Gesamtschule Greven

Bilder des Jahres

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Gesundheitsorientiertes Krafttraining im Fitnessstudio

Kooperationen im Sportunterricht mit der BAHN-BKK, Fitnessstudio Impuls und der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster

‚Führe durch den Druck der Füße gegen die Fußplatte den Schlitten nach hinten. Drücke in der Endstellung die Knie bis zur Nullstellung (!) durch. Ziehe gleichzeitig die Fußspitzen an und spanne die Oberschenkelmuskulatur an. Um die Koordination zu fördern kannst du...‘ sind nur einige der Anweisungen, die die Schüler der Jahrgangsstufe 9 der Gesamtschule Greven morgens um kurz nach acht hochmotiviert studieren.

In Kleingruppen von zwei bis drei Schülern, ausgestattet mit einem Trainingsplan und laminierten Stationskarten für jeweils unterschiedliche Geräte, agieren die jungen Menschen konzentriert und souverän auf der Trainingsfläche des Fitnessstudios Impuls. Studioleiterin Silke Göcke freut sich über den Besuch, sieht sie doch im Zusammenhang mit veränderten Lebensgewohnheiten einen deutlichen Trainingsbedarf bei Kindern und Jugendlichen.

„Dank der Stationskarten“, weiß Emma zu berichten, „können wir an den Geräten nichts falsch machen. Und es gibt einen Trainingsplan, der unser Training strukturiert.“ Ciara notiert an einem anderen Gerät: „Acht Durchgänge bei 5 kg Gewicht“ bei Miray. Sie hilft ihr, ihre Übungseinheiten zu protokollieren, und gegenseitig helfen sich die Schülerinnen, auf die richtigen Geräteeinstellungen zu achten.

„Wir müssen technisch sauber arbeiten“, erzählt Tillian und meint damit, dass Trainingsplan und Stationskarten genau eingehalten werden müssen. „Herr Klose“, fährt Philip fort, „führt zum Ende der Unterrichtseinheit ein Gerätekolloquium mit uns durch.“ Dabei geht es u.a. um die Fragen, welche Muskelgruppe vorrangig trainiert wurde und warum das Training für die allgemeine Fitness wichtig ist.

Angesprochen auf Sportunterricht im Fitnessstudio Impuls unterstreicht Ingo Krimphoff, Schulleiter der Gesamtschule, die Kompetenzen, die Klose für die Studioarbeit mitbringt: „In Kooperation mit dem Fachbereich Sport der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster können wir hier ein Fundament legen, dass für die Schüler der Sekundarstufe II ausgebaut werden soll.“ Die Kernlehrpläne des Faches Sport weisen als Ziel des Fitnesstrainings klar den Gesundheitsaspekt aus. Diese Ziele verfolgen aktuell die Krankenkassen, aus diesem Grunde unterstützt das Gesamtschulprojekt die BAHN-BKK.

„Das Thema Gesundheit im Sportunterricht im Focus zu haben bedeutet für mich, “ so Klose, „dass wir mit den Schülern gesundheitspräventiv arbeiten, was uns mit diesem Projekt gelingt. Wir sind froh, Kooperationspartner wie das Fitnessstudio Impuls und die BAHN-BKK gefunden zu haben, die uns dabei unterstützen.“

Schuddebuikjes – Spekulatius im Tetra pack

In den Fremdsprachen gewinnt sie auch in Deutschland zunehmend an Bekanntheit, die didaktische Methode ‚taaldorp‘ aus den Niederlanden. Doch das, was die Fachschaft Niederländisch an der Gesamtschule Greven aus dem ‚Sprachdorf‘ macht, geht deutlich über das Allgemeine hinaus.

So ist die Schule im vergangenen Jahr eine Kooperation mit der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster, konkret mit dem Institut für Niederländische Philologie, eingegangen. Studierende aus Didaktik Seminaren, deren Inhalte für das Masterstudium relevant sind, ahmten Stationen eines niederländischen Dorfes in der Mediothek der Schule nach. Sie schufen für die Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10 Lernarrangements, die sie unter Zuhilfenahme von landestypischen Requisiten ansprechend gestalteten.

Während die niederländisch sprechenden Gäste beispielsweise als Ansprechpartner in der Touristeninformation, als Ober im Cafe oder als Verkäufer im Supermarkt arbeiteten, so besuchten die Schüler hingegen als Touristen das Dorf und begaben sich dort in Gesprächssituationen, die sie auf Niederländisch bewältigen mussten. Für die Studierenden eine Möglichkeit, mit Schülern ins Gespräch zu kommen, die die Universität ihnen so nicht bieten kann. „Ich fand es gut, dass wir mit echten Requisiten, zum Beispiel im Cafe mit Kuchen und Getränken oder beim Informationsstand (VVV) mit echten Flyern arbeiten konnten.“ bewertet Dana das Lernszenario und hebt die Freundlichkeit der Studenten hervor.

Zu Beginn des Gespräches war es je nach Zutrauen möglich, auf unterschiedlichen Niveaustufen zu agieren. Die Schüler bekamen einen ‚paspoort‘, also einen Pass mit persönlichen Aufgaben. Am Ende des Gespräches gab es den ‚paspoort‘ mit einem Feedback zurück. „Es war aufschlussreich für uns,“ merkt Lena an „von den Studenten und nicht nur vom Lehrer bewertet zu werden.“ Und für besonders engagierte Schüler gab es noch ein Band um das Handgelenk. „Damit signalisierten die jungen Menschen,“ weiß Niederländischlehrer Philipp Klumpe, „dass sie auch außerhalb konkreter Gesprächssituationen, gleichsam auf der Straße, bereit sind für ein zuvor nicht geplantes Gespräch.“

Da sich nun beim zweiten Durchgang des taaldorp innerhalb der Schule auch Kollegen für das Sprachdorf-Konzept interessierten, gab es auch für die, die sich ein Bild von der Situation machen wollten, Aufgaben. Als Begleiter, die der niederländischen Sprache nicht mächtig sind, konnten sie die Schüler beispielsweise beauftragen, etwas typisch Niederländisches zu Essen zu kaufen.

