Gesamtschule Greven

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Von Starwars über Spanisch zu den Schulsanitätern - unser TdoT

Mit der Filmmelodie ‚Star Wars‘, stimmungsvoll interpretiert durch das Schulorchester, und einer tollen Darbietung der Turnerinnen und Turner der Klassen 5-8 eröffnete am vergangenen Sonntag die Gesamtschule Greven ihren gut besuchten „Tag der offenen Tür“ in der Rönnehalle.

„Erleben Sie heute mit uns Facetten unseres täglichen Handelns“, lud Schulleiter Ingo Krimphoff die Kinder, Eltern und alle Anwesenden zu einem vielfältigen und bunten Programm ein. Der Didaktische Leiter Roland Hericks hatte gemeinsam mit dem Kollegium zu den Aspekten ‚Erfolgreiche Entwicklung‘ und ‚Gewinnbringende Vielfalt‘ des Leitbildes der Gesamtschule einen erlebnisreichen Rundgang zusammengestellt. Insgesamt 22 Stationen gab es zu durchlaufen.

‚Auf dem Tisch stehen zwei Stimmgabeln, die auf den Kammerton a gestimmt sind (440 Schwingungen pro Sekunde). Wenn du beide anschlägst, wird der Ton lauter. Soweit nichts Besonderes. Wenn du aber eine Stimmgabel etwa 20s mit der Hand erwärmst und dann beide anschlägst, hörst du einen Sirenenton. Probier es aus!‘ Dieser Versuch aus den Naturwissenschaften war nur eine der Mitmachaktionen, denen sich die Kinder den Nachmittag über widmen konnten.

Tätig werden konnten sie bei den Sprachen Spanisch und Niederländisch, die ab Klasse sechs gewählt werden können, und Einblicke konnten sie in das Fach Latein erhalten, das in der Schullaufbahn als zweite oder dritte Fremdsprache angewählt werden kann. Im Computerraum wurde intensiv an Laptops gearbeitet, das Lernbüro präsentierte sich und die Kinder konnten kooperative Lernformen wie das Lerntempoduett oder die Schreibkonferenz ausprobieren.

Die Kinder und Eltern hatten die Chance, sich in der Technik zu erproben und den Vorträgen des Forder- und Förderprojekts FFP in den Bann ziehen zu lassen.

Sie waren staunende Zuschauer beim Schwarzlichttheater der Kurse Darstellen und Gestalten, besuchten die Förderinsel, lösten Wettbewerbsaufgaben bei NW MINT und waren aktiv bei Aktionen des Pädagogik- Unterrichts ‚Sozial Genial‘ und dem Sozialkompetenztraining. In der ersten Reihe saßen sie bei der Premiere der Blasorchesterklasse Jahrgang fünf und verfolgten gebannt den Endausscheid beim Mausefallen-Rennauto-Weitfahren, in dem sich letztendlich das Team ‚Teletubbies‘ durchsetzte.

Die Viertklässler nähten und bastelten, waren künstlerisch aktiv, erkundeten das Fach Hauswirtschaft und folgten fasziniert der Show der Zirkus-AG. In der Mensa versorgte der Förderverein die Gäste mit ihrem kulinarischen Angebot.

Unter dem Leitsatz „Gewinnbringende Vielfalt“ stellte sich die Schülergenossenschaft und das landesweit einzigartige Projekt ‚Sommerlager‘ mit den Möglichkeiten der Jugendleiterprüfung vor, ebenso die Projekte zum Erwachsenwerden und einer erfolgreichen Berufsorientierung. Thema waren auch die Schulsanitäter und Schülerlotsen, die sich ihre Aktionsfläche mit den Maltesern teilten und die OMA, dem offenen Mittagsangebot in der Pausenhalle. Die vielen Mitmachaktionen, Präsentationen und das gemeinsame Gespräch von Kindern, Eltern und Lehrern, sorgten für einen sehr gelungenen und interessanten Nachmittag.

