Gesamtschule Greven

Bilder des Jahres

Herzlich Willkommen!

"Gesamtschule erleben" - Volles Haus an unserem TdoT

Herzlich Willkommen hieß Schulleiter Ingo Krimphoff die vielen Gäste zum TdoT der Nelson- Mandela-Gesamtschule auf den Rängen der Rönnesporthalle. „Ihr seid ein besonderer Jahrgang“, sprach er dabei im Besonderen die Viertklässler an, „habt ihr doch die Möglichkeit, in eine frisch renovierte und in vielen Teilen neu gebaute Schule zu kommen.“ Krimphoff verwies dabei auf das neue naturwissenschaftliche Zentrum, von der bis zum Sommer fertiggestellten Mensa hinter der Wöstenstraße, dem neuen Konzept vom Schulhof und Freizeitbereich in dem Areal, dem Schülercafé und mehr. „Dieser neue Jahrgang kommt in eine tolle räumliche Situation,“ blickt Krimphoff mit Zuversicht ins neue Schuljahr.

Von der guten Ausstattung konnten sich die die Schülerinnen und Schüler und Erwachsenen am Sonntag schon überzeugen. 22 Stationen hatte der Didaktische Leiter Roland Hericks gemeinsam mit dem Kollegium zusammengestellt und auch in diesem Jahr riet die stellvertretende Schulleiterin Sandra Rindelhardt den Besuchern erneut, den gelben Pfeilen zu folgen.

Dies lohnte sich. Gleich am Eingang zum natur-wissenschaftlichen Zentrum befand sich ein auf wundersame Weise freischwebender Luftballon auf Augenhöhe, Wasser lief nicht aus umgestülpten vollen Gläsern heraus und die Papierkügelchen ließen sich nicht in die Flasche pusten. Wie ein Mensch von innen aussieht war ebenso Thema wie die Begrüßungsformeln in den neuen Sprachen Spanisch und Niederländisch. Die Kinder lernten das Fach Latein kennen, konnten sich im Computerraum mit der Funktionsweise eines Bewegungsmelders auseinandersetzen, staunten beim Schwarzlichttheater der Kurse „Darstellen und Gestalten“, besuchten die Förderinsel, waren fasziniert von den Vorträgen und mathematischen Inhalten des Forder- und Förderprojekts FFP, erlebten das Sozialkompetenztraining , das Lernbüro und Formen des kooperativen Lernens. Sie probierten sich aus in der Hauswirtschaft, im Fach Technik, in der Kunst, beim Zaubern und in der Pausenhalle.

Zuzüglich zu den vielen Mitmachaktionen präsentierte die Schule ihre Schülerfirma und die Jugendleiterausbildung. Eltern wurden über die Ausbildung der Schulsanitäter und Schülerlotsen informiert, die Turnerinnen waren zu sehen, die Blasorchester-Klasse gab ein Konzert und die Zirkus AG war ebenso präsent. Die Schulpflegschaft informierte von Eltern für Eltern und im Neubau gab es Informationen zum Umbau. Nicht zu vergessen der Nelson-Mandela-Raum, in dem Schülerexponate zu Südafrika ausgestellt waren, der Weg zum Schulnamen skizziert wurde und von der Leinwand ein Junge aus dem südlichen Afrika nach Greven grüßte: „Hello my friends in Germany.“

Bereichert mit vielen neuen Eindrücken war das Ziel für zahlreiche Besucher nach einem ereignisreichen Nachmittag die Mensa, in der der Förderverein wohltuend für das leibliche Wohl sorgte.

Unser "Freitag der Beratung" für die Oberstufe - eine runde Sache!

„Eine runde Sache“, so lautet das Fazit von Ingo Koschinski, Abteilungsleiter der Sekundarstufe II der Nelson-Mandela-Gesamtschule für den diesjährigen ‚Freitag der Beratung‘. Um den zahlreichen Besuchern eine Grundlage für Wahlentscheidungen in die zukünftige Oberstufe zu geben, wurden an diesem Nachmittag u.a. die neu einsetzenden Fächer für die Oberstufe vorgestellt.

So waren es die naturwissenschaftlich-technischen Fächer Chemie, Physik und Informatik, sowie die neu einsetzenden Fremdsprachen Niederländisch und Spanisch, die den Besuchern präsentiert wurden. Auch in den Fächern Kunst und Musik bekamen die interessierten Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern konkrete Einblicke in die Unterrichtssituationen. Ebenfalls vertreten waren die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer Erdkunde, Geschichte, Pädagogik und die Sozialwissenschaftlichen.