„Die Schüler trainieren hierdurch die Kompetenz des Sprachmittelns, welche zu den bislang zu vermittelnden Bereichen ‚Sprechen, ‚Schreiben‘, Lesen‘ und ‚Hören‘ im Kernlehrplan dazugekommen ist,“ weiß die Initiatorin des taaldorp und ehemals Dozentin an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster, Fleur Winter, zu berichten. Zugleich werden spezifische Kulturinhalte transportiert und die ‚Auftraggeber‘ könnten so erfahren, dass Schuddebuikjes, eine streufähige Variante des Spekulatius, gern zu jeder Jahreszeit als Brotbelag zum Frühstück gegessen wird.

„Für mich persönlich war das taaldorp und schon zuvor der Schüleraustausch nach Gouda sehr hilfreich,“ bewertet Nele, so wie Dana und Lena Schülerinnen der Klassen 10, die Lernaktivitäten der Fachschaft, „da sie mir das freie Sprechen in der Fremdsprache erleichtert haben.“ Niederländisch kann in der Oberstufe der Gesamtschule nicht nur weiter fortgesetzt, sondern auch für Einsteiger neu aufgenommen werden.

Frida Grunewald überzeugt mit "Eine Tüte grüner Wind"

Jedes Jahr zu Beginn des Dezembers melden Schulen die besten Vorleser aus ihren Reihen. Auch an der Gesamtschule galt es, aus allen 145 Kindern des 6. Jahrgangs den oder die beste Vorleserin zu finden. Die Klassenbesten lasen jeweils eine Passage aus einem vorbereiteten Buch vor und stellten ihr Buch kurz den Zuhörern und der Jury vor.

Diese musste eine erste Wertung vornehmen. So wurden etwa das Lesetempo und der Ausdruck bewertet. Nach einer kurzen Pause ging es anschließend an das Vorlesen des Fremdtextes. Die Mitglieder der Jury hatten sich für das neueste Werk von Andreas Steinhövel ‚Rico, Oscar und das Schneegestöber‘ entschieden, dessen Geschichte passenderweise zu Weihnachten spielt.

Blitzschnell mussten die jungen Vorleser nun die Stimmung des unbekannten Textes erfassen und in einen guten Vortrag umsetzen. Dies gelang allen gut, umso schwieriger war es für die Jury, einen Sieger zu bestimmen. Schließlich entschied sie sich doch einmütig für Frida Grunewald, auch weil ihr die Freude am Vorlesen deutlich anzumerken war und die Begeisterung für das ausgewählte Buch auf alle Zuhörer übersprang.

Die Schulsiegerin wurde mit einem Buchgeschenk des Fördervereins der Gesamtschule belohnt. Für alle Teilnehmer gab es zudem eine süße Überraschung. Nun gilt es die Daumen für Frida zu halten, wenn sie in der nächsten Runde des Vorlesewettbewerbs die Gesamtschule vertreten wird.

Weihnachtstournee unserer Bläserklassen

Erst die schuleigene Mensa, dann der Sternenzauber in Gimbte und zum Schluss die Eröffnungsveranstaltung des Weihnachtsmärchens im Niederort, das waren die diesjährigen Stationen der Blasorchesters und der Blasorchesterklassen der Gesamtschule Greven, die sie in ihr diesjähriges Winterprogramm aufgenommen hatten.

Sowohl klassische Weihnachtslieder wie ‚Jingle Bells‘, ‚alle Jahre wieder‘ oder ‚Oh du Fröhliche‘, als auch Musical Melodien wie ‚Star Wars‘ oder ‚Pirates oft the Caribbean‘ aber auch Popsongs wie ‚Raise me up‘, ‚Eye of the Tiger‘ oder ‚Thriller‘ von Michael Jackson befanden sich in dem Repertoire der Schüler der Klassen fünf bis acht.

„Unsere drei begleitenden Musiklehrer Kristin Engelhardt, Claudia Sandhop und Ulrich Falk wechselten sich mit dem Dirigieren ab. Ganz gleich, wer vorne stand, “weiß Euphonium Spieler Jeremy aus der 8a zu berichten, „es wurden immer schöne Stücke gespielt und das Publikum war begeistert.“

Waren die Musiker am ersten Tournee Samstag in der Schule noch geschützt vor den Unbilden des Wetters, so waren für die 35 Bläser, die tags darauf bei dem Sternenzauber in Gimbte aufspielten, nicht nur wetterfeste Kleidung und Handschuhe notwendig. Vielmehr waren wegen des Windes Wäscheklammern erforderlich, um so die Noten fixieren zu können.

Quasi Glück hatten alle dann am Freitag bei der Eröffnung des Weihnachtsmärchens in Greven. Der angekündigte Regen blieb aus, kalt war es dennoch.

Der schon zur Eröffnung gut besuchte Markt strahlte nicht nur durch die Feuerschalen einen ganz besonderen Charme aus. Das darin befindliche Feuer war augenscheinlich Magnet für groß und klein zum Aufwärmen, ganz bestimmt aber auch Anlaufstelle für die Kinder mit Stockbrot, mit dem der Förderverein der Gesamtschule Greven zusätzlich zu allerlei Selbsthergestelltem in seinem Stand aufwarten konnte.

Und hat die Bude des Fördervereins, der die Konzertbesucher auch sonst mit Köstlichkeiten verpflegte, auf dem Weihnachtsmarkt schon Tradition, so ist neu in diesem Jahr der Stand der Zehntklässler. Mit dem Abschluss vor Augen und dem Wissen um die Kosten der dazugehörenden Feierlichkeiten hatten sie viel Attraktives ausgestellt, um sich so auf ein gutes Gelingen im kommenden Jahr vorzubereiten.

Aus 10 wurden 45 Mitstreiter - 1. Mitgliederversammlung unserer Auszeit

Und wieder ist ein Meilenstein in der Entwicklung der Auszeit eSG, der Schülergenossenschaft der Gesamtschule Greven, erreicht. Nachdem im März des vergangenen Jahres zur Gründungsversammlung in die Räume der Volksbank eingeladen werden konnte, fand nunmehr die 1. Mitgliederversammlung in der Mediothek der Gesamtschule statt. Neun Punkte umfasste die Tagesordnung und in Punkt II, dem Bericht des Vorstandes, ließ Louisa die Geschichte der jungen Firma Revue passieren.

