tage in Berlin beim Bundeswettbewerb "Finanzen"

…,alles fing damit an, dass unsere Klassenlehrerin Frau Engelhardt die Klasse auf den Bundeswettbewerb Finanzen aufmerksam gemacht hat. Wir (Amira Arabi und Ina Kölker) bildeten mit drei weiteren Schülerinnen (Kristin Schulze Höping Pellengahr, Hannah Pawlowska und Lara Steltenkamp) aus unserer Klasse eine Fünfergruppe um an dem Wettbewerb teilzunehmen. Somit machten wir uns an die Arbeit, die Aufgabe der Vorrunde zu bearbeiten, die darin bestand eine Klassenfahrt unter bestimmten Kriterien zu planen.

Ende Februar schickten wir unsere Ergebnisse in Form eines Kurzvideos ein. Nach langem Warten erhielten wir die Nachricht, dass wir unter den 12 besten waren und somit tatsächlich zum Finale nach Berlin eingeladen wurden.

Als wir Donnerstag den 1. Juni in Berlin ankamen, machten wir uns auf den Weg zu unserem Hostel. Im Anschluss daran unternahmen wir eine kleine Stadtführung, bei der wir einige bekannte Sehenswürdigkeiten Berlins ansahen.

Am Abend trafen wir zum ersten Mal die anderen Teilnehmer und machten ein paar Kennlernspiele. Am nächsten Tag standen wir früh auf, um zur European School of Managemant and Technology (esmt) zu fahren, an der der Wettbewerb stattfand. Dort wurden wir in neue Gruppen eingeteilt und bekamen unsere Aufgaben.

Dieses Mal sollten wir ein virtuelles Kleinunternehmen führen, welches Snowboards und Wakeboards produziert und verkauft. Wir sollten ein neues Board designen, das eine Individualiät besitzt. Infolgedessen führten wir ein Planspiel durch, bei dem wir über vier Quartale unser Unternehmen leiten mussten. Die Gruppe, die am Ende am meisten Gewinn erzielt hatte, gewann. Gegen Abend machten wir uns auf den Weg, die Kuppel des Reichstagsgebäudes zu besichtigen.

Am Tag darauf fand die große Präsentation vor der 12-köpfigen Jury statt. Zuvor hatten wir Plakate erstellt, auf denen wir unsere Ideen zusammengefasst hatten. Diese stellten wir nun vor großem Publikum vor. Natürlich waren wir sehr aufgeregt, da wir alles mit einem Mikrofon vorstellen mussten und zudem nicht wirklich gut vorbereitet waren, da wir unter ständigem Zeitdruck arbeiten mussten. Was wir hier in drei Tagen leisteten, haben wir in der Vorrunde in drei Monaten erreicht.

Zwar ist alles gut gelaufen, dennoch waren wir froh, als wir die Präsentation hinter uns hatten. Dann folgte eine Stunde voller Erwartungen und Hoffnungen, bis die Sieger bekannt gegeben wurden. Zur Siegerehrung fanden wir uns erneut in der Präsentationshalle ein.

Letztendlich konnten Lara Steltenkamp und Hannah Pawlowska mit ihren Gruppen jeweils den 3. und 2. Platz erzielen. Somit konnten wir 200 € für die Klassenkasse sichern. Zudem hatten wir schon 200 € in der Vorrunde gewonnen.

In diesen drei Tagen haben wir eine Menge gelernt, was wir für unser weiteres Leben nutzen können.

