Gesamtschule Greven

Sommerlager 2016

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Alle meine Entchen ...

  • Wie messe ich, wie schnell sich eine Ente fortbewegt?
  • Und fast noch wichtiger: Wo finde ich eine Ente, die sich bereitwillig einer solchen Tempokontrolle unterzieht?

Fragen wie diesen mussten jene Schüler der Gesamtschule auf den Grund gehen, die sich mit ihren jeweiligen Wahlpflichtkursen „Naturwissenschaften“ und ihren Lehrern beim Schülerwettbewerb „bio-logisch“ beteiligt haben. Vier NW-Kurse mit über 100 Schülern der Jahrgänge 6, 7 und 8 haben vor den Sommerferien viele Wochen für das Projekt investiert. Im Oktober wird die Entscheidung fallen, ob die Gesamtschule wieder – wie schon im Vorjahr – einen Preis abräumen kann. Einige modulare Praxisaufgaben führten die Kinder und Jugendlichen ins Thema ein. Zum Beispiel sollte eine Umfrage durchgeführt werden – mit zwei Fragen: Ob man selbst Enten füttere und ob man wisse, dass das eigentlich verboten sei? Bei einer zweiten Umfrage sollten die Frage-Reihenfolge umgedreht werden. „Das ergab schon interessante Ergebnisse. Teilweise ahnten die Schüler auch, dass durchaus mal geflunkert wurde“, berichtet NW-Lehrerin Sandra Blumenthal. Die Ergebnisse mussten dann ausgewertet und grafisch aufbereitet werden. Ein Experiment mit Eis und einer gekühlten und einer nicht gekühlten Cent-Münze demonstrierte, warum Enten kalte Füße haben: damit sie im Winter nicht festfrieren. Die Königsdisziplin aber war das Messen der Enten-Geschwindigkeit – zu Lande und im Wasser. Da ein als Enten-Geheimtipp geltendes Regenrückhaltebecken und auch die Ems mangels Enten nicht in Fragen kamen, wich man auf den Aasee in Münster aus. Dort bestückte Physiklehrer Kai Finke das Ufer mit einem Maßband – dass sich Passanten etwas wunderten, versteht sich von selbst, zumal er anschließend Enten mit der Videokamera festhielt, als sie gerade das Maßband passierten. Die Videoaufnahmen wurden dann mit einer speziellen Software eingelesen und analysiert – im Ergebnis konnten so Meter und Sekunden ausgelesen werden. Eine Umrechnung in Km/h und eine grafische Auswertung folgten.

Eine wichtige Wettbewerbsbedingung: „Füttern ist nicht erlaubt“, erläuterte NW-LehrerinWaltraud Zumbrägel – denn zum einen ist es wie erwähnt verboten (damit der Nährstoff-Haushalt des Gewässers nicht aus dem Gleichgewicht gerät), zum anderen durften die Enten natürlich nicht angelockt werden, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.

Die Wettbewerbsteilnahme hat den Kindern in der Regel viel Spaß bereitet. Manche entdeckten ein Faible fürs Experimentieren, anderen gefiel das Dokumentieren oder Analysieren mit dem PC besser, wieder andere lernten bei der Umfrage, dass es ich lohnt, die eigene Scheu abzulegen und offen auf andere Menschen zuzugehen. Ganz nebenbei lernten die Schüler viel über fremde Daten, Quellenangaben und das richtige Zitieren. „Seriöses Arbeiten war für den Wettbewerb schon erforderlich“, betont Waltraut Zumbrägel. „Die Schüler lernen verschiedene Methoden kennen, Informationen zusammenzutragen und auszuwerten“, ist Sandra Blumenthal vom Erfolg des Projektes überzeugt – unabhängig von einem möglichen Gewinn. Ähnlich geht es Kollegin Anika Kosbab, die die Fachschaft NW leitet. Ihr ist unter anderem die fächerübergreifende Kooperation positiv in Erinnerung. „Teilweise haben wir die Projektmappen auch als Klassenarbeit gewertet“, sagt sie. Nun hoffen alle auf eine positive Nachricht im Oktober. (Mindestens) vier Lehrer und 100 Schüler drücken die Daumen.