Interessant ist in diesem Zusammenhang sicherlich, dass die Vorbereitungen zur Genossenschaftsgründung mit nur zehn Schülern aus der Jahrgangsstufe 7 erfolgten und die begleitenden Lehrer, Jörg Klose und Phillip Klumpe, sich ab Sommer 2015 mit verschiedenen Fortbildungen firm machten für ihre neuen Aufgaben.

Die redliche Vorarbeit hat sich offensichtlich gelohnt, kann doch die Auszeit eSG stetigen Erfolg verzeichnen. So erzielten sie bei Wettbewerben erste Preise, sind gefragte Referenten beispielsweise beim Workshop ‚Nachhaltigkeit und Finanzbildung‘ in Hagen zu Beginn diesen Jahres oder konnten im Frühjahr Landtagsabgeordnete für eine Podiumsdiskussion gewinnen. Im Sommer wurde das Fernsehen auf die Schülergenossenschaft aufmerksam und der WDR war einen Tag lang für Dreharbeiten in der Gesamtschule. Im November war die Auszeit eSG Gastgeberin einer landesweiten Fachtagung ‚Erfahrungsaustausch Schulverpflegung‘ und übernahm zwischenzeitlich das Catering bei verschiedenen Veranstaltungen im Marienschulzentrum.

Inzwischen ist der Stab der aktiven Mitarbeiter der Schülerfirma auf 45 angestiegen. Aktuell gibt es 103 Mitglieder bei 210 verkauften Anteilen. Gültigkeit haben genossenschaftliche Prinzipien des demokratischen und nachhaltigen Handelns: jedes Mitglied hat eine Stimme und die Produkte sind ökologisch respektive regional gewählt.

Erfreulich nach einem Jahr war die Feststellung des Jahresabschlusses mit abschließendem Beschluss über die Gewinnverteilung durch Stine und Lars. Betreuende Volksbankmitarbeiterin Veronika Wermelt: „Das letzte Jahr hat wirklich sehr gut gezeigt, dass die Schüler betriebswirtschaftliches Denken und Handeln verinnerlicht haben. Das zeigt unter anderem auch das tolle erwirtschaftete Ergebnis.“ Zentral in diesen Überlegungen ist der Erwerb eines professionellen Kaffeeautomaten, der nach dem Neubau Platz finden soll in einem neuen Schülercafe, das sich vor allem den Oberstufenschülern öffnet.

Bei den anschließenden Wahlen zum Vorstand kamen die Neuntklässler Maxima, Alessia, Ben und Tillian neu hinzu zu den Zehntklässlern Louisa, Lea, Muriel und Fynn, der Aufsichtsrat mit Veronika Wermelt von der Volksbank, Jörg Klose, Philipp Klumpe und Ingo Krimphoff, Schulleiter der Gesamtschule, wurde bestätigt. „Wir als Aufsichtsrat“ merkt Vorsitzender Krimphoff an, „waren im Geschäftsjahr in beratender und überwachender Funktion tätig und konnten uns dabei immer wieder von der Legalität der Handlungen überzeugen. Darüber hinaus wurde der Auszeit eSG bei der betriebswirtschaftlichen Überprüfung durch Herrn Kerger vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband e.V. fehlerfreies Agieren testiert.“

„In dieser 1. Mitgliederversammlung“, resümieren Klumpe und Klose „war deutlich zu spüren, dass wir gemeinsam etwas erreicht haben. Wir sind gut aufeinander eingestimmt und sind eine Gemeinschaft geworden, in der man gern zusammen arbeitet.“ Doch nicht nur das gemeinschaftliche Arbeiten wird in der Schülergenossenschaft großgeschrieben. Die Schüler, die gemäß der Satzung auf Entgelt verzichten, freuen sich deutlich spürbar auf die bevorstehende Weihnachtsfeier, die exklusiv für sie in einem italienischen Restaurant gebucht ist.

Startklar für unsere Oberstufe

Im kommenden Sommer will die Gesamtschule mit einer eigenen Oberstufe an den Start gehen. Ziel: 60 Schüler für die Jahrgangsstufe 11.

Lange wurde vorbereitet, ausgearbeitet und – ja, auch: sondiert. Nun wird es „ernst“. Die Gesamtschule, die bislang Fünft- bis Zehntklässler beschult, will im kommenden Sommer mit den ersten Elftklässlern eine Oberstufe bilden. Heute findet eine Info-Veranstaltung statt, weitere Termine sind bereits fixiert. Vor allem dieser: Start der Oberstufe nach den Sommerferien 2018.

Dass es dazu kommt, daran haben Schulleiter Ingo Krimphoff und seine Stellvertreterin Sandra Rindelhardt keinen Zweifel. „Rein rechtlich st es so, dass wir 42 Anmeldungen benötigen“, sagt Krimphoff. „Eine Zahl, von der wir überzeugt sind, dass das auch aus den eigenen Reihen des ersten Jahrgangs möglich ist.“ An der fünfzügigen Schule sind maximal 100 Oberstufen-Plätze zu besetzen. Vermutlich, so erwartet die Schulleitung, wird man sich irgendwo dazwischen einfinden. „Ich fände es schön wenn wir mit 60 Schülern starten würden. Das wäre fürs erste Jahr ein tolles Ergebnis“, so Krimphoff. Dafür wird natürlich auch um externe Zugänge geworben – vor allem die Anne-Frank-Realschule hat man im Blick. Aber auch wechselwillige Schüler von Gymnasien sowie Emsdettener mit Sek.-2-Perspektive gehören zur Zielgruppe. „Wir glauben schon, dass wir ein sehr attraktives Angebot schaffen können.“

Das umfasst auch ein breit aufgestelltes Kursprogramm. Als Leistungskurse sind Deutsch, Mathe, Englisch, Erdkunde, Sozialwissenschaften und Biologie vorgesehen. Im Grundkursbereich kann man fast alle Fächer anwählen, insbesondere das Fremdsprachenangebot mit Englisch, Niederländisch (fortgeführt und neu einsetzend) und Spanisch (neu einsetzend) sei vielfältig. „Wir gehen davon aus, dass das so zustande kommt“, sagt Sandra Rindelhardt. „Wir haben mit unseren Schülern vor den Sommerferien einen Projekttag Oberstufe gemacht. Danach haben wir sie Probe wählen lassen.“ Dem Ergebnis entsprechend sei das Kursangebot fixiert worden – auf der Basis der kalkulierten 60 Schüler. „Das halten wir auch für realistisch“ sagt Rindelhardt.