Viel mit- und übereinander gelernt - Besuch aus Gouda

Neulich war an der Tür der Mediothek der Gesamtschule Greven zu lesen: Bitte nicht stören – Begrüßung! Und wer an dem Montagvormittag begrüßt wurde, wurde schnell klar, wenn man dem munteren Stimmengewirr lauschte – 18 Schüler und zwei Lehrer aus den Niederlanden, die von dem Schulleiter der Gesamtschule, Ingo Krimphoff, willkommen geheißen wurden. Sie waren angereist zu einem achttägigen Gegenbesuch aus Gouda, nachdem im Spätsommer vergangenen Jahres die Neuntklässler der Gesamtschule den Austausch mit der Partnerschule aufgenommen hatten. Gut vorbereitet waren sie unter anderem durch das ‚taaldorp‘ mit Studierenden der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster. „Es waren mehr niederländische Jugendliche mit nach Greven gekommen, als Jugendliche damals nach Gouda gefahren sind, so dass uns Gastfamilien fehlten. Die Grevener Eltern erwiesen sich aber als sehr hilfsbereit“, weiß Philipp Klumpe, Niederländisch-Lehrer und Initiator
des Austausches.

Und so, wie die Gesamtschüler damals einen Einblick in das niederländische Schulsystem gewinnen konnten, stand auch bei dem Rückbesuch die Teilnahme am Unterricht für die Gäste im Mittelpunkt. Teilweise waren sie aktiv eingebunden, indem sie als Assistenten fungierten und wertvolle Beiträge aus ihrem Heimatland beisteuern konnten. Aber auch die Umgebung Grevens wurde erkundet. „An einem Nachmittag waren wir in Münster, wo wir eine Stadtrallye gemacht haben“, wissen die Neuntklässlerinnen Michelle und Maren zu berichten. „Sie war interaktiv angelegt“, führt Klumpe aus. So musste beispielsweise die Fassade des Rathauses in Münster durch eine Pyramide nachgestellt werden. „Schön war auch die Fahrt nach Köln,“ erzählen Lena, Lily, Nele und Dana, „obwohl es geregnet hat“ – bei der Besichtigung des Doms nicht ganz so gravierend.

Allen ist auch ein interkulturelles Musikprojekt gut in Erinnerung. Bei einem daraus entstandenen niederländisch-deutschen Lied, in dem unterschiedliche
Lebensgewohnheiten thematisiert wurden, kamen Keyboard, Schlagzeug, Bass und Gesang nicht zu kurz.

„Der Austausch endete mit einem gemeinsamen Frühstück in der Schule“, benennt Fleur Winter, Lehrerin für Niederländisch, den abschließenden Programmpunkt. Und Klumpe resümiert: „Insgesamt haben die gemeinsamen
Tage uns allen viel Spaß gemacht. Die Jugendlichen haben viel gelernt über die jeweiligen Schulsysteme. Staunten unsere Schüler im vergangenen Jahr über den medialen Aufbau der Schule in Gouda bei freiem W-Lan, so waren unsere Gäste beeindruckt von der Schülerbeteiligung in unserer Schule, beispielsweise der SV, dem Schüler- Sanitätsdienst oder über die Angebote in der Mittagspause von Schülern für Schüler.“

Schulfest im Marienschulzentrum - vom Regen in den Sonnenschein

Freitagvormittag, 9.30 Uhr. Die Spannung war groß, die Unsicherheit noch größer. Dennoch, um 10 Uhr sollte die Entscheidung getroffen sein.

Es ist die Rede vom Schulfest der weiterführenden Schulen des Marienschulzentrums und der Frage: Gilt der Regenplan oder hat der Plan für Sonnenschein Vorrang? Das Studium der Wettervorhersagen gab dann die Gewissheit – der Regenplan ist der Favorit des Tages. Mit der getroffenen Entscheidung ging dann alles ganz schnell und im freitags stattfindenden Klassenrat konnte mit den Schülern alles Notwendige besprochen werden.

In der Rönnehalle baute die Zirkus-AG ihre Matten auf, dass Blasorchester und die Schulband positionierten Mischpult, Keyboard und Notenständer, die Schulsanitäter bereiteten alles für eine fiktive Reanimation und mehr vor, die 6b ließ die Seile herunter und baute Kästen auf und Hipp Zu und Hipp Hopp Tänzer wärmten sich auf für ihren Auftritt. Im Eingangsbereich suchten sich die Neuntklässler einen Platz für den Verkauf der Wertmarken.