Ministerin Kampmann ehrt unsere Sporthelfer

Am Kirmesmontag (29.8.2016) hat Sportministerin Christina Kampmann (helles Oberteil) den 50.000sten Sporthelfer im Kreis Steinfurt ausgezeichnet.

Im Rahmen dieser Ehrung nahmen Christina Goldstein und Steven Beinker aus unserem 9. Jahrgang, stellvertretend für die Sporthelferinnen und Sporthelfer der Gesamtschule Greven, einen gut gefüllten Ballsack entgegen. Unsere Sporthelfer werden im Rahmen unserer "sozialen" AGs von Sportlehrer Markus Preising ausgebildet. Die Ausbildung erfolgt in mindestens 30 Lerneinheiten, in denen die Jugendlichen verschiede Bereiche kennenlernen: Mitarbeit bei Sport-Angeboten, bei der Auswahl außersportlicher und kultureller Aktivitäten und Organisation sowie Planung, Durchführung sportlicher uns außersportlicher Aktivitäten

Mit der Ausbildung zum Sporthelfer sind die Jugendlichen berechtigt, in der Schule und im Verein für andere Kinder und Jugendlichen sportliche Aktivitäten anzubieten. Unsere Sporthelfer engagieren sich z. B. im Rahmen der OMA "Offene Sporthalle"

Unsere neuen 5er sind da - Herzlich willkommen!

Wir freuen uns und sind neugierig auf unseren neuen 5. Jahrgang. Hier sind ein paar Impressionen von der Einschulungsfeier:

  • ... dem Gottesdienst, gestaltet von Religionslehrerin Doris Möhring und SchülerInnen der Klasse 6,

  • der Feier in der Rönnehalle, gestaltet von Musiklehrin Kristin Engelhardt mit dem Blasorcher der Klasse 6b,

  • gestaltet von Sportlehrerin Katharina Zacarias-Föhrding mit unseren Turnerinnen:

  • und gestalten von Musiklehrer Kai Finke und seiner Musik-AG:

Balladen, Masken, Schwarzlicht - ein bunter Abend der DG-Kurse

Die Zuschauer konnten sie förmlich fühlen, die Aufregung, die in der Luft lag, als die Kurse "Darstellen und Gestalten" der Jahrgangsstufen 6 bis 8 auch in diesem Jahr wieder den Vorhang hoben zu ihrem öffentlichen Auftritt in der Gesamtschule Greven. Dem bewährten Team der Lehrerinnen Sabine Matzner und Claudia Sandhop gelang es erneut, zusammen mit Lisa Meesters, ihre jungen Protagonisten zu Bestleistungen zu motivieren.

Die Siebtklässler hatten inhaltlich verschiedene Balladen zum Thema, so beispielsweise der "Tugendhafte Hund"‘ von Heinrich Heine, "Ballade vom Nachahmungstrieb" von Erich Kästner oder "Verwunschen" von Wilhelm Busch. Die Schüler ergänzten vorgetragene Teile der Balladentexte durch Spielszenen und übertrugen die Textaussage auf aktuelle Gegebenheiten, wobei sie die Gelegenheit hatten, szenische Texte selber zu verfassen.

„Ich bin begeistert, mit welchem spielerischen Einsatz und welcher Fantasie sich die Jugendlichen an die Arbeit gemacht haben und freue mich sehr über ihre überzeugende Leistung, die sich gerade in den letzten Wochen noch einmal toll gesteigert hat.“, attestierte Claudia Sandhop ihren Schülern.