Eine Kooperation mit dem Gymnasium, die in einen Sport-Leistungskurs hätten müden sollen, hat sich – zumindest vorerst – zerschlagen. „Das müssen wir leider streichen“, bedauert Sandra Rindelhardt mit Blick auf einen Flyer, in dem das Angebot noch auftaucht. Mehrere Monate Sondierung hätten am Ende nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Gleichwohl, betont Krimp­hoff, werde man weiter mit dem Gymnasium über mögliche Kooperationen sprechen.

Was die personelle und räumliche Ausstattung angeht, fühlt sich die Schule „gut vorbereitet. Circa ein Drittel unseres Kollegiums hat die Lehrbefähigung für die Sekundarstufe 2. Da sind wir im Fächerkanon, den wir abbilden müssen und wollen, gut aufgestellt“, betont der Schulleiter.

Eine wichtige personelle Weichenstellung ist hingegen noch nicht getroffen: Die Stelle des Abteilungsleiters Oberstufe wird (weil es so vorgeschrieben ist) erst besetzt, wenn diese im kommenden Sommer an den Start geht. „Auch die Raumsituation wird sich bis dahin geklärt haben“, prognostiziert Krimphoff. „Der Neubau geht gut voran, die zwölf neuen Räume, die da entstehen, liegen im Plansoll, hat uns die Stadt mitgeteilt, so dass sie uns nach den Osterferien zur Verfügung stehen. Danach kann der Umbau der naturwissenschaftlichen Räume beginnen, so dass wir zum Ende des Jahres 2018 auch ein naturwissenschaftliches Zentrum vorhalten werden.“

Und was ist mit Schülern, die zweifeln? „Jeder Schüler wird engmaschig beraten, so dass uns keiner verloren geht. Das ist uns ganz wichtig, den Schüler mit all den Entscheidungen, die anstehen, nicht allein zu lassen“, sagt Krimphoff. Daher belasse man es nicht bei der Infoveranstaltung. „Wir nehmen jeden Schüler ganz individuell an die Hand und beraten ihn mit seinen Eltern, wie sich seine persönliche Situation darstellt und welche Perspektiven sich daraus entwickeln können.“

Unser erster interkontinentaler Schüleraustausch - mit Peru!

Geplant war es eigentlich anders – ursprünglich sollten die Schüler erst im nächsten Jahr kommen. Doch nun sind sie schon da, die jungen Menschen aus Peru, die im Rahmen des interkontinentalen Austauschprojektes der Schule Deutschland besuchen und für zwei Monate in Greven leben.

„Es ist eine lange Reise gewesen“, wissen die drei Jugendlichen Valeria, 15 Jahre, Sofia,16 Jahre, und Fabrizio, ebenfalls 16 Jahre, zu berichten. Mitte September starteten sie mit ihrer ganzen Klasse und flogen rund 15 Stunden von Lima bis Frankfurt. Von da ging es weiter in den Nordschwarzwald nach Bad Herrenalb in eine Jugendherberge. „Es war mega cool“, erzählt Valeria und „wir haben gemeinsam viel unternommen“, so Fabrizio. „Anschließend waren wir eine Woche in Berlin“, fährt Sofia fort. Am 3. Oktober dann wurden die jungen Peruaner von ihren Grevener Gastfamilien in Osnabrück abgeholt.

Valeria, Fabrizio und Sofia sind Schüler der deutschen Max-Uhle Schule in Arequipa in Südperu. Im Schulprogramm der südamerikanischen Schule ist verankert, dass alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 an einem zweimonatigen Austauschprogramm mit Deutschland teilnehmen. Organisiert wird der Austausch von dem Gastschülerprogramm DJO – Deutsche Jugend in Europa. Der Jugendverband bietet Programme beispielsweise für Schülerinnen und Schüler aus Argentinien, Brasilien, Mexiko, Venezuela, Russland und eben Peru an. Es ist eine schulische Initiative und es geht für die Schüler in erster Linie darum, ihre deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern.

Die Fachschaft Spanisch unter der Leitung von Katharina Zacarias-Föhrding und der Fahrtenkoordinator der Gesamtschule Martin Themann riefen den interkontinentalen Austausch ins Leben und sehen hierin auch über den Unterricht hinaus eine Möglichkeit, die Persönlichkeitsentwicklung durch die Begegnung mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Sprachräumen zu fördern. Unisono erleben die Gasteltern und auch die Schüler Anna, Stine und Steffen, den Austausch als sehr interessant. So berichtet eine Mutter: „Wir erhalten interessante Einblicke in eine andere Kultur, die wir als durchaus bereichernd empfinden.“ Ein Rückbesuch für die Gesamtschüler ist für Ende Juni 2018 geplant, nach Beendigung der zehnten Klasse und zum Übergang in die Oberstufe.

Erneute Auszeichnung beim Wettbewerb " bio-logisch!"

„80% der Bevölkerung atmet nicht mit beiden Nasenlöchern gleichermaßen. Zerstäube Mehl auf einer Tischplatte und lass Testpersonen dicht über dem Mehl stoßweise durch die Nase ausatmen (nicht einatmen!). Stelle deine Beobachtungen grafisch dar und überprüfe mit dem Versuch die oben genannte Feststellung.“ So lautet eine der Basisaufgaben aus dem Schülerwettbewerb ‚bio-logisch!‘, dessen Thema in diesem Jahr „Immer der Nase nach“ war.