Im Schulgebäude verwandelten sich liebenswerte Fünftklässler in schreckliche Ungeheuer, die in der Kammer des Schreckens ihren Mitschülern das Blut in den Adern gefrieren ließen. Die Slusheismaschine musste vorbereitet werden, Klassen umgebaut und Tische gerückt werden, die Dosen gut aufeinander gestapelt werden, sodass das Konterfei des ein oder anderen Lehrers auch gesehen werden konnte, das ‚Frisbee Zielwerfen‘ suchte draußen noch nach einem sicheren Standort und die Schülerfirma bereitete den Grill vor.

Die Siebtklässler legten die Preise parat für die Tombola des Fördervereins, Schminkuntensilen wurden sortiert, der Platz für Zuckerwatte und Kulinarisches dekoriert und vieles mehr. Externe Partner wie die Malteser, das THW, Vertreter der Abenteuerkiste und des Teams der Jugendarbeit der Stadt Greven oder aber die Caritas organisierten sich, um mit ihren Aktionen das Schulereignis zu bereichern.

Und dann war es soweit: Pünktlich um 14 Uhr konnten die Schulleiter Ingo Krimphoff, Gesamtschule, und Thorben Zilske, Realschule, und stellvertretend auch für Timo Donnermeyer, Hauptschule, das Fest eröffnen. Das Orchester spielte auf, die Schulband trat an die Mikrofone und auch nach dem offiziellen Ende konnte weiterhin ein geselliges Beisammensein verzeichnet werden – übrigens bei Sonnenschein.

Gesamtschülerinnen im Bundesfinale - nicht nur virtuell!

Foto und Artikel von Oliver Hengst (WN)

Wenn einer eine Reise tut – muss er vorher gründlich planen. Erst recht, wenn er nicht alleine fährt, sondern mit der ganzen Klasse. Dieser Herausforderung stellten sich nun fünf Schülerinnen der Klasse 7a der Gesamtschule Greven. Sie bereiteten eine virtuelle Klassenfahrt vor, inklusive Gründung einer Schülerfirma (quasi das Reisebüro), Aufstellung eines Einnahme- und Ausgabenplans und umfangreicher Dokumentation. Der Lohn der Mühe: Amira Arabi, Ina Kölker, Hannah Pawlowska, Kristin Schulze Höping Pellengahr und Lara Steltenkamp sind zur Finalrunde des „Bundeswettbewerbes Finanzen“ nach Berlin eingeladen worden.

Am Donnerstagmorgen geht es los, dann können die Schülerinnen mit ihrer Teilnahme an einem Wirtschaftsplanspiel in der Hauptstadt (in neu zusammengesetzten Gruppen) noch mehr Geld für die Klassenkasse erwirtschaften, als die 200 Euro, die ihnen jetzt schon sicher sind. Die virtuelle Firma tauftedas Quintett (betreut von Klassenlehrerin Kristin Engelhardt) in Anlehnung an die tatsächliche Schüler-Firma (Auszeit) auf den Namen „Reisezeit“. „Wir haben schon relativ lange überlegt, welchen Namen wir nehmen sollen“, sagt Ina Kölker, die auch das Firmenlogo gezeichnet hat. Das virtuelle Reiseziel: kurioserweise Berlin, fünf Tage lang. Den Wirtschaftsplan dafür empfanden die Mädchen als gar nicht so schwierig. Was eine Zugreise für 30 Jugendliche nebst Begleitung, die Übernachtung in Vierbett-Zimmern in einem Hostel und der Eintritt in die Sehenswürdigkeiten der Stadt kostet, ließ sich per Internet-Recherche klären,wie Amira Arabi berichtet. Zudem wurden Finanzierungsvorschläge erarbeitet: Kuchenverkauf (Amira: „Das haben wir dann auch wirklich umgesetzt“), und ein Konzert spülten „Geld“ in die Kasse. So landeten die Planerinnen am Ende bei einem Pro-Kopf-Reisepreis von etwas mehr als 200 Euro.