„In den Kursen können wir das formulieren, was uns interessiert“, resümierte die Schülerin Anna Koper-Schulte, „und wir müssen uns nicht mit dem auseinandersetzen, was uns vorgegeben wird.“ In dem Schwerpunkt "Maskentheater" und zu dem Thema "Fremdes Leben auf fremden Planete" hatte ihre Gruppe Masken gestaltet und bei frei gewählter Musik eine eigene Performance zur selbst geschriebenen Handlung entwickelt.

„Dabei ist es Ziel, dass die Schüler erlernte Elemente der Bühnenarbeit mit eigenen Ideen verbinden und in einer Bühnendarstellung dem Publikum vortragen“, erläuterte Sabine Matzner. Und hierbei zeigten sie große Spielfreude.

Zu Beginn des Abends, zu dem nicht nur zahlreiche Eltern und Geschwister der jungen Akteure erschienen waren, zeigten Schüler der Jahrgangsstufe 6 in der Choreografie von Lisa Meesters Elemente aus dem Schwarzlichttheater. Mal sah das Publikum Sterne und Herzchen, mal einen flatternden Vogelschwarm. Es war überraschend zu sehen, welch kreative und witzige Formen und Figuren die Schülerinnen allein durch den Einsatz weißer Hände gestalten konnten. „Natürlich waren wir aufgeregt“, sagten Hannah und Alina einmütig, waren sie doch gleichsam die ‚Newcomer‘ unter den rund 70 Schülern der aktuellen DG Kurse der Gesamtschule.

Fazit: Insgesamt ein gelungener und harmonischer Abend, der – obwohl knapp zwei Stunden ohne Pause gespielt wurde – abwechslungsreich und rundherum kurzweilig war.

"Katzen" in Emsdetten - ein persönlicher Erlebnisbericht

Am Dienstag, dem 28.06.2016, fuhren wir (ein Großteil der 7a sowie einige Schülerinnen und Schüler aus der 7d) zum Musical „Cats“ nach Emsdetten. Frau Engelhardt, Frau Plagemann und Frau Wessels begleiteten uns.

Wir trafen uns um 18:20 Uhr am Grevener Bahnhof und stiegen dann alle in den Zug ein, der uns nach Emsdetten fuhr. Als wir in Emsdetten ankamen, gingen wir zu Strothmanns Fabrik, wo das Musical „Cats“ von den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Martinum gespielt wurde.

Am Eingang begegneten wir schon zwei Schülerinnen, die sehr auffällige Kostüme trugen und toll geschminkt waren. Sie begrüßten uns und danach suchten wir uns alle einen Sitzplatz.

Das Musical begann natürlich mit Musik, die von einem Orchester live gespielt wurde und sofort gute Laune machte, sodass man Lust darauf bekam, die anderen Stücke zu hören. Die Handlung des Musical ist trotz vieler lustiger und rhythmischer Passagen, in denen sich die verschiedenen Katzen vorstellen, sehr traurig: Die alte Katze Grizabella war früher ein Katzenstar, der aber mittlerweile auf die Straße gesetzt wurde und die Abneigung aller anderen Katzen zu spüren bekommt. Deshalb versucht sie beim alljährlichen „Jellicle Ball“ das eine Katzenleben zu gewinnen, das ihr einen Neuanfang ermöglichen soll und sie wieder jung werden lässt. Die Stücke wurden nur von Schülerinnen und Schülern gespielt, was wir klasse fanden. Auch das Bühnenbild war hervorragend. Die aufwändigen Dekorationen stellten genau die Orte da, an denen sich die Katzen gerade aufhielten. Was aber für noch mehr Begeisterung sorgte, war, dass die Sängerinnen und Sänger die zum Teil schwierigen Lieder sehr gut singen konnten und sich dabei auch noch so toll in ihren Kostümen bewegten.

Insgesamt war es ein tolles Erlebnis, das uns allen sicherlich in guter Erinnerung bleiben wird.