Einmal jährlich richtet er sich an Schüler, die über den Unterricht hinaus an biologischen Fragestellungen und Phänomen interessiert sind. Es ist ein Wettbewerb des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Theoretische und experimentelle Aufgaben aus allen Bereichen der Biologie werden zu wechselnden Leitthemen gestellt, in diesem Jahr eben rund um den Themenbereich Nase. Neben Basisaufgaben für alle Jahrgänge der Sekundarstufe I gibt es für die höheren Klassen Aufgaben auf gesteigertem Niveau.

„Die Aufgabe mit dem Mehl gefiel mir am besten“, weiß Amelie zu berichten. „Die Muster im Mehl waren interessant und die computergestützte Auswertung hat Spaß gemacht.“ Lotta ist derselben Meinung. „Mit Hilfe der Prozentrechnung konnten wir unterschiedliche Diagramme erstellen.“

Wohl nicht nur hinsichtlich der Lösungen dieser Aufgabe ist das Koordinatorenteam von ‚bio-logisch!‘ zu dem Ergebnis gekommen, die Leistungen der Gesamtschüler Antonia Eixler und Marie Gille, beide Neuntklässlerinnen und in dem WP NW Kurs von Anika Kosbab, sowie von Finn Wontroba, Amelie Lütjen, Amelie Schulz, Marlon Blondowski, Lennard Wilken und Lotta Tönjann, Achtklässler im WP NW MINT Kurs von Sandra Blumenthal-Balsbering, im Vergleich mit Arbeiten anderer Teilnehmern der gleichen Jahrgangsstufe und Schulform besonders auszuzeichnen.

Die jungen naturwissenschaftlichen Talente wurden eingeladen zu einem regionalen Aktionstag in den Allwetterzoo Münster. Sie durften ‚hinter die Kulissen schauen’, gingen so die Personalwege entlang und konnten u.a. eine Trainingseinheit bei den Robben miterleben. Schon im vergangenen Jahr ging der begehrte Sonderpreis ‚Regionaltag‘ an die Gesamtschule Greven. „Zudem bekamen wir ein Buch mit dem Titel ‚Warum erfrieren Entenfüße nicht?‘“, merkt Antonia an. Der Titel mag angelehnt sein an das Thema des vergangenen Jahres, das ‚Alle meine Entchen‘ lautete. „Ich schaute mir das Buch schon an“, erzählt Finn. „Dort werden viele interessante Besonderheiten erläutert.“

Die begleitende NW Lehrerin Blumenthal-Balsbering und mit ihr Marie zeigten sich beeindruckt von der Futterküche und dem Tiefkühllagerraum: „Es gibt große Tafeln, auf denen zu sehen ist, wie viel Kisten Obst beispielsweise ins Affenhaus kommen. Und die Raubtiere bekommen nur das Fleisch von Pflanzenfressern, also von Ziegen, Schafen, Rindern. Das kleinste Fleisch sind Fruchtfliegen, wohl für Frösche und Amphibien gedacht.“

Zertifikatsverleihung " Wir bewegen Jugend - Jugend bewegt sich"

„Ich bleibe dabei“, sagte Ingo Krimphoff, Schulleiter der Gesamtschule Greven, in seiner Begrüßungsansprache „es ist einfach eine win-win Situation für alle Beteiligten.“ Und damit spricht er das landesweit einmalige Projekt zur Jugendleiterausbildung an, das nun zum zweiten Mal in dem Sommerlager der Schule am Westeroder See verwirklicht wurde.

Mit einer großen Zahl von Beteiligten und Kooperationspartnern, von denen viele zur Zertifikationsverleihung in der vergangenen Woche in der Mediothek der Schule gekommen waren, gelang es, für rund 60 Sechstklässler eine aktive Lagerwoche zu gestalten. Betreut wurden sie von Neuntklässlern, die damit ihre Jugendleiterausbildung beendeten.

Noemi berichtet vom 1. Hilfe Kurs der Malteser in der Schule, wobei ihr nicht nur die Herzdruckmassage besonders gut in Erinnerung geblieben ist, oder aber von den Stunden für die DLRG Bronze Prüfung im Freibad, Kurse, die absolviert werden mussten, um letztendlich mitgenommen zu werden. „Das Lager war richtig gut“, resümiert die Neuntklässlerin. „Es war ein tolles Erlebnis. Ich konnte viele Erfahrungen sammeln und so eine Chance gibt es nicht alle Tage.“ Zum Erwerb des Zertifikates mussten weiterführend u.a. Workshops vorbereitet und geleitet werden. „Die Vorbereitung des Abendprogramms, also für mich des Disco Abends, hat noch mal besonders viel Spaß gemacht.“

Den Schülern wiederum standen Studierende der Sportwissenschaften zur Seite, die dadurch nicht nur das aktuell neue Zertifikat ‚Betreuer für Kinder- und Jugendfahrten‘ erwarben, sondern zudem noch für das Studium wichtige Qualifikationen erlangen konnten. Unterstützung erfuhren alle durch viele lokale Sportvereine. Ohne das Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher würde ein derart großes Lager wohl nicht praktikabel sein.

Ben, wie Noemi Schüler der 9e, war in der Lagerleitung tätig. Er war ausgewiesener Ansprechpartner für die Kinder und auch einer derjenigen, die morgens die Ansprache hielten und darin den Tagesablauf erläuterten. „Ich würde gerne noch einmal mit ins Lager fahren“, sagt er. „In zwei Jahren vielleicht, wenn ich in der Oberstufe bin. Dann kann ich das Zertifikat ‚Kinder- und Jugendfahrten‘ erwerben, so wie die Studierenden jetzt.“

Und ihre jeweiligen Zertifikate wurden den Studierenden ebenso wie den Schülerinnen und Schülern humorvoll überreicht durch Stefan Kipp, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des Kreissportbundes Steinfurt (KSB).

Der KSB bedankte sich in diesem Zusammenhang für die gute Kooperation mit der Gesamtschule Greven, maßgeblich vertreten durch den Sportlehrer Jörg Klose und Kollege Martin Themann, sowie dem vom Dozenten Andreas Klose vertretenen Fachbereich Sport der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster.