Schulwettbewerb "Mäusefallenauto"

Endausscheid an unserem TdoT am 28.01.18

„Es war schon ganz schön viel Arbeit“, weiß Neuntklässlerin Antonia, Teampartnerin von Tina, Jan und Lucien zu berichten, ohne dabei die mitschwingende Begeisterung in ihrer Stimme verbergen zu können. „Wir trafen uns außerhalb der Schule nachmittags bei einer Freundin und wählten für unser Auto dünnes Holz. Für die Räder nutzten wir Korkuntersetzer, die die Mutter einer Freundin für uns holte. Da die Untersetzer sehr dünn sind, klebten wir für die Stabilität zwei aufeinander.“ Insidern ist klar, dass bei Antonias Ausführungen nur die Rede sein kann von dem internen Jahrgangsstufenwettbewerb im Mausefallenauto Weitfahren.

„Am Anfang der Jahrgangsstufe 9 dreht sich alles um das Konzept Energie. Zunächst befassen sich die Schüler mit dem Hookeschen Gesetz und der Spannenergie. Mit den Mausefallen werden Energiespeicherung und -umwandlung wunderbar verdeutlicht. Gleichzeitig müssen aber auch Kraftübertragung, Schwerpunkt und Reibung beachtet werden. Der Wettbewerb eröffnet also die Physik sehr handlungsorientiert“, so die Physiklehrer Hermann Stubbe und Kai Finke.

„Als Rennbahn nutzten wir den Flur vor dem Physikraum. Herr Stubbe“, erläutert Antonia das methodische Vorgehen, „zeichnete eine Startlinie ein und legte ein Maßband an die Strecke. Mit einem Stab konnte er exakt die Weiten abmessen.“

„Der Rekord liegt im Moment bei 12,5 m“, weiß Finke zu berichten und eine Distanz von mehr als 10 m kann sich das Team Alessia, Carina und Lea auf ihre Fahnen schreiben. „Wir dachten darüber nach, was leicht ist und wählten für unser Auto zwei Schallplatten als Räder. Die Mausefalle befestigten wir an einer Stange.“ sagt Alessia und fügt hinzu: „Wir haben für unser Auto die Note 1 bekommen!“ Dieselbe Idee verfolgte aus der Parallelklasse das Team ‚teletubbies‘.

„Man braucht ein Grundkonzept“ erläutert Manuel, der mit seinen Teamkollegen Alex, Christopher, Okan und Marcel für die Karosserie Pappe und aus Lego Spielzeugräder installierte. Der Bau an sich, für den auch der Technikbereich der Schule genutzt werden kann, ist dann gar nicht mehr so schwierig, ist sich das Team einig.

Der Endausscheid findet in der Gesamtschule am Tag der offenen Tür am Sonntag, 28.01.18, im Anschluss an die offizielle Eröffnung in dem Bereich der Naturwissenschaften statt. Zukünftig sollen die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Informatikkurs computergestützt ausgewertet werden. Aber, soviel kann schon mal verraten werden: Dem Siegerteam im Jahrgangsendausscheid im Mausefallenauto Weitfahren winkt ein attraktiver Preis.

Gesundheitsorientiertes Krafttraining im Fitnessstudio

Kooperationen im Sportunterricht mit der BAHN-BKK, Fitnessstudio Impuls und der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster

‚Führe durch den Druck der Füße gegen die Fußplatte den Schlitten nach hinten. Drücke in der Endstellung die Knie bis zur Nullstellung (!) durch. Ziehe gleichzeitig die Fußspitzen an und spanne die Oberschenkelmuskulatur an. Um die Koordination zu fördern kannst du...‘ sind nur einige der Anweisungen, die die Schüler der Jahrgangsstufe 9 der Gesamtschule Greven morgens um kurz nach acht hochmotiviert studieren.