Besonderen Anklang fanden die Laufbahnberatungen einzelner Schülerinnen und Schüler für die gymnasiale Oberstufe der Gesamtschule. Sie und ihre Eltern konnten sich ihre individuelle Laufbahn durch Lupo planen lassen. Dabei wurden sie aktiv von Jugendlichen aus der Einführungsphase unterstützt und betreut. Nicht selten kam es dabei auch zu interessierten Gesprächen hinsichtlich des Lernens in der Oberstufe.

Hervorzuheben ist aus meiner Sicht“, so Koschinski, „die Einbeziehung des Oberstufenlebens der Gesamtschule in die Beratungsgespräche. So konnte ein reger Austausch auch über andere wichtige Aspekte der Oberstufe stattfinden.“ Die Schülergenossenschaft ‚Auszeit eSG‘ sorgte wieder einmal erfolgreich für die Bewirtung.

Zum Nachdenken gebracht - ein Besuch in der Villa ten Hompel

ein Bericht von Carolina Wendler, 9e

Aufgrund einer Unterrichtseinheit im Fach Gesellschaftslehre haben Schüler*innen unseres 9. Jahrgangs im Laufe der letzten Wochen die Villa ten Hompel in Münster besucht. Früh am Morgen trafen sich die Klassen am Bahnhof und fuhren dann in Begleitung des Geschichtslehrers Roland Hericks nach Münster.

Die Villa wurde 1924 von dem deutschen Industriellen und Politiker Rudolf ten Hompel erbaut und als Wohnsitz für sich und seine Familie genutzt. Aus finanziellen Gründen musste er diese jedoch Anfang der 1930er Jahre verkaufen. Von da an wurde die Villa als ,,deutsche Dienststelle" genutzt. Sie war ein Dienstsitz der Ordnungspolizei im Dritten Reich. Von dort aus wurden unter anderem Wachmannschaften für Deportationen organisiert. Heute ist sie ein Museum, welches viele Originale aus dem 2. Weltkrieg ausstellt.

Besonders interessant waren für uns Schüler die persönlichen Briefe der Zeitzeugen. Beeindruckend waren die Tondokumente, die wir uns anhören konnten und die Fotos zu den einzelnen Schicksalen. Weiter blieben uns die bildhafte Gegenüberstellung von Opferzahlen und verurteilten Mitgliedern der Ordnungspolizei in Erinnerung.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Gedenkstätte ist unter anderem die Nachkriegszeit, als sich dort die Behörde für Wiedergutmachung der NS Verbrechen befand. Hier konnten sich betroffene Personen melden. Die entscheidende Frage war aber: „Können die grausamen Erlebnisse der betroffenen Menschen überhaupt finanziell entschädigt werden?“

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Tag informativ und beeindruckend war. Der Besuch der Villa ten Hompel hat uns allen gut gefallen und sehr nachdenklich gestimmt.

Unsere neuen Schulsanitäter - von den Maltesern ausgebildet


Pflaster kleben, Verbände wickeln, einen bewusstlosen Mitschüler in die Seitenlage bringen – all das können jetzt 17 Schülerinnen und Schüler an der Nelson-Mandela-Gesamtschule in Greven. Während ihrer Ausbildung im Malteser Jugendzentrum in Welbergen wurden sie im Rahmen einer Projektwoche von den Maltesern in der Erstversorgung bei Unfällen, plötzlichen Erkrankungen und Vergiftungen geschult.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Schüler für dieses Ehrenamt begeistern konnten“, sagt Steffen Scharf, Ausbilder bei den Maltesern. „Die Malteser Schulsanitäter lernen, in Notfallsituationen kompetent zu handeln und übernehmen Verantwortung für die Sicherheit ihrer Mitschüler“.

In ihrer praktischen Prüfung mussten die Nachwuchssanitäter die Wiederbelebung mit Beatmungsbeutel und Defibrillator demonstrieren, ein individuelles Fallbeispiel abarbeiten und die Fragen der Prüfer beantworten können. Ein Fallbespiel war die Helmabnahme bei einem verunglückten Motorradfahrer.