Alles andere als "Käse" - Unser Schüleraustausch mit Gouda

‚De Goudse Waarden‘ heißt die Schule in der niederländischen Stadt Gouda, die nunmehr seit zwei Jahren Partnerschule der Gesamtschule Greven ist. Sie ist im internationalen Austauschprogramm fest verankert und die Neuntklässler des Wahlpflichtfaches Niederländisch machten sich Ende September auf, sie zu besuchen.

„Anders als im vergangenen Jahr, wo wir von Montag bis Sonntag unterwegs waren“, weiß Philipp Klumpe zu berichten, „starteten wir diesmal am Mittwoch. So hatten wir schwerpunktmäßig drei Blöcke: Donnerstag und Freitag waren die Schüler mit ihren Partnern in der Schule, am Wochenende in den Familien und der Montag war für eine Fahrt nach Amsterdam eingeplant.“

Doch auch die Schultage, in denen die Grevener u.a. in verschiedenen Deutschgruppen gern als Experten im Sprechunterricht gesehen wurden, waren nicht nur durch den allgemeinen Schulalltag geprägt. So gab es am Donnerstagnachmittag eine Stadtralley durch Gouda. Anschließend stand ein besonderes Highlight auf dem Programm. Die jungen Menschen konnten nicht nur eine Stroopwafelbäckerei besichtigen, sondern darüber hinaus diese Besonderheit auch selber backen. „Die Stroopwafels‘ sind eine Spezialität aus Gouda und total lecker!“ sagt Lena aus der neunten Klasse. Längs durgeschnitten kommt eine Füllung in die Waffel, deren Herstellung einem streng gehüteten Geheimrezept unterliegt.

Zuzüglich zu dem regulären Unterricht stand am Freitag ein zweistündiges Fotoprojekt auf dem Stundenplan. Die Idee war, die Schule aus dem Blick der deutschen Schüler zu fotografieren mit dem Ziel, für den Nachfolgekurs an der Gesamtschule Poster zu erstellen. Die Fotos zeigen das niederländische Schulsystem für Daheimgebliebene. Pauline: „Es war sehr interessant, die Unterschiede zwischen unserer deutschen Schule und der niederländischen Schule kennenzulernen.“ Und Ina ergänzt: „Die Schule ist echt modern, die Schülerinnen und Schüler arbeiten fast nur noch mit digitalen Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien. Eine Tatsache, die schon die Austauschschüler des vergangenen Jahres stark beeindruckte.

Beeindruckt zeigten sich die Austauschschüler auch von ihren Partnern und Gastfamilien. Ronja und Naomi berichten von freundlichen und fürsorglichen Eltern. Sie fühlten sich in den Familien sehr wohl und Antonia sagt: „Meine Partnerin Nina war wie eine Schwester für mich.“ Allen hat das Wochenende in den Familien sehr gut gefallen und ganz besondere Momente erlebten u. a. Ciara: „Wir waren gemeinsam in Den Haag, Scheveningen, am Strand.“, Carina: „Ich war am Wochenende segeln“ und Genrieh: „Das Wochenende war toll. Ich war mit meinem Partner Segelfliegen.“

Im Ranking der guten Erlebnisse stand aber auch die Fahrt nach Amsterdam ganz oben. So Jonas: „Amsterdam war super.“ Spontan hatte die niederländische Austauschschule noch einen Zuschuss zu ihrem Programm erhalten, sodass beispielsweise die Bootstour komplett über die Ampstel führen konnte. Joelle: „Die Fahrt durch die Grachten war cool. Wir haben vom Boot aus das Anne Frank Haus gesehen. Und wir hatten im Anschluss genug Freizeit, um die Stadt und die Shoppingmöglichkeiten zu entdecken.“

Trommeln mit afrikanischem Musikprofessor

Wundersame Klänge waren in der Gesamtschule Greven zu hören, dazu Schülerstimmen, die rhythmisch ‚Kafa Koto Ba Alaba‘ sangen. Das konnte nur eins bedeuten – Morphius Eurapson-Quaye war wieder da, um mit Kindern der Jahrgangsstufe sechs zu singen und zu trommeln. Der inzwischen 68-jährige Musikprofessor im Ruhestand war 2013 das erste Mal an der Gesamtschule Greven und lehrte zuvor in Winneba/Ghana westafrikanische Musik. Schon seit vielen Jahren kommt er immer wieder zu Besuch nach Deutschland, um in Form von Workshops in erster Linie Unterricht im Trommeln zu erteilen. Mit dem Entgelt gründete er in privater Initiative das ‚Centre for Talent Expression‘, ein Ausbildungszentrum für junge Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keine Schule besuchen konnten bzw. ohne Ausbildung sind. Denn in Ghana ist jegliche Ausbildung – von der Grundschule bis zur Universität – kostenpflichtig.

„Ich kenne Morphius seit 13 Jahren und freue mich immer wieder, wie er die Schülerinnen und Schüler zu begeistern weiß. Seine Idee, ein Ausbildungszentrum zu gründen, kenne ich von der ersten Minute und finde beachtlich, mit welcher Hingabe und Ausdauer und auch mit welchem Erfolg er sich für sein Ausbildungszentrum einsetzt“, berichtete die Musiklehrerin und Initiatorin des Musikprojekts Claudia Sandhop.

Und waren es auch für europäische Ohren zunächst fremd anmutende Klänge, so gelang es dem Professor, der ausschließlich Englisch sprach, doch mehr und mehr, die Kinder mitzunehmen nach Afrika. „We‘re still in Africa“ ließ Morphius des Öfteren einfließen und wies dabei auf sein Herz: Im Moment zumindest, so sagte er dabei, sei dieses unser bester Freund. Mit viel Fingerspitzengefühl, Witz, Authentizität und Ausdrucksstärke überzeugte er und lockte auch die letzten Kinder aus ihrer Reserve. Hoch konzentriert und voller Energie ließen sie sich über das Klingeln hinaus mitnehmen in die faszinierende Welt westafrikanischen Musik.