„Eine Punktlandung“, freut sich Sandra Rindelhardt, stellvertretende Schulleiterin. Dieser Preis passe in den Rahmen echter Klassenfahrten. Die Teilnahme am Wettbewerb sei für die Schülerinnen auch deshalb wertvoll, „weil es manchmal sehr üppige Vorstellungen davon gibt, wo es hingehen soll“. Die Realität – das wissen die Siebtklässlerinnen spätestens jetzt – ist komplizierter. Auch Lehrerin Kristin Engelhardt freut sich über den Erfolg der Mädels, denn sie hätten „nicht nur im Unterricht gearbeitet, sondern auch viel Zeit außerhalb der Schule investiert.“.

Heimat: Erde? - Das Theaterprojekt unserer DG-Kurse

Wir schreiben das Jahr 2040. Die Bühne zeigt das Innere einer Raumstation, und zwar den Gemeinschaftsraum, in dem sich das Team aufhält, wenn keine Arbeit zu leisten ist. Es ist eine Gruppe von Menschen aus unterschiedlichen Nationen, die hier für eine ganze Weile zusammen sind und miteinander auskommen müssen. Sie kommen ins Gespräch, und jeder erzählt dabei, was er hier auf der Station vermisst, was ihm von seinem Zuhause fehlt, wen er zu Hause zurückgelassen hat und zeigt auf ein Foto, das an der Wand befestigt ist oder holt ein Erinnerungsstück hervor, das er sich mitgenommen hat. Gelegentlich verweisen die Personen auf die Erde, die durch ein Fenster im Orbit zu sehen ist.

30 Jahre später: Andere Personen befinden sich auf der Raumstation. Der Blick durch das Fenster geht nicht mehr auf die Erde, sondern auf den Sternenhimmel. Die Bilderwand gibt es noch, aber dort befinden sich jetzt Fotos der Menschen von 2040. Bald wird deutlich, dass die Erde nicht mehr existiert. Sie ist aus einem eskalierenden Streit zwischen Machtblöcken komplett zerstört worden. Keiner der Anwesenden hat sie noch selbst erlebt. Sie kennen sie aber aus den Erzählungen ihrer Eltern und rätseln herum, was diese wohl mit dem Begriff „Heimat“ gemeint haben könnten.

Soweit der Plot eines Theaterstücks nach Markus von Hagen, Kabarettist, Rezitator, Regisseur und Aktiver in der Erwachsenenbildung. „Das Konzept des Stücks ist es, die Ideen und Begrifflichkeiten junger Menschen von „Heimat“ aufzugreifen und die Vorstellungen wie sie sich auf der Bühne präsentieren wollen, im Drehbuch authentisch umzusetzen“, sagt der Autor. In Einzelgesprächen, die er mit den Gesamtschülern führte, stellte sich bald heraus, dass sie über Heimat aus unterschiedlichen Perspektiven grundsätzlich nachdenken. Dementsprechend wählte Markus von Hagen für die Rahmenhandlung eine Reflexionsebene, die Raum schafft. Damit war die Idee des Raumschiffs als visionäre Situation geboren. „Ich arbeite gern mit den jungen Menschen“, resümiert von Hagen. „Es gibt eigentlich keine Unterschiede zu der Arbeit mit den Profis.“

"Und wir haben noch nur Kreide!" - eine Podiumsdiskussion

Foto: Zoe Klix, Artikel: Monika Gerharz (WN)

Mitglieder der Schülerfirma der Gesamtschüler hatten Landtagskandidaten zum Fachgespräch über Nachhaltigkeit eingeladen. Ganz ohne Wahlkampf ging die Podiumsdiskussion natürlich über die Bühne.

Wahlkampf? Nein, gar nicht. Ein Fachgespräch sollte es werden, zwischen der Schülergenossenschaft „Auszeit“ der Gesamtschule und Abgeordneten der CDU, der SPD, der Grünen und der FDP zum Thema Schule. „Wir haben die Diskussion bei Genogenial gewonnen“, sagte Louisa Ney, Chefin der Genossenschaft, die in der Schule einen Kiosk mit gesundem Angebot betreibt und bald ein Schülercafé eröffnen will. Die 15 Jahre alten Schüler nutzten die Chance, bei der Politik um bessere Rahmenbedingungen für sich und ihre Projekte zu werben – exzellent vorbereitet, mit gut formulierten Fragen – und durchaus kritisch. „Sehr hohes Niveau, absolut Klasse!“, lobte Volksbankchef Andreas Hartmann, Sponsor und Mentor der Schüler-Genossen.

Ein Beispiel? Die Ausstattung der Schulen mit EDV. Pia Witthinrich, die die Schulverhältnisse in den Niederlanden kennt, zählte auf, wie gut die Schulen dort ausgestattet seien. „Freies Wlan in der ganzen Schule“, schwärmte sie, „Beamer, Whiteboards und ein großes Selbstlernzentrum“. Trockener Einwurf von Louisa Ney: „Und wir schreiben mit Kreide an die Tafel!“

Recht haben sie, die Schüler, das gaben Christina Schulze Föcking (CDU), Ulrike Reifig (SPD), Jan-Niclas Gesenhues (Grüne) und Alexander Brockmeier (FDP) gerne zu. „Als ich 2010 ein Praktikum in einer Grundschule in England gemacht habe, hatten die schon Whiteboard und Computer“, sagte Gesenhues. Er fordert, dass moderne Medien einen ganz anderen Stellenwert bekommen müssten als derzeit. „Denn dabei handelt es sich um absolute Kernkompetenzen für den Job.“

Doch was tun? „Mehr Jugend in die Politik“, meinte Gesenhues augenzwinkernd. Aber die Hauptsache ist natürlich mehr Geld für bessere Ausstattung und mehr Lehrer – und dabei ließ der Landtagswahlkampf grüßen, denn ganz ohne Schwarzes-Peter-Spiel ging es natürlich nicht. Lässt Rot-Grün den ländlichen Raum am langen Arm verhungern (Schulze-Föcking)? Hat Schwarz-Gelb die Schulen fast zu Tode gespart (Gesenhues)? Müsste der Bund sich finanziell für die Schulen engagieren (Brockmeier?) Oder müssten die Kommunen mehr tun (Reifig)? „Herr Vennemeyer, wollen Sie was zu Ihrer Rechtfertigung sagen?“, fragte dazu Diskussionsleiter Volker Beckmann. Das tat der Bürgermeister gern. „Ich kann in Bezug auf diese Schule sehr selbstbewusst auftreten“, sagte er und rechnete vor, dass die Stadt in diesen Tagen 30 Millionen Euro in die Schulen steckt, fünf Millionen allein in die neue Mensa der Gesamtschule. Vennemeyer: „Wir haben die feste Ab sicht, diese Schule attraktiv zu machen.“

Drei weitere Themen hatten die Schüler noch vorbereitet – sie forderten kleinere Klassen, wollten wissen, wie die Abgeordneten über das Volksbegehren zu G 8 denken (die meisten eher skeptisch) und ob die Grevener Gesamtschüler auf Unterstützung für ihr geplantes Schülercafé rechnen können. Alle versprachen es – und alle wiesen darauf hin, dass die Rahmenbedingungen stimmen müssen, damit solche Initiativen wie die „Auszeit“ überhaupt Chancen haben. „Wir brauchen ein Schulfreiheitsgesetz, das Euch die Freiräume gibt, um so etwas zu etablieren“, verlangte etwa Brockmeier mehr Selbstständigkeit der Schulen bei der Gestaltung des Lehrplans. Denn der junge FDP-Politiker weiß aus eigener Erfahrung, dass solche Projekte Zeit brauchen. „Ich habe als Schülersprecher mal versucht, so was zu machen. Es hat mit einem Kaffeeautomaten geendet.“