Gesamtschule Greven

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Von Seifenhäuten bis Binärzahlen - Besuch im Mathematikum

Lotta, Finja und Finn wissen, seitdem sie mit den "Reiskörnern auf dem Schachbrett" experimentiert haben, ganz genau, wie sie demnächst geschickt ihr Taschengeld verhandeln werden: Sie schlagen ihren Eltern vor, zunächst nur einen Cent zu bekommen, im nächsten Monat doppelt so viel, im darauffolgenden Monat wieder doppelt so viel usw. Ein bisschen Geduld brauchen sie dann noch, aber nach 1,5 Jahren würden sie tatsächlich schon über 1300 € monatliches Taschengeld bekommen.

Die Kraft der Verdopplung ist nur eines der mathematischen Phänomene, mit denen sich eine Schüler*innengruppe des 6. Jahrgangs seit Februar intensiv beschäftigt. Magische Geburtstagsquadrate wurden erstellt, Körpergröße und Uhrzeit in Binärzahlen umgerechnet, Geheimschriften wurden mit verschiedenen Methoden vom Cäsar- bis zum Vigenère-Code verschlüsselt und entschlüsselt. Und es werden noch viele andere "mathematische Wunder" folgen: Die Zahl Pi, der goldene Schnitt, Primzahlen usw.

An der Gesamtschule wird im 6. Jahrgang regelmäßig ein Förder-Forderprojekt (kurz: FFP) für besonders leistungsstarke Schüler*innen durchgeführt. Erstmals hat das Projekt dieses Jahr aber einen mathematischen Schwerpunkt mit dem Ziel, eine Ausstellung "Mathe³ - experimentieren, staunen, lernen" nach dem Vorbild des Museums "Mathematikum" auf die Beine zu stellen.

Um sich Anregungen zu holen, fuhr die FFP-Gruppe mit Projektleiterin und Mathematiklehrerin Sandra Rindelhardt sowie interessierten Eltern nach Gießen. Alle schlüpften in die Riesenseifenhaut, die stets "Minimalflächen" bilden.

Theres und Miriam wagten sich an das "Verflixte T", Helge baute "Soma-Würfel" zusammen, Vivien die "Leonardo-Brücke" ganz ohne Schrauben und Kleber und Philipp und Ben versuchten eine Funktionslinie zu erlaufen. Vor allem wurde aber auch mit den Exponaten zu den oben genannten Projektthemen experimentiert und so manch einer weiß nun konkret, welches Exponat er gerne selbst für die schuleigene Mathematikausstellung nachbauen möchte.

"Pangea" - Bundeswettbewerb in Mathematik

„Es ging eigentlich,“ sagt Diana „und viele Aufgaben waren nicht so schwer,“ weiß Alexander zu ergänzen, „eher lustig und spannend.“ Ganz klar, die beiden Fünftklässler der Gesamtschule Greven sprechen von dem Mathematikwettbewerb ‚Pangea‘, in dem sie im Jahrgangsstufenranking der Schule die Plätze eins und zwei belegen.

Der Pangea-Mathematikwettbewerb ist ein Bundeswettbewerb und richtet sich an Schüler der Klassen 3-10. Er findet seit 2007 jährlich statt und bundesweit nehmen mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche daran teil. Gefordert ist das Lösen von Multiple-Choice-Aufgaben aus verschiedenen Punktekategorien, die innerhalb einer Stunde zu bearbeiten sind. Die Inhalte werden aus den Vorjahresthemen sowie Knobel- und Logikaufgaben zusammengestellt.

„Mathematik ist mein Lieblingsfach“, sagt Diana, „und ich knoble gern.“ Und Alex, der schon in der Grundschule an Wettbewerben teilnahm und sich darüber hinaus als Fünftklässler freiwillig zum Känguru Mathematikwettbewerb meldete, teilt ihre Vorliebe.

„Der Wettbewerb wirkt sich motivierend auf die bei uns jungen Schüler aus“, weiß die Wettbewerbskoordinatorin Judith Dall zu berichten. Lehrplanorientiert und schulformunabhängig werden die Teilnehmer in ihren Kompetenzen angesprochen, unterstützt und individuell gefördert.