Natürlich gehörte aber auch theoretisches Wissen über verschiedene Verletzungsmuster, den Bewegungsapparat oder über den Herzkreislauf und die Atmung zum Lehrgang. „Es war zwar viel Theorie, wir haben aber auch viele praktische Maßnahmen gelernt und immer wieder geübt“, erzählen Aurelia und Farah. Die beiden Mädchen aus der Jahrgangsstufe 9 haben sich ganz bewusst für die Ausbildung zum Schulsanitäter entschieden. „Ich helfe gerne Menschen und möchte viele neue Erfahrungen sammeln. Vielleicht möchte ich später mal beruflich in den medizinischen Bereich gehen oder was Soziales machen“, sagt Farah. In einem sind sich die neuen „Schulsanis“ einig: „Wir sind hier zu einer richtigen Gruppe gewachsen – mit ganz viel Gemeinschaftsgefühl. Es war einfach eine tolle Zeit.“

Während des Unterrichts, in der Pause und bei Schulveranstaltungen übernehmen die frischgebackenen Schulsanitäter im Rahmen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten den Sanitätsdienst. Im Notfall betreuen sie verletzte oder erkrankte Personen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Für ihre Einsätze steht ihnen eine professionelle Sanitätstasche zur Verfügung.

Das "taaldorp" - ein holländisches Dorf in unserer Schule

Das Lernszenario taaldorp, was ins Deutsche übersetzt ‚Sprachdorf‘ heißt, gibt es an der Gesamtschule inzwischen im dritten Jahr. „Es ist“, erläutert die Niederländischlehrerin der Nelson-Mandela-Gesamtschule, „ein didaktisches Lernarrangement für den Fremdsprachenunterricht, in dem Schülerinnen und Schüler ihre Gesprächskompetenzen mit versierten Sprechern des Niederländischen trainieren und überprüfen können.“

‚Versierte Sprecher‘, im konkreten Fall Studierende der Fremdsprache, sind Ansprechpartner in einem niederländischen Dorf, welches an der Gesamtschule unter Zuhilfenahme landestypischer Requisiten simuliert wird. Sie ‚arbeiten‘ z.B. in der Touristeninformation, als Ober im Café oder als Verkäufer im Supermarkt.

Die Schülerinnen und Schüler hingegen besuchen als ‚Touristen‘ das Dorf und begeben sich in Gesprächssituationen, die sie auf Niederländisch bewältigen müssen. Je nach Zutrauen können sie auf unterschiedlichen Niveaustufen agieren. Sie bekommen einen paspoort, also einen Pass mit persönlichen Aufgaben. An den Stationen führen die Lernenden Gespräche mit den ‚Niederländern‘.

Am Ende des Gespräches bekommt jeder Schüler ein Feedback in seinem Pass vermerkt. In diesem Zusammenhang merkt Siebtklässler Helge an, dass das Sprachdorf sehr gut ist, „weil man sich mal eine andere Meinung von den Niederländisch Studenten holen kann und einfach schon das Niederländisch sprechen cool ist.“ Die Möglichkeit zur Kommunikation mit den für die Schüler unbekannten niederländischen Personen, die im geschützten Raum der Schule bzw. de Szenarios sehr nett reagieren, heben die Mitschüler Mika und Bennett deutlich hervor.

Und wenn es mal Fehler gibt? „Fehler sind im taaldorp nur dann problematisch, wenn das Gespräch dadurch scheitert.“ sagt Winter, ehemalige Dozentin am Institut für Niederländische Philologie der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster. „Unser 2016 als Pilotprojekt gestartetes Sprachdorf hat sich in den Jahrgangsstufen 7 und 8 inzwischen als Baustein des Curriculums etabliert. Es hat sich als hervorragende Vorbereitung erwiesen, um später auch bei einem Tagesausflug bzw. in Klasse 9 beim Schüleraustausch spontane Alltagsgespräche mit Niederländern führen zu können.“

Lara liest gerne vor - unsere Gewinnerin im Vorlesewettbewerb

Auch im 60. Jahr war alles wie immer und doch für alle diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder neu: Die Klassensiegerinnen und -sieger des 6. Jahrgangs der Nelson-Mandela-Gesamtschule haben ihre Lieblingsbücher hervorgeholt, fleißig geübt und sich gegenseitig um die Wette vorgelesen. Wer hatte die klarste Stimme, bei wem saßen die Betonungen am besten, wem hörte man am liebsten zu? Lara Brockhaus aus der Klasse 6e überzeugte die Jury im diesjährigen Bundeswettbewerb schließlich am meisten. Die fünf Schülerinnen und Schüler mussten dabei zunächst drei Minuten lang ein selbst ausgewähltes Buch vorlesen. Anschließend folgten zwei Minuten aus einem nicht bekannten Text. Die Wahl der Jury fiel auf einen Ausschnitt aus „Hinter verzauberten Fenstern“ von Cornelia Funke. Bei Laras Lesevorträgen verging die vorgegebene Zeit gefühlt wie im Flug, so sehr schlug sie die Zuhörer und Jury in ihren Bann. „Ich mag es“, schwärmt Lara, „anderen vorzulesen. Man bekommt Zuspruch und es ist einfach schön.“ Damit vertritt Lara ihre Schule bei den im Januar und Februar anstehenden Regionalentscheiden. Versüßt wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Vormittag mit Süßigkeiten und Buchgutscheinen, die der Förderverein der Gesamtschule spendierte.

Bläser und singende Bäcker - unser Adventskonzert 2018

Zum diesjährigen 3. Advent waren das Ensemble der Blasorchesterklasse des Jahrgangs 6 und das Orchester der Jahrgansstufen 7, 8 und 9 in der Jugendkirche Mary’s angetreten, um den Zuhörern einen musikalischen Genuss zu bereiten. Weihnachtslieder unter der Leitung von den Musiklehrern Ulrich Falk und Kristin Engelhardt wurden von ihnen ebenso präsentiert wie Stücke aus den Bereichen der Film- und Popmusik. In den jeweiligen Interpretationen wurden sie vom begeisterten Publikum teilweise mit Standing Ovation honoriert.

Doch nicht nur die Orchesterschüler, sondern auch die Oberstufenschüler waren in diesem Jahr mit dabei. Sie hatten sich auf den Weg gemacht haben, um vocal einen Beitrag zum Konzert zu leisten. Benjamin Lenz berichtet: „Im EF Musikkurs bei Frau Engelhardt arbeiteten wir unter dem Leitthema ‚Entwicklung der Polyphonie in Renaissance und Barock‘ mit dem Kompositionsprinzip einer Fuge. Schnell kam im Kurs die Idee auf, selbst eine moderne Fuge zu Gehör zu bringen - auf dem anstehenden Adventskonzert.“ Als Bäcker verkleidet intonierte der Musikkurs die ‚Backfuge‘, eine dreistimmige Sprechfuge, deren Thema eine Art Backanleitung beinhaltet und bei den Zuschauern für große Erheiterung sorgte.

„Wir danken Ihnen“, richteten alsbald Vertreterinnen der Schulpflegschaft, Edith Ahlert und Rita Schulze Höping Pellengahr, das Wort an Falk und Engelhardt, „dass Sie unsere Kinder so für die Musik begeistern können.“ Langer Applaus begleitete ihre Worte und machte eine Zugabe erforderlich. „Die Klangentfaltung in der Mary’s ist immer wieder etwas Besonderes,“ sind sich die Musiklehrer einig, „und hier aufzutreten ist für uns stets eine Freude.“ Draußen vor den Kirchentüren wartete der Förderverein zum Ausklang des Konzerts mit warmen Getränken auf die Besucher, auf die Eltern der Orchester- und Oberstufenschüler sowie die jungen Musiker.

Stutenkerle für alle - ein Geschenk unserer SV

Seit vielen Jahren gab es sie, die Tradition an den Schule(n) an der Teichstrasse, Schülern und Lehrern mit einem Nikolaus am Nikolaustag eine Freude zu bereiten. Es bestand die Möglichkeit, für Menschen, die einzelne für sich als wichtig erachten, einen Schokoladenmann vorzubestellen, der dann am 6.Dezember überbracht wurde.

Im Grunde genommen eine gute Idee, nur, wie ist es für die Schüler, die beispielsweise nur einen Nikolaus bekamen, während dem Nachbarn gleich vier oder fünf auf die Bank gestellt wurden? Diesen Aspekt der Gestaltung des Nikolaustages nahmen die Mitglieder der Schülervertretung der Gesamtschule zum Anlass, dass Konzept neu zu überdenken, und das mit einem nennenswerten Ergebnis: Jeder der an der Schule Tätige sollte in diesem Jahr einen Stutenkerl bekommen!

Das hieß für die SV am Donnerstagmorgen, dass sie rund 1000 Stutenkerle holen musste, um sie dann in Papiertüten zu verpacken und mit persönlichen Sprüchen zu versehen. Rund 30 Schüler der Jahrgänge 9 und 10 sowie der Oberstufenschüler bereiteten die Aktion vor, die um 10.20 Uhr startete: Die Klassenlehrer waren gebeten worden, in ihre Klassen zu gehen, und alle SV-Schüler begaben sich in die Klassen und Büros, um jeden in der Nelson-Mandela-Gesamtschule Tätigen einen Stutenkerl zu überreichen. Es dauerte nur eine kurze Zeit, bis der reguläre Betrieb weitergehen konnte, die Freude der Menschen jedoch währte noch lange.

Kinderoper "Papageno" aus Wien bei uns zu Gast

Am vergangenen Freitag wurde die Mensa der Nelson-Mandela-Gesamtschule zur Bühne für Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“. Schauspielbegeisterte Sechstklässler brachten gemeinsam mit zwei Opernsängern der Kinderoper Papageno aus Wien die Handlung ebendieses Singspiels zur Aufführung. Vor den Augen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler spielten sie in echten orientalischen Kostümen überzeugend die Charaktere Belmonte, Pedrillo, Blonde, Konstanze und Bassa Selim, die ihnen schon aus dem Musikunterricht bekannt waren.

Auf ihren Auftritt hatten sich Emily, Leonie , Almina, Lara, Jasmin , Ole, Yannik, Sibel und Katja lange im Voraus vorbereitet. Sie übten mit großem Engagement gemeinsam mit den Musiklehrerinnen Sabine Heisterkamp, Claudia Sandhop und Kristin Engelhardt ihre Rollen ein und waren sehr aufgeregt, als der Tag der Aufführung gekommen war.

Doch nicht nur die Aufführung selbst stand an diesem Tag auf dem Programm. Zuvor hatten die neun Sechstklässler die einmalige Gelegenheit, mit den Profis alle Szenen zu proben. Schnell setzten sie die Tipps der Sängerin und des Sängers in die Tat um, wenn es darum ging, ins Publikum zu sprechen oder kleine Gags einzubauen. Dafür erhielten sie viel Lob von Seiten der Profis und Applaus aus dem begeisterten Publikum.

Die Mitschülerinnen und Mitschüler staunten nicht schlecht, welches Talent die Schülerinnen und Schülern auf der Bühne zeigten. Aber nicht nur die Mitspieler und Mitspielerinnen kamen zum Zuge, auch das Publikum wurde an vielen Stellen miteinbezogen: So stellten sie in einer Szene den zuvor mit Lucia Kim (Sopranistin) und Gregor Braun (Bass) eingeübten Janitscharenchor dar, um den auf einem Roller einfahrenden Herrscher Bassa Selim zu begrüßen.

Am Ende waren sich alle einig, dass es ein gelungener Vormittag war und es in naher Zukunft eine Wiederholung des Projektes geben wird.

Stärken entdecken - in unserer Zirkus-AG

Die meisten Gesamtschüler machen dienstags nach der vierten Stunde Schluss – kurzer Dienstag. Nicht so die rund 25 Kinder und Jugendlichen (zehn bis 14 Jahre) der Zirkus-AG. Sie warten vor der Rönnehalle geduldig darauf, dass jemand aufschließt. Sobald das passiert ist, stürmen sie durch die Umkleiden in die Halle. Zwei Extra-Stunden – außerhalb des regulären Unterrichtes – hängen die Jungen und Mädchen dran. Einfach weil es Spaß macht.

Die Schüler lernen erst verschiedene Zirkusdisziplinen kennen, vertiefen ihre Kenntnisse dann in ein bis zwei Wunsch-Disziplinen und bereiten gemeinsame Auftritte vor. Stillsitzen, KommaRegeln pauken, Mathe büffeln – nicht jedermanns Sache. Andere wiederum sind nicht die sportlichsten. Aber jeder kann irgendetwas richtig gut. Manchmal, ohne zu ahnen, was genau . . .

„Es ist eine tolle Bestätigung für sie, wenn sie dann zusammen auftreten und zeigen, was sie können“, sagt Sarah Stiefel. Die professionelle Artistin und ausgebildete Zirkuspädagogin leitet die AG zusammen mit Aljoscha Kuprat, der ebenfalls Zirkuspädagoge ist. Er sagt: „Wir vermitteln den Kindern über den Zirkus Kompetenzen.“ Teamfähigkeit und Selbstbewusstsein – um nur einige zu nennen. „Sie können sich hier auch selbst entdecken.“ Was er damit meint: Feststellen, dass es auch eine Welt jenseits des klassischen Lernens gibt, dass eben jeder in irgendetwas gut ist. „Wir haben hier auch einige dabei, die nicht lange stillsitzen können, die in den Klassen auffällig sind. Hier aber können sie sich konzentrierten und werden ganz ruhig.“ Sie lernen sich zu Fokussieren. Schließlich soll das Diabolo nicht herunterfallen, die Akrobatik-Nummer elegant aussehen, die Jonglage fehlerfrei funktionieren – speziell, wenn es vor Publikum aufgeführt wird.