In Kleingruppen von zwei bis drei Schülern, ausgestattet mit einem Trainingsplan und laminierten Stationskarten für jeweils unterschiedliche Geräte, agieren die jungen Menschen konzentriert und souverän auf der Trainingsfläche des Fitnessstudios Impuls. Studioleiterin Silke Göcke freut sich über den Besuch, sieht sie doch im Zusammenhang mit veränderten Lebensgewohnheiten einen deutlichen Trainingsbedarf bei Kindern und Jugendlichen.

„Dank der Stationskarten“, weiß Emma zu berichten, „können wir an den Geräten nichts falsch machen. Und es gibt einen Trainingsplan, der unser Training strukturiert.“ Ciara notiert an einem anderen Gerät: „Acht Durchgänge bei 5 kg Gewicht“ bei Miray. Sie hilft ihr, ihre Übungseinheiten zu protokollieren, und gegenseitig helfen sich die Schülerinnen, auf die richtigen Geräteeinstellungen zu achten.

„Wir müssen technisch sauber arbeiten“, erzählt Tillian und meint damit, dass Trainingsplan und Stationskarten genau eingehalten werden müssen. „Herr Klose“, fährt Philip fort, „führt zum Ende der Unterrichtseinheit ein Gerätekolloquium mit uns durch.“ Dabei geht es u.a. um die Fragen, welche Muskelgruppe vorrangig trainiert wurde und warum das Training für die allgemeine Fitness wichtig ist.

Angesprochen auf Sportunterricht im Fitnessstudio Impuls unterstreicht Ingo Krimphoff, Schulleiter der Gesamtschule, die Kompetenzen, die Klose für die Studioarbeit mitbringt: „In Kooperation mit dem Fachbereich Sport der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster können wir hier ein Fundament legen, dass für die Schüler der Sekundarstufe II ausgebaut werden soll.“ Die Kernlehrpläne des Faches Sport weisen als Ziel des Fitnesstrainings klar den Gesundheitsaspekt aus. Diese Ziele verfolgen aktuell die Krankenkassen, aus diesem Grunde unterstützt das Gesamtschulprojekt die BAHN-BKK.

„Das Thema Gesundheit im Sportunterricht im Focus zu haben bedeutet für mich, “ so Klose, „dass wir mit den Schülern gesundheitspräventiv arbeiten, was uns mit diesem Projekt gelingt. Wir sind froh, Kooperationspartner wie das Fitnessstudio Impuls und die BAHN-BKK gefunden zu haben, die uns dabei unterstützen.“

Schuddebuikjes – Spekulatius im Tetra pack

In den Fremdsprachen gewinnt sie auch in Deutschland zunehmend an Bekanntheit, die didaktische Methode ‚taaldorp‘ aus den Niederlanden. Doch das, was die Fachschaft Niederländisch an der Gesamtschule Greven aus dem ‚Sprachdorf‘ macht, geht deutlich über das Allgemeine hinaus.

So ist die Schule im vergangenen Jahr eine Kooperation mit der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster, konkret mit dem Institut für Niederländische Philologie, eingegangen. Studierende aus Didaktik Seminaren, deren Inhalte für das Masterstudium relevant sind, ahmten Stationen eines niederländischen Dorfes in der Mediothek der Schule nach. Sie schufen für die Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10 Lernarrangements, die sie unter Zuhilfenahme von landestypischen Requisiten ansprechend gestalteten.

Während die niederländisch sprechenden Gäste beispielsweise als Ansprechpartner in der Touristeninformation, als Ober im Cafe oder als Verkäufer im Supermarkt arbeiteten, so besuchten die Schüler hingegen als Touristen das Dorf und begaben sich dort in Gesprächssituationen, die sie auf Niederländisch bewältigen mussten. Für die Studierenden eine Möglichkeit, mit Schülern ins Gespräch zu kommen, die die Universität ihnen so nicht bieten kann. „Ich fand es gut, dass wir mit echten Requisiten, zum Beispiel im Cafe mit Kuchen und Getränken oder beim Informationsstand (VVV) mit echten Flyern arbeiten konnten.“ bewertet Dana das Lernszenario und hebt die Freundlichkeit der Studenten hervor.