Die Klassenbesten sind:

5a: Diana Boschmann, Stefan Lang

5b: Finja Riedel, punktgleich Ellin Rauner, Devran Gündogan

5c: Alexander Britner, Timon Schürhoff

5d: Henning Spieker, Frederik Rauner

5e: Lasse Cech, Luca Hillmann

Echte Gespräche auf Niederländisch - Exkursion nach Enschede

„Voor mij graag een krentenbol“. So oder ähnlich mag Jan-Malte gesagt haben, um sich ein Rosinenbrötchen auf dem Markt in Enschede zu kaufen. Er besuchte ihn im Rahmen einer Exkursion des Wahlpflichtkurses Niederländisch der Gesamtschule Greven. Wurden typische Gesprächssituationen zum Thema „Geschäfte und Einkauf“ in einer mündlichen Prüfung schon in der Schule erprobt, so wollten sich nun die Schüler der Herausforderung stellen, auf einem niederländischen Markt echte Einkaufsgespräche in authentischen Situationen zu führen. „Auf dem Markt“, weiß Fleur Winter, Lehrerin der niederländischen Sprache zu berichten, „haben alle Schüler die Chance genutzt, niederländisch zu sprechen. Wir haben hiervon Aufnahmen gemacht, die wir im Unterricht weiterverwenden werden.“

Zudem galt es, mit Blick auf das unterrichtliche Thema „Essen in den Niederlanden“, landestypische Produkte und Gepflogenheiten zu erkunden. Geleitet durch die Fragen einer Stadtralley suchten die Siebtklässler u.a. verschiedene Geschäfte auf, um die niederländische Speisewelt kennenzulernen. „Der Albert Heijn Supermarkt fiel mir auf. Dort gibt es Getränkeflaschen ohne Pfand“, weiß Jan-Malte, „und viele Fertigprodukte, Pfannkuchen beispielsweise.“ Auch viele indonesische Gerichte waren zu entdecken, sind es doch Produkte der ehemaligen Kolonie der Niederlande. Bemerkenswert auch das Bonussystem des Nachbarlandes: Freies WLan und bei einer Pause im Supermarkt gratis Kaffee und Tee.

So wie Jan-Malte gefiel auch Marlen der Bummel durch die Stadt und Henrike unterstreicht den geradezu spannenden Charakter des Ausfluges. Es gab viele, vor allem orangefarbene Fotomotive, eindeutige Indizien dafür, dass der Königstag vor der Tür stand. Auf die Frage der Schüler nach dem Datum des nationalen Feiertages zu Ehren von König Willem-Alexander bekamen die Siebtklässler das exakte Datum genannt: Freitag, 27. April.

Weitere Fragen der Stadtralley bezogen sich auf Verkehrsmittel, bei denen im Besonderen die Scooter für ältere Menschen auffällig waren. Straßennamen und Unterschiede zu Deutschland beispielsweise beim Zigarettenverkauf waren weitere Themen. Verblüffend auch das Ergebnis der Frage nach der Anzahl der verschiedenen Vla-Sorten: Nicht etwa zwei oder drei, sondern vielmehr 22 verschiedene Sorten dieser in den Niederlanden beliebten Nachspeise konnten in Geschäften der Innenstadt gezählt werden.

Apropos: Gezählt wurden auch die Punkte nach Auswertung der Ralley. Für das Team mit der höchsten Punktzahl inklusive kreativer Lösungen gab es einen landestypischen Buchpreis: Jip en Janneke – ein Buch mit Kinderfiguren, mit dem Niederländer groß werden.

Zigarettenschachtel mit Blumenerde - Aktionen gegen das Rauchen

Im Rahmen der Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Be Smart - Don’t Start“ beschäftigte sich die Klasse 6a der Gesamtschule an einem Projekttag mit vielen verschiedenen Aspekten rund um das Thema Rauchen, wobei jeder Schüler seinen eigenen thematischen oder gestalterischen Schwerpunkt wählen konnte.

Der bundesweite Wettbewerb für rauchfreie Klassen, in denen noch gar nicht geraucht wird, ist in erster Linie konzipiert für die Klassenstufen sechs bis acht. Durch die Teilnahme soll den Schülern ein Anlass gegeben werden, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Dem Sieger winkt als Hauptpreis des Wettbewerbes neben vielen weiteren Gewinnen eine Klassenreise.