In 3D drucken - unsere 9er beim MINT-Workshop des zdi

„Ich habe mich für diesen Kurs im Rahmen der Projektwoche unserer Schule entschieden, weil mich der 3D-Druck interessiert“, zeigt sich Laura, Schülerin der neunten Klasse der Gesamtschule in Greven, begeistert. Auf einem Online-Videoportal hatte sie bereits mehrere Videos zum Thema angesehen, und es reifte der Wunsch, 3D-Druck selbst auszuprobieren. Überhaupt fasziniere sie Technik, daher habe sie es auch als Schulfach gewählt.

Wie funktioniert ein 3D-Drucker, und was kann ich damit drucken? So lautete der Titel des Workshops am zdi-Zentrum in den Technischen Schulen in Steinfurt. Die teilnehmenden Schüler erhielten zunächst eine Kurzeinweisung in den 3D-Druck und seine Möglichkeiten sowie in ein CAD-Zeichnungsprogramm. Anschließend konnten sie selbstständig kleinere Bauteile im System erstellen. Sie generierten mit einem ergänzenden Computerprogramm 3D-Druck-Modelle und den Quellcode für den 3D-Drucker. Danach druckten sie ihre erstellten Bauteile, die sie mit nach Hause nehmen durften.

Projektleiter Ralf Borges ist sehr zufrieden: „Die Schülerinnen und Schüler sahen den MINT-Workshop sehr positiv. Sie haben sich von der 3D-Druck Technologie begeistern lassen und tolle Produkte in Form von Schlüsselanhängern erstellt. Das Arbeiten mit einer CAD-Software machte ihnen dabei großen Spaß. Der Funke für moderne Technik ist an diesem Tag auf unsere jungen Besucher übergesprungen.“

Zum Thema Umwelt reisten die Jugendlichen zum Campus Steinfurt der FH Münster weiter. Am Fachbereich Energie-Gebäude-Umwelt hatten sie die Möglichkeit, erste Einblicke in die Arbeitswelt von Umweltingenieuren zu erhalten: Die Schüler durften Elektromobilität „erfahren“, indem sie die Elektrofahrräder des e-Mobilitätszentrum ausprobierten. „Der Tag heute war total spannend“, lautete die einhellige Meinung der teilnehmenden Jugendlichen.

Das zdi-Zentrum ermöglicht den Schulen im Rahmen der MINT-Werkstatt erste Einblicke in die Berufswelt. Durch praxisnahe Workshops wird ihnen vermittelt, wie sich die Technik in den Arbeitsalltag der einzelnen Berufsbilder einfügt.

Projekt "Kennenlernen und Vertrauen aufbauen" für die neuen 5er

Wie schaffen wir es, dass neue Klassen schnell zu Regeln und Absprachen über ihr tägliches Miteinander-Lernen und -Leben gelangen? Vor diese Herausforderung gestellt, entwickelte die Gesamtschule Greven gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Greven bereits vor einigen Jahren ein Konzept, welches auch in diesem Jahr wieder alle neuen Fünftklässler der Schule durchlaufen haben.

Jede Klasse erlebte einen Tag bei „Draußenzeit“ in Hembergen. Mit dem Fahrrad ging es von der Schule aus zum Natur-Gelände, wo bereits ein Lagerfeuer und ein großes Tipi auf die Kinder und ihre Klassenlehrer warteten. Im Verlauf des Tages wurden die Kinder vor verschiedene Aufgaben gestellt, so galt es zum Beispiel, ein Feuer zu machen ohne ein Streichholz oder ein Feuerzeug zu benutzen.

Die neue Gruppe konnte sich in verschiedensten Spielen kennenlernen und erste Erfahrungen miteinander sammeln. Mittags gab es von Eltern gespendete Salate und Grillwürstchen von der Schülerfirma.

Dominik Schlummer von Draußenzeit, Naturerlebnispädagoge, schilderte seine Eindrücke: „Vieles, was die Kinder hier lernen, erleichtert ihren Start in der neuen Schule: Aufgaben in der Gruppe angehen, sich absprechen und einander vertrauen.“ Die Gesamtschule freut sich sehr, dass für dieses bewährte Projekt wieder die Volksbank Greven und der Förderverein der Gesamtschule als Unterstützer gewonnen werden konnten.

Einen zweiten Tag verbrachten die Schüler im Kulturzentrum GBS. Dort warteten Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtungen, die mit jeder Klasse auf spielerische Weise Kompetenzen wie Vertrauen, Disziplin und respektvolles Miteinander vertieften. Dieser Klassenfindungstag bildet lediglich den Auftakt – werden doch die Jugendlichen in den ersten zwei Jahren ihrer Schulzeit an der Gesamtschule wöchentlich begleitet und durchlaufen somit ein schulbegleitendes Sozialkompetenztraining. Die Projektkoordinatorin Claudia Termöllen-Gausling stellt deutlich heraus, dass das Grevener Jugendamt hierbei bewusst auf Prävention setzt.

Preise abräumen beim Bundeswettbewerb Finanzen in Berlin

Zuhause im Zimmer aufhängen? Oder irgendwo an gut sichtbarer Stelle in der Schule? Kommt nicht in Frage – viel zu peinlich. Die Mädels schütteln den Kopf. Da gibt es offenbar keine zwei Meinungen. Folge: Die beiden Poster mit den überlebensgroßen Konterfeis darauf wandern wohl in die Schublade, vorerst zumindest.