Zu Beginn des Gespräches war es je nach Zutrauen möglich, auf unterschiedlichen Niveaustufen zu agieren. Die Schüler bekamen einen ‚paspoort‘, also einen Pass mit persönlichen Aufgaben. Am Ende des Gespräches gab es den ‚paspoort‘ mit einem Feedback zurück. „Es war aufschlussreich für uns,“ merkt Lena an „von den Studenten und nicht nur vom Lehrer bewertet zu werden.“ Und für besonders engagierte Schüler gab es noch ein Band um das Handgelenk. „Damit signalisierten die jungen Menschen,“ weiß Niederländischlehrer Philipp Klumpe, „dass sie auch außerhalb konkreter Gesprächssituationen, gleichsam auf der Straße, bereit sind für ein zuvor nicht geplantes Gespräch.“

Da sich nun beim zweiten Durchgang des taaldorp innerhalb der Schule auch Kollegen für das Sprachdorf-Konzept interessierten, gab es auch für die, die sich ein Bild von der Situation machen wollten, Aufgaben. Als Begleiter, die der niederländischen Sprache nicht mächtig sind, konnten sie die Schüler beispielsweise beauftragen, etwas typisch Niederländisches zu Essen zu kaufen.

„Die Schüler trainieren hierdurch die Kompetenz des Sprachmittelns, welche zu den bislang zu vermittelnden Bereichen ‚Sprechen, ‚Schreiben‘, Lesen‘ und ‚Hören‘ im Kernlehrplan dazugekommen ist,“ weiß die Initiatorin des taaldorp und ehemals Dozentin an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster, Fleur Winter, zu berichten. Zugleich werden spezifische Kulturinhalte transportiert und die ‚Auftraggeber‘ könnten so erfahren, dass Schuddebuikjes, eine streufähige Variante des Spekulatius, gern zu jeder Jahreszeit als Brotbelag zum Frühstück gegessen wird.

„Für mich persönlich war das taaldorp und schon zuvor der Schüleraustausch nach Gouda sehr hilfreich,“ bewertet Nele, so wie Dana und Lena Schülerinnen der Klassen 10, die Lernaktivitäten der Fachschaft, „da sie mir das freie Sprechen in der Fremdsprache erleichtert haben.“ Niederländisch kann in der Oberstufe der Gesamtschule nicht nur weiter fortgesetzt, sondern auch für Einsteiger neu aufgenommen werden.

Frida Grunewald überzeugt mit "Eine Tüte grüner Wind"

Jedes Jahr zu Beginn des Dezembers melden Schulen die besten Vorleser aus ihren Reihen. Auch an der Gesamtschule galt es, aus allen 145 Kindern des 6. Jahrgangs den oder die beste Vorleserin zu finden. Die Klassenbesten lasen jeweils eine Passage aus einem vorbereiteten Buch vor und stellten ihr Buch kurz den Zuhörern und der Jury vor.

Diese musste eine erste Wertung vornehmen. So wurden etwa das Lesetempo und der Ausdruck bewertet. Nach einer kurzen Pause ging es anschließend an das Vorlesen des Fremdtextes. Die Mitglieder der Jury hatten sich für das neueste Werk von Andreas Steinhövel ‚Rico, Oscar und das Schneegestöber‘ entschieden, dessen Geschichte passenderweise zu Weihnachten spielt.

Blitzschnell mussten die jungen Vorleser nun die Stimmung des unbekannten Textes erfassen und in einen guten Vortrag umsetzen. Dies gelang allen gut, umso schwieriger war es für die Jury, einen Sieger zu bestimmen. Schließlich entschied sie sich doch einmütig für Frida Grunewald, auch weil ihr die Freude am Vorlesen deutlich anzumerken war und die Begeisterung für das ausgewählte Buch auf alle Zuhörer übersprang.