Die Sechstklässler hatten im Unterricht bei ihren Klassenlehrern Johanna Georg und Jörg Klose viel darüber gelernt, dass Rauchen in jeglicher Form der Gesundheit schadet. Das konnten die Schüler auch auf den vielen gesammelten leeren Zigarettenschachteln lesen. Denn es steht schließlich fett gedruckt auf jeder Zigarettenpackung: Rauchen schadet der Gesundheit! Gelbe Zähne, geschwärzte Lungen, faulende Beine: Das will doch eigentlich niemand, wunderten sich die Schüler. Trotzdem rauchen ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland und leider auch viele Jugendliche, obwohl es streng verboten ist und auch gegen das Jugendschutzgesetz verstößt, wie sie im Rahmen der Unterrichtsreihe erfuhren.

Die Schüler der 6a hatten sehr viele Ideen, um auf die Gefahren der Zigaretten hinzuweisen. Deshalb entschlossen sie sich gemeinsam mit ihren Lehrern, einige Vorhaben an einem Projekttag umzusetzen und die Ergebnisse in der selbst gestalteten Dokumentation ‚We are smart – we don’t start!‘ festzuhalten, die sie jetzt als weiterführenden, kreativen Beitrag innerhalb des Reglements des Wettbewerbes einschicken werden. Folgende Akzente wurden Thema:

  • Eine Schülerin hatte ihren Vater, einen ehemaligen Raucher, interviewt. Sie haben zusammen darüber nachgedacht, was ihn motivierte, mit dem Rauchen aufzuhören und wie er es letztendlich geschafft hat.
  • Einige Schüler haben sich mit dem Thema „Sport und Rauchen“ auseinandergesetzt und einen informierenden Text dazu verfasst.
  • Weiter hat sich eine Gruppe von Mädchen dafür interessiert, die giftigen Inhaltsstoffe einer Zigarette in einem Schaubild darzustellen, um damit eine abschreckende Wirkung zu erzeugen.
  • Zwei Mädchen der Klasse 6a haben eine spannende Geschichte zum Thema ‚Rauchen bei Jugendlichen‘ geschrieben und entsprechend des Themas illustriert.
  • Seit November hatten die Eltern und Verwandten den Auftrag, leere Zigarettenschachteln zu sammeln, sodass am Projekttag gestalterisch gearbeitet werden konnte: Es entstanden „Schrift-Kunstwerke“.
  • Da noch viele von den leeren Schachteln übrig waren, haben die Gesamtschüler zum Abschluss des Projekttages noch jeder eine mit Acryl- und Wasserfarbe angemalt, anschließend mit Blumenerde gefüllt und mit einer Blumenzwiebel bepflanzt, sodass sie noch lange eine Erinnerung an den gemeinsamen Tag hatten: Upcycling mit Zigarettenschachteln
  • Spontan hatten sie an diesem Vormittag noch Besuch von einem Jugendreferenten des Malteser Hilfsdienstes. Er beantwortete ihnen Fragen zum Thema Rauchen und den gesundheitlichen Schäden des Nikotins. So wissen die Sechstklässler jetzt zum Beispiel, was COPD ist, nämlich die unheilbare Erkrankung der Lunge, die durch Rauchen entsteht. Atemnot und tägliches Husten sind unter anderem die Folge...

Abschließend ein Buchtipp: Zwei Schülerinnen beschäftigten sich mit den Methoden des Aufhörens und stießen dabei auf das berühmte Buch von Allen Carr „Endlich Nichtraucher“. Durch das Lesen dieses Buches sind schon viele Tausend Menschen zum Nichtraucher geworden.

Die Liebe zur Mathematik - Känguru-Wettbewerb

‚Wie viele Spielwürfel müssen gleichzeitig geworfen werden, um sicher zu sein, dass dabei mindestens zweimal die gleiche Zahl gewürfelt wird?‘ ist nur eine der Aufgaben, die Fünft- und Sechstklässler in dem ‚Känguru der Mathematik‘ lösen müssen. Es handelt sich hierbei um einen mathematischen Multiple-Choice-Wettbewerb für über sechs Millionen Teilnehmer in mehr als 70 Ländern weltweit.