Dabei haben Hannah Pawlowska und Lara Steltenkamp keinen Grund, sich zu verstecken. Im Gegenteil: Sie haben am Bundeswettbewerb Finanzen teilgenommen und dort vordere Plätze abgeräumt. Als Fünferteam war die Mädchen-Gruppe aus der damaligen 7a (betreut von Klassenlehrerin Kristin Engelhardt) nach Berlin eingeladen worden – allein das schon ein großer Erfolg. Die virtuelle Planung einer Klassenfahrt war so gut gelungen, dass die Gruppe – neben Hannah und Lara auch Amira Arabi, Ina Kölker und Kristin Schulze Höping Pellengahr – zum Bundesfinale durfte. Dort nahmen sie (jeweils mit anderen Schülern zu neuen Gruppen formiert) an einem Wirtschaftsspiel teil. Ziel: die Vermarktung von Snow- und Wakeboards.„Wir sollten ein neues Board designen, das eine Individualität besitzt“, beschreiben die Schülerinnen den Auftrag. „Zwar ist alles gut gelaufen, dennoch waren wir froh, als wir die Präsentation hinter uns hatten.“

Nebenbei bot die dreitägige Reise auch Gelegenheit für Sightseeing in der Hauptstadt. „In diesen drei Tagen haben wir eine Menge gelernt, was wir für unser weiteres Leben nutzen können“, resümiert das Quintett. Hannah Pawlowska holte mit ihrem Team den zweiten Platz, was ihr 125 Euro Taschengeld sowie einen Zuschuss in gleicher Höhe für die Klassenkasse einbrachte. Lara Steltenkamp sahnte für ihren dritten Platz zweimal 75 Euro ab.

Katrin Gerleigner und Christof Fraunhofer von der Stiftung „My Finance Coach“ waren nun eigens aus München in die Gesamtschule gekommen, um die Schule auszuzeichnen, die derart erfolgreiche Teilnehmerinnen auf die Reise geschickt hatte. Eine „super Leistung“ nannte Schulleiter Ingo Krimphoff das Abschneiden der jetzigen Achtklässlerinnen. „Da sind wir richtig stolz drauf. Ihr habt den Namen der Schule bundesweit bekannt gemacht. Ihr seid damit ganz positive Botschafter für die Schule, aber auch für die Stadt Greven.“ Gerleigner und Fraunhofer überreichten eine gerahmte Urkunde, die sicher einen passenden Platz in der Schule finden wird. Zudem gab es für Hannah und Lara jeweils das erwähnte große Wettbewerbs-Poster mit dem eigenen Foto drauf.

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb: Die Stiftungs-Vertreter waren auch nach Greven gekommen, um weitere Schüler für eine Teilnahme zu motivieren. Bis Ende Februar können Schüler ein Projekt einreichen. Die Aufgabenstellung dieses Mal: mit einem fiktiven Budget von 500 Euro eine nutzbringende Veränderung an der eigenen Schule planen. Neu ist: Per Online-Voting wird darüber entschieden, welche Idee tatsächlich umgesetzt wird. Dafür müssen die Schüler ihr Projekt mit einem Video vorstellen. Unabhängig davon werden erneut die Schüler mit den besten Projekt-Beiträgen zum Bundesfinale nach Berlin eingeladen. Die Stiftung „My Finance Coach“ hat sich die ökonomische Grundbildung auf die Fahne geschrieben. Ziel ist es, Interesse für wirtschaftliche Zusammenhänge zu wecken und zu fördern. Die Stiftung wird von zahlreichen Unternehmen und Verbänden getragen.

Sommerlager Klasse 6 - unser Vorzeigeprojekt am Westeroder See

Ein Jahr lang hätten andere Schulen Zeit gehabt, das Modell zu kopieren. Aber nichts da. Nach wie vor sei das Projekt Sommerlager der Gesamtschule „einzigartig in NRW“, sagt Ingo Krimphoff, Leiter der Gesamtschule. Er war am Freitag zum Campingplatz Westheide geeilt, um mit den Kooperationspartnern eine durchweg positive Bilanz zu ziehen.

Zum Hintergrund: Im Zuge des Sommerlagers verbringen zwei sechste Klassen (56 Schüler) eine Woche am Westeroder See, angeleitet von rund 20 angehenden Jugendleitern aus der neunten Klasse sowie Vertretern von Sportvereinen und Jugendverbänden, die dabei wiederum wissenschaftlich begleitet werden von 17 Sportstudenten der Uni Münster. Warum das alles? Weil alle profitieren. Win-Win-Win . . .

Während also andere Sechser vergangene Woche Rheine oder Osnabrück unsicher machten, campten die Mitschüler aus der Stufe in Westerode – bei nicht gerade sommerlichen Bedingungen. Flexibles Umplanen von Freiluft-Angeboten war nötig. Dass erstmals ein regenfestes Zirkuszelt zur Verfügung stand, half sehr.

„Die Woche fußt auf drei Bausteinen: Gesunde Ernährung, 10 000 Schritte am Tag und Entspannung“, erklärt Sport-Dozent Andreas Klose (Uni Münster). Sein Bruder Jörg Klose unterrichtet an der Gesamtschule und hat das Projekt initiiert. Die Schüler in Bewegung zu bringen, fiel augenscheinlich leicht. Die Vorgabe von 10 000 Schritten am Tag erfüllte jeder einzelne Teilnehmer. „Hier geht es nicht um Hochleistungssport, sondern um ganz normale Bewegung“, sagt Andreas Klose. Jörg Klose betont, dass Obst und Gemüse – zentraler Bestandteil des täglichen Speiseplanes – von umliegenden Bauern stamme.

„Das ganze Projekt funktioniert nur deshalb so gut, weil so viele Leute beteiligt sind – darunter viele Profis.“ Nicht nur Krimphoff hofft auf einen nachhaltigen Effekt, darauf, dass die Schüler die Lagererfahrungen nach Hause tragen und fortsetzen.

Anregungen gab es reichlich – zum Beispiel in Form bewegter Angebote: Kanu fahren, Frisbee, Floß-Bau, Zirkus-Workshop (mit dem „Circus Chabernaq“) und mehr. Auch Fingerspiele waren im Angebot: gut für die Feinmotorik und um handyfreie Zeiten sinnvoll zu nutzen (Smartphones waren tabu). „Hier geschieht Persönlichkeitsbildung durch und durch“, ist Julian Lagemann (Kreissportjugend) vor allem vom Engagement der Schüler begeistert. Er selbst ist Lehramtsstudent. „Eine Woche fokussiert mit Kindern arbeiten – das kann die Uni nicht bieten“, benennt er den praktischen Nutzen für die Studierenden. „Jeder hat etwas von diesem Lager. Jeder nimmt etwas mit.“