Die Schulsiegerin wurde mit einem Buchgeschenk des Fördervereins der Gesamtschule belohnt. Für alle Teilnehmer gab es zudem eine süße Überraschung. Nun gilt es die Daumen für Frida zu halten, wenn sie in der nächsten Runde des Vorlesewettbewerbs die Gesamtschule vertreten wird.

Weihnachtstournee unserer Bläserklassen

Erst die schuleigene Mensa, dann der Sternenzauber in Gimbte und zum Schluss die Eröffnungsveranstaltung des Weihnachtsmärchens im Niederort, das waren die diesjährigen Stationen der Blasorchesters und der Blasorchesterklassen der Gesamtschule Greven, die sie in ihr diesjähriges Winterprogramm aufgenommen hatten.

Sowohl klassische Weihnachtslieder wie ‚Jingle Bells‘, ‚alle Jahre wieder‘ oder ‚Oh du Fröhliche‘, als auch Musical Melodien wie ‚Star Wars‘ oder ‚Pirates oft the Caribbean‘ aber auch Popsongs wie ‚Raise me up‘, ‚Eye of the Tiger‘ oder ‚Thriller‘ von Michael Jackson befanden sich in dem Repertoire der Schüler der Klassen fünf bis acht.

„Unsere drei begleitenden Musiklehrer Kristin Engelhardt, Claudia Sandhop und Ulrich Falk wechselten sich mit dem Dirigieren ab. Ganz gleich, wer vorne stand, “weiß Euphonium Spieler Jeremy aus der 8a zu berichten, „es wurden immer schöne Stücke gespielt und das Publikum war begeistert.“

Waren die Musiker am ersten Tournee Samstag in der Schule noch geschützt vor den Unbilden des Wetters, so waren für die 35 Bläser, die tags darauf bei dem Sternenzauber in Gimbte aufspielten, nicht nur wetterfeste Kleidung und Handschuhe notwendig. Vielmehr waren wegen des Windes Wäscheklammern erforderlich, um so die Noten fixieren zu können.

Quasi Glück hatten alle dann am Freitag bei der Eröffnung des Weihnachtsmärchens in Greven. Der angekündigte Regen blieb aus, kalt war es dennoch.

Der schon zur Eröffnung gut besuchte Markt strahlte nicht nur durch die Feuerschalen einen ganz besonderen Charme aus. Das darin befindliche Feuer war augenscheinlich Magnet für groß und klein zum Aufwärmen, ganz bestimmt aber auch Anlaufstelle für die Kinder mit Stockbrot, mit dem der Förderverein der Gesamtschule Greven zusätzlich zu allerlei Selbsthergestelltem in seinem Stand aufwarten konnte.

Und hat die Bude des Fördervereins, der die Konzertbesucher auch sonst mit Köstlichkeiten verpflegte, auf dem Weihnachtsmarkt schon Tradition, so ist neu in diesem Jahr der Stand der Zehntklässler. Mit dem Abschluss vor Augen und dem Wissen um die Kosten der dazugehörenden Feierlichkeiten hatten sie viel Attraktives ausgestellt, um sich so auf ein gutes Gelingen im kommenden Jahr vorzubereiten.

Aus 10 wurden 45 Mitstreiter - 1. Mitgliederversammlung unserer Auszeit

Und wieder ist ein Meilenstein in der Entwicklung der Auszeit eSG, der Schülergenossenschaft der Gesamtschule Greven, erreicht. Nachdem im März des vergangenen Jahres zur Gründungsversammlung in die Räume der Volksbank eingeladen werden konnte, fand nunmehr die 1. Mitgliederversammlung in der Mediothek der Gesamtschule statt. Neun Punkte umfasste die Tagesordnung und in Punkt II, dem Bericht des Vorstandes, ließ Louisa die Geschichte der jungen Firma Revue passieren.