Die teilnehmenden Schüler der Klasse 5c der Gesamtschule Greven, Alex, Nastja, Angelique, Jonas und Zoe, sind sich einig, dass so ein Wettbewerb schon viel Spaß macht, jedoch manchmal ganz schön knifflig sein kann. Verständlich, ist doch nicht das Auswendiglernen von Formeln gefragt, sondern vielmehr die Fähigkeit, logisch kombinieren zu können.

Das Känguru der Mathematik ist ein Einzelwettbewerb, bei dem in 75 Minuten je 24 Aufgaben in den Klassenstufen 3-6, bzw. je 30 Aufgaben in den Stufen 7-13 zu lösen sind. In Deutschland erfreut sich der Wettbewerb immer größerer Beliebtheit und im Jahr 2017 stieg die Teilnehmerzahl auf gut 900.000 Schüler an.

„Seit 23 Jahren gibt es diesen weltweiten Wettbewerb nunmehr in Deutschland“, weiß Wettbewerbskoordinator Hermann Stubbe zu berichten. Känguru ist spielerisch orientiert und Raumvorstellung und Zahlengefühl stehen dabei im Mittelpunkt. Und mit der Liebe zur Mathematik, so ist sich Fünftklässlerin Angelique sicher, kann man dabei schon gut klarkommen.

41 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Greven, die sich den Anforderungen stellten, und alle teilnehmenden Kinder weltweit, erhalten für ihre Teilnahme eine Urkunde. Anfang Mai werden dann voraussichtlich die Preispakete, im Ranking prozentual gestaffelt, international verschickt sein.

Werkzeug und Suchtmittel - Gesamtschule übt Medienkompetenz

WhatsApp, Facebook, Instagram – für Kinder und Jugendliche kaum wegzudenken. Sie sind mit ihrem Smartphone rund um die Uhr erreichbar und dauerhaft „on“. Die Gesamtschule Greven hat aus diesem Grund erneut eine Projektwoche zum Thema Medienkompetenz in den Klassen der Jahrgangsstufe 6 veranstaltet.

Als Fachreferenten waren Anke Küper, Christina Tuttmann (beide Drogen- und Suchtberatung) und Ingo Brokhues (Erziehungsberatung) vom Caritasverbandes Emsdetten – Greven eingeladen.

Ziel der Projektwoche war es, den Schülern einen reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln. Sowohl Risiken und Gefahren, aber auch die vielfältige Nutzung von digitalen Medien wurden gemeinsam erarbeitet.

Weitere wichtige Themen der Projektwoche waren unter anderem der Schutz der persönlichen Daten, aber auch die Kenntnis über Berechtigungen einzelner Apps, bevor diese installiert werden.

Eingebettet in die Projektwoche fand außerdem ein Elternabend zu diesem Thema statt. Viele interessierte Eltern nutzten die Möglichkeit, sich über das Thema „digitale Medien“ zu informieren. Sie setzten sich ebenso wie ihre Kinder mit dem Nutzen und den Gefahren von Medien kritisch auseinander und nahmen die Empfehlungen für den alltäglichen Umgang von den Experten mit.

„Erkennen Sie den Stellenwert des Smartphones für Ihre Kinder an, und machen Sie das Smartphone immer mal wieder zum Familienthema“, so die Empfehlung von Christina Tuttmann, Prophylaxefachkraft der Suchtberatung.

Der Elternabend unter der Leitung von Anke Küper und Christina Tuttmann wurde zudem vom Pädagogikkurs der Klasse 9 unterstützt: Der Kurs erstellte im Vorfeld einen Fragebogen zum Nutzungsverhalten digitaler Medien für die gesamte Schülerschaft der Gesamtschule und präsentierte die gewonnenen Ergebnisse der interessierten Elternschaft.

„Im Pädagogikkurs haben wir uns zuvor mit dem Thema digitale Medien und deren Auswirkung auf die Umwelt beschäftigt. Wir wurden durch die Experten des Caritasverbandes dabei bei Fragen sehr gut unterstützt“, berichtet ein zufriedener Kursleiter Roland Hericks.