Michelle Dahlhoff, 7a

Konsequent und wertschätzend - Die Kunst der Grenzziehung

„Kinder und Jugendliche brauchen Grenzen, Regeln und Rituale. Sie vermitteln Halt und Geborgenheit und geben ein Gefühl der Sicherheit und Orientierung.“ So das Statement in der Vorankündigung zu einem Vortragsabend mit dem Diplom Psychologen Thomas Grüner aus Freiburg, zu dem die Gesamtschule Greven und der Förderverein eingeladen hatten. Themen waren, wie man Kindern und Jugendlichen wertschätzend Grenzen setzt und Werte vermittelt, wie man sie motiviert, sich sozial zu verhalten und welche Erziehungshaltungen dazu notwendig sind - mithin Fragestellungen, die nicht nur Eltern und Lehrer veranlassten, die Mediothek der Gesamtschule aufzusuchen, sondern darüber hinaus weitere pädagogische Fachkräfte Grevens.

Thomas Grüner gelang es mit viel Witz, gängige Erziehungspraktiken zu analysieren und den Zuhörern humorvoll verpackt vor Augen zu führen, wir gern wir uns doch "Sparmodellen" der durchaus anstrengenden Arbeit der Grenzziehung zuwenden, wiederzufinden in Formulierungen wie etwa „ich bin doch tolerant“ oder „das wächst sich raus“.

Doch nicht nur die erforderliche Anstrengungsbereitschaft macht uns in dem Unterfangen Grenzziehung, die Kinder zu Recht einfordern, zu schaffen. Thomas Grüner zeigte gleich mehrere ‚Gelegenheiten‘ auf, in unterschiedliche Fallen zu tappen.

Erziehungsfalle Nummer eins ist sicherlich die Belohnungsfalle: Folgt das Kind der Anweisung, beispielsweise seine Spielsachen in die dafür zur Verfügung stehenden Kiste zu räumen, ist eine Belohnung naheliegend. Doch, so sagt der Referent, nicht die Belohnung ist entscheidend, sondern die Vorfreude motiviert. Die Erwartung einer Anerkennung schüttet einen körpereigenen Neurotransmitter aus, der einen „Ablenkungsverhinderungsmechanismus“ freisetzt und Kinder mit Freude und Anstrengungsbereitschaft auf das Ziel hinarbeiten lassen. „Trainieren Sie die Geduld, nicht die Habgier!“

Er fordert, positives Verhalten anzuerkennen. „Wenn Kinder bei positivem Verhalten keine Aufmerksamkeit bekommen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als mit auffälligem Verhalten auf sich aufmerksam zu machen, denn Zuwendung ist genauso überlebenswichtig wie Essen und Trinken.“ Umgekehrt, darf sich negatives Verhalten nicht lohnen: Die klassische Situation ist der Supermarkt: Bekommt das Kind keine Schokolade, schreit es. Die Eltern geben entnervt nach. Das Kind merkt sich: Aggressives Verhalten lohnt sich.

Geht es um die Konsequenzen, so appelliert der Psychologe, ist stets das Verhalten des Schutzbefohlenen ins Zentrum des Handelns zu stellen. In der geforderten menschlich wertschätzenden Haltung soll dabei keinesfalls das Kind mit seinen Gedanken, Bedürfnissen und Gefühlen abgelehnt werden. Äußerungen wie"Du Trottel" bewirken massiv, dass sich das Kind verschließt.

Ertappt fühlte sich der ein oder andere Zuhörer vielleicht bei der Verständnisfalle: Nach einem Eigentor kommt der Zögling sauer nach Hause und schleudert seine Sportschuhe auf den guten Teppich im Wohnzimmer, anstatt sie ins Regal zu stellen. Wird aus Mitgefühl nicht konsequent die Einhaltung der Regel eingefordert, so kann man aus Sicht des Kindes ja mal schauen, ob und wo weitere Ausnahmen möglich sind. -

Thomas Grüner, Leiter des Instituts für Konflikt – Kultur in Freiburg, gab an diesem Abend in einer klaren Positionierung unterhaltsam den Zuhörern Anregungen mit auf den Weg, die nachhaltig Anlass waren für vielschichtige Gespräche.