Interessant ist in diesem Zusammenhang sicherlich, dass die Vorbereitungen zur Genossenschaftsgründung mit nur zehn Schülern aus der Jahrgangsstufe 7 erfolgten und die begleitenden Lehrer, Jörg Klose und Phillip Klumpe, sich ab Sommer 2015 mit verschiedenen Fortbildungen firm machten für ihre neuen Aufgaben.

Die redliche Vorarbeit hat sich offensichtlich gelohnt, kann doch die Auszeit eSG stetigen Erfolg verzeichnen. So erzielten sie bei Wettbewerben erste Preise, sind gefragte Referenten beispielsweise beim Workshop ‚Nachhaltigkeit und Finanzbildung‘ in Hagen zu Beginn diesen Jahres oder konnten im Frühjahr Landtagsabgeordnete für eine Podiumsdiskussion gewinnen. Im Sommer wurde das Fernsehen auf die Schülergenossenschaft aufmerksam und der WDR war einen Tag lang für Dreharbeiten in der Gesamtschule. Im November war die Auszeit eSG Gastgeberin einer landesweiten Fachtagung ‚Erfahrungsaustausch Schulverpflegung‘ und übernahm zwischenzeitlich das Catering bei verschiedenen Veranstaltungen im Marienschulzentrum.

Inzwischen ist der Stab der aktiven Mitarbeiter der Schülerfirma auf 45 angestiegen. Aktuell gibt es 103 Mitglieder bei 210 verkauften Anteilen. Gültigkeit haben genossenschaftliche Prinzipien des demokratischen und nachhaltigen Handelns: jedes Mitglied hat eine Stimme und die Produkte sind ökologisch respektive regional gewählt.

Erfreulich nach einem Jahr war die Feststellung des Jahresabschlusses mit abschließendem Beschluss über die Gewinnverteilung durch Stine und Lars. Betreuende Volksbankmitarbeiterin Veronika Wermelt: „Das letzte Jahr hat wirklich sehr gut gezeigt, dass die Schüler betriebswirtschaftliches Denken und Handeln verinnerlicht haben. Das zeigt unter anderem auch das tolle erwirtschaftete Ergebnis.“ Zentral in diesen Überlegungen ist der Erwerb eines professionellen Kaffeeautomaten, der nach dem Neubau Platz finden soll in einem neuen Schülercafe, das sich vor allem den Oberstufenschülern öffnet.

Bei den anschließenden Wahlen zum Vorstand kamen die Neuntklässler Maxima, Alessia, Ben und Tillian neu hinzu zu den Zehntklässlern Louisa, Lea, Muriel und Fynn, der Aufsichtsrat mit Veronika Wermelt von der Volksbank, Jörg Klose, Philipp Klumpe und Ingo Krimphoff, Schulleiter der Gesamtschule, wurde bestätigt. „Wir als Aufsichtsrat“ merkt Vorsitzender Krimphoff an, „waren im Geschäftsjahr in beratender und überwachender Funktion tätig und konnten uns dabei immer wieder von der Legalität der Handlungen überzeugen. Darüber hinaus wurde der Auszeit eSG bei der betriebswirtschaftlichen Überprüfung durch Herrn Kerger vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband e.V. fehlerfreies Agieren testiert.“

„In dieser 1. Mitgliederversammlung“, resümieren Klumpe und Klose „war deutlich zu spüren, dass wir gemeinsam etwas erreicht haben. Wir sind gut aufeinander eingestimmt und sind eine Gemeinschaft geworden, in der man gern zusammen arbeitet.“ Doch nicht nur das gemeinschaftliche Arbeiten wird in der Schülergenossenschaft großgeschrieben. Die Schüler, die gemäß der Satzung auf Entgelt verzichten, freuen sich deutlich spürbar auf die bevorstehende Weihnachtsfeier, die exklusiv für sie in einem italienischen Restaurant gebucht ist.