Zuletzt noch der wichtige Rat von Anke Küper: „Smartphones und Mediennutzung haben natürlich auch Suchtpotenzial. Es wird jedoch erst von einer Sucht oder Abhängigkeit gesprochen, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig über einen längeren Zeitraum auftreten. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was die Kinder an ihren Smartphones machen.“

Unser Musikprofil mit neuem Klavier

Ein neues Klavier in den Räumen der Gesamtschule Greven ging neulich an die Fachschaft Musik. „Auslöser für das neue Instrument“, weiß Kristin Engelhardt, Vorsitzende der Fachschaft zu berichten, „war ein Telefonat mit Marie-Teres Zink vom Förderverein unserer Schule. Wir sprachen über das letzte Konzert der Orchesterklasse und in diesem Zusammenhang ward die Idee eines neuen Klaviers geboren.“

Der Förderverein, der seit jeher das außerunterrichtliche Musikprofil der Schule unterstützt, sieht in der aktuellen Investition durchaus Optimierungsmöglichkeiten des vielfältigen Einsatzes des Orchesters. „Ein wesentliches Kriterium“, erläutert Kassiererin Zink, „war für uns, dass das Instrument portabel und somit für Auftritte geeignet ist. Mit eigenem Klavier lässt sich der Aktionsradius der Orchesterklasse deutlich erweitern.“

Schulleiter Ingo Krimphoff betont: „Wir sind dem Förderverein sehr dankbar, dass er immer wieder außerunterrichtliche Projekte unserer Schule großzügig unterstützt. Das Klavier wird die künstlerisch-musischen Projekte deutlich aufwerten.“

„Zudem ist es ideal für die Probenarbeit mit dem Blasorchester“, ergänzen die Musiklehrer Claudia Sandhop und Ulrich Falk. „Eine Transposition ist schnell möglich, die Lautstärke ist gut anpassbar und über das Geschenk des Fördervereins sind wir sehr froh.“

Die zeitlosen Leiden des jungen W. - Deutschunterricht im Stadttheater

Ein Deutschkurs der 10. Klasse der Gesamtschule wurde vom „Deutschbuch “ auf die Spur gebracht. „Liebe geht durch alle Zeiten“, so heißt Kapitel 5 des an der Gesamtschule eingeführten Lehrwerkes. Darin kann man am Beispiel von Romanauszügen lernen, dass es so etwas wie „literarische Epochen“ gibt, in denen ein bestimmtes Thema, wie in diesem Fall das Thema „Liebe“, ganz unterschiedlich behandelt wird.

So sahen sich die Schülerinnen und Schüler des Deutsch E Kurses auf einmal in der Lage, mit Klassikern der Weltliteratur konfrontiert zu sein und zu merken, dass so ein Herr Fontane oder ein gewisser John Wolfgang Goethe schon vor 100 bzw. 200 Jahren durchaus Interessantes und heute noch Bewegendes zum Thema „Liebe“ zu sagen hatten und dies in einer jeweils sehr unterschiedlichen Sprache. Da ist gelegentlich der zeitliche Abstand, der uns Heutige von diesen Werken trennt, doch deutlich zu spüren. Und trotzdem – die Zeitlosigkeit des verbindenden Themas macht es möglich, diese zeitliche Kluft zwischen uns und den Romanen zu überwinden.

Eben dies gelingt auch der Inszenierung, die momentan an den Städtischen Bühnen in Münster läuft. Ein paar wirklich geniale Einfälle der beiden Dramaturgen, Barbara Bily und Peter Hägele, haben es geschafft, den 200 Jahre alten Briefroman eines unglücklich verliebten jungen Mannes ins Heute zu „transportieren“, so zu Recht formuliert in den Westfälischen Nachrichten im September nach der Premiere:

„[…D]er Transport in die Gegenwart klappt reibungslos. Getanzt wird nicht auf einem Ball, sondern in der Diskothek. Bálint Tóth als Werther trägt T-Shirt statt Frack und Weste, während Andrea Spicher als Lotte in einem legeren Jeansrock auftritt….“ Gleichzeitig wird „Goethe“ im O-Ton rezitiert. Über weite Strecken wird der Briefroman, zwar stark gekürzt, aber dramaturgisch intelligent verknüpft, wortwörtlich wiedergegeben. Die drei Schauspieler liefern dabei eine überzeugende Leistung: Der „alte“ Werther und seine Lotte samt ihrem Angetrauten Albert erstehen zeitgemäß und jugendlich, trotz 200 Jahre alter Sprache, auf der kleinen - zu einem Camping Idyll reduzierten -Bühne.

Große Gefühle und Ideale im Spannungsfeld zwischen absoluter Leidenschaft und vernunftgeleiteter Verantwortung werden authentisch gespielt und landen so direkt in den Herzen der jungen Theaterbesucher. Was wünschen sich passionierte Deutschlehrer mehr?

So war es ein absoluter Glücksgriff, dass es der Lehrerin Frau Kappes rechtzeitig gelungen ist, das Kartenkontingent für eine Vormittagsaufführung im U2, einem kleinen Aufführungsraum im Untergeschoss des Kleinen Hauses, für zwei Deutschkurse der Gesamtschule zu ergattern.

Von Starwars über Spanisch zu den Schulsanitätern - unser TdoT

Mit der Filmmelodie ‚Star Wars‘, stimmungsvoll interpretiert durch das Schulorchester, und einer tollen Darbietung der Turnerinnen und Turner der Klassen 5-8 eröffnete am vergangenen Sonntag die Gesamtschule Greven ihren gut besuchten „Tag der offenen Tür“ in der Rönnehalle.

„Erleben Sie heute mit uns Facetten unseres täglichen Handelns“, lud Schulleiter Ingo Krimphoff die Kinder, Eltern und alle Anwesenden zu einem vielfältigen und bunten Programm ein. Der Didaktische Leiter Roland Hericks hatte gemeinsam mit dem Kollegium zu den Aspekten ‚Erfolgreiche Entwicklung‘ und ‚Gewinnbringende Vielfalt‘ des Leitbildes der Gesamtschule einen erlebnisreichen Rundgang zusammengestellt. Insgesamt 22 Stationen gab es zu durchlaufen.

‚Auf dem Tisch stehen zwei Stimmgabeln, die auf den Kammerton a gestimmt sind (440 Schwingungen pro Sekunde). Wenn du beide anschlägst, wird der Ton lauter. Soweit nichts Besonderes. Wenn du aber eine Stimmgabel etwa 20s mit der Hand erwärmst und dann beide anschlägst, hörst du einen Sirenenton. Probier es aus!‘ Dieser Versuch aus den Naturwissenschaften war nur eine der Mitmachaktionen, denen sich die Kinder den Nachmittag über widmen konnten.

Tätig werden konnten sie bei den Sprachen Spanisch und Niederländisch, die ab Klasse sechs gewählt werden können, und Einblicke konnten sie in das Fach Latein erhalten, das in der Schullaufbahn als zweite oder dritte Fremdsprache angewählt werden kann. Im Computerraum wurde intensiv an Laptops gearbeitet, das Lernbüro präsentierte sich und die Kinder konnten kooperative Lernformen wie das Lerntempoduett oder die Schreibkonferenz ausprobieren.

Die Kinder und Eltern hatten die Chance, sich in der Technik zu erproben und den Vorträgen des Forder- und Förderprojekts FFP in den Bann ziehen zu lassen.

Sie waren staunende Zuschauer beim Schwarzlichttheater der Kurse Darstellen und Gestalten, besuchten die Förderinsel, lösten Wettbewerbsaufgaben bei NW MINT und waren aktiv bei Aktionen des Pädagogik- Unterrichts ‚Sozial Genial‘ und dem Sozialkompetenztraining. In der ersten Reihe saßen sie bei der Premiere der Blasorchesterklasse Jahrgang fünf und verfolgten gebannt den Endausscheid beim Mausefallen-Rennauto-Weitfahren, in dem sich letztendlich das Team ‚Teletubbies‘ durchsetzte.

Die Viertklässler nähten und bastelten, waren künstlerisch aktiv, erkundeten das Fach Hauswirtschaft und folgten fasziniert der Show der Zirkus-AG. In der Mensa versorgte der Förderverein die Gäste mit ihrem kulinarischen Angebot.

Unter dem Leitsatz „Gewinnbringende Vielfalt“ stellte sich die Schülergenossenschaft und das landesweit einzigartige Projekt ‚Sommerlager‘ mit den Möglichkeiten der Jugendleiterprüfung vor, ebenso die Projekte zum Erwachsenwerden und einer erfolgreichen Berufsorientierung. Thema waren auch die Schulsanitäter und Schülerlotsen, die sich ihre Aktionsfläche mit den Maltesern teilten und die OMA, dem offenen Mittagsangebot in der Pausenhalle. Die vielen Mitmachaktionen, Präsentationen und das gemeinsame Gespräch von Kindern, Eltern und Lehrern, sorgten für einen sehr gelungenen und interessanten Nachmittag.

Schulwettbewerb "Mäusefallenauto"

Endausscheid an unserem TdoT am 28.01.18

„Es war schon ganz schön viel Arbeit“, weiß Neuntklässlerin Antonia, Teampartnerin von Tina, Jan und Lucien zu berichten, ohne dabei die mitschwingende Begeisterung in ihrer Stimme verbergen zu können. „Wir trafen uns außerhalb der Schule nachmittags bei einer Freundin und wählten für unser Auto dünnes Holz. Für die Räder nutzten wir Korkuntersetzer, die die Mutter einer Freundin für uns holte. Da die Untersetzer sehr dünn sind, klebten wir für die Stabilität zwei aufeinander.“ Insidern ist klar, dass bei Antonias Ausführungen nur die Rede sein kann von dem internen Jahrgangsstufenwettbewerb im Mausefallenauto Weitfahren.

„Am Anfang der Jahrgangsstufe 9 dreht sich alles um das Konzept Energie. Zunächst befassen sich die Schüler mit dem Hookeschen Gesetz und der Spannenergie. Mit den Mausefallen werden Energiespeicherung und -umwandlung wunderbar verdeutlicht. Gleichzeitig müssen aber auch Kraftübertragung, Schwerpunkt und Reibung beachtet werden. Der Wettbewerb eröffnet also die Physik sehr handlungsorientiert“, so die Physiklehrer Hermann Stubbe und Kai Finke.

„Als Rennbahn nutzten wir den Flur vor dem Physikraum. Herr Stubbe“, erläutert Antonia das methodische Vorgehen, „zeichnete eine Startlinie ein und legte ein Maßband an die Strecke. Mit einem Stab konnte er exakt die Weiten abmessen.“

„Der Rekord liegt im Moment bei 12,5 m“, weiß Finke zu berichten und eine Distanz von mehr als 10 m kann sich das Team Alessia, Carina und Lea auf ihre Fahnen schreiben. „Wir dachten darüber nach, was leicht ist und wählten für unser Auto zwei Schallplatten als Räder. Die Mausefalle befestigten wir an einer Stange.“ sagt Alessia und fügt hinzu: „Wir haben für unser Auto die Note 1 bekommen!“ Dieselbe Idee verfolgte aus der Parallelklasse das Team ‚teletubbies‘.

„Man braucht ein Grundkonzept“ erläutert Manuel, der mit seinen Teamkollegen Alex, Christopher, Okan und Marcel für die Karosserie Pappe und aus Lego Spielzeugräder installierte. Der Bau an sich, für den auch der Technikbereich der Schule genutzt werden kann, ist dann gar nicht mehr so schwierig, ist sich das Team einig.

Der Endausscheid findet in der Gesamtschule am Tag der offenen Tür am Sonntag, 28.01.18, im Anschluss an die offizielle Eröffnung in dem Bereich der Naturwissenschaften statt. Zukünftig sollen die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Informatikkurs computergestützt ausgewertet werden. Aber, soviel kann schon mal verraten werden: Dem Siegerteam im Jahrgangsendausscheid im Mausefallenauto Weitfahren winkt ein attraktiver Preis.

Gesundheitsorientiertes Krafttraining im Fitnessstudio

Kooperationen im Sportunterricht mit der BAHN-BKK, Fitnessstudio Impuls und der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster

‚Führe durch den Druck der Füße gegen die Fußplatte den Schlitten nach hinten. Drücke in der Endstellung die Knie bis zur Nullstellung (!) durch. Ziehe gleichzeitig die Fußspitzen an und spanne die Oberschenkelmuskulatur an. Um die Koordination zu fördern kannst du...‘ sind nur einige der Anweisungen, die die Schüler der Jahrgangsstufe 9 der Gesamtschule Greven morgens um kurz nach acht hochmotiviert studieren.

In Kleingruppen von zwei bis drei Schülern, ausgestattet mit einem Trainingsplan und laminierten Stationskarten für jeweils unterschiedliche Geräte, agieren die jungen Menschen konzentriert und souverän auf der Trainingsfläche des Fitnessstudios Impuls. Studioleiterin Silke Göcke freut sich über den Besuch, sieht sie doch im Zusammenhang mit veränderten Lebensgewohnheiten einen deutlichen Trainingsbedarf bei Kindern und Jugendlichen.

„Dank der Stationskarten“, weiß Emma zu berichten, „können wir an den Geräten nichts falsch machen. Und es gibt einen Trainingsplan, der unser Training strukturiert.“ Ciara notiert an einem anderen Gerät: „Acht Durchgänge bei 5 kg Gewicht“ bei Miray. Sie hilft ihr, ihre Übungseinheiten zu protokollieren, und gegenseitig helfen sich die Schülerinnen, auf die richtigen Geräteeinstellungen zu achten.

„Wir müssen technisch sauber arbeiten“, erzählt Tillian und meint damit, dass Trainingsplan und Stationskarten genau eingehalten werden müssen. „Herr Klose“, fährt Philip fort, „führt zum Ende der Unterrichtseinheit ein Gerätekolloquium mit uns durch.“ Dabei geht es u.a. um die Fragen, welche Muskelgruppe vorrangig trainiert wurde und warum das Training für die allgemeine Fitness wichtig ist.

Angesprochen auf Sportunterricht im Fitnessstudio Impuls unterstreicht Ingo Krimphoff, Schulleiter der Gesamtschule, die Kompetenzen, die Klose für die Studioarbeit mitbringt: „In Kooperation mit dem Fachbereich Sport der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster können wir hier ein Fundament legen, dass für die Schüler der Sekundarstufe II ausgebaut werden soll.“ Die Kernlehrpläne des Faches Sport weisen als Ziel des Fitnesstrainings klar den Gesundheitsaspekt aus. Diese Ziele verfolgen aktuell die Krankenkassen, aus diesem Grunde unterstützt das Gesamtschulprojekt die BAHN-BKK.

„Das Thema Gesundheit im Sportunterricht im Focus zu haben bedeutet für mich, “ so Klose, „dass wir mit den Schülern gesundheitspräventiv arbeiten, was uns mit diesem Projekt gelingt. Wir sind froh, Kooperationspartner wie das Fitnessstudio Impuls und die BAHN-BKK gefunden zu haben, die uns dabei unterstützen.“

Schuddebuikjes – Spekulatius im Tetra pack

In den Fremdsprachen gewinnt sie auch in Deutschland zunehmend an Bekanntheit, die didaktische Methode ‚taaldorp‘ aus den Niederlanden. Doch das, was die Fachschaft Niederländisch an der Gesamtschule Greven aus dem ‚Sprachdorf‘ macht, geht deutlich über das Allgemeine hinaus.

So ist die Schule im vergangenen Jahr eine Kooperation mit der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster, konkret mit dem Institut für Niederländische Philologie, eingegangen. Studierende aus Didaktik Seminaren, deren Inhalte für das Masterstudium relevant sind, ahmten Stationen eines niederländischen Dorfes in der Mediothek der Schule nach. Sie schufen für die Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10 Lernarrangements, die sie unter Zuhilfenahme von landestypischen Requisiten ansprechend gestalteten.

Während die niederländisch sprechenden Gäste beispielsweise als Ansprechpartner in der Touristeninformation, als Ober im Cafe oder als Verkäufer im Supermarkt arbeiteten, so besuchten die Schüler hingegen als Touristen das Dorf und begaben sich dort in Gesprächssituationen, die sie auf Niederländisch bewältigen mussten. Für die Studierenden eine Möglichkeit, mit Schülern ins Gespräch zu kommen, die die Universität ihnen so nicht bieten kann. „Ich fand es gut, dass wir mit echten Requisiten, zum Beispiel im Cafe mit Kuchen und Getränken oder beim Informationsstand (VVV) mit echten Flyern arbeiten konnten.“ bewertet Dana das Lernszenario und hebt die Freundlichkeit der Studenten hervor.

Zu Beginn des Gespräches war es je nach Zutrauen möglich, auf unterschiedlichen Niveaustufen zu agieren. Die Schüler bekamen einen ‚paspoort‘, also einen Pass mit persönlichen Aufgaben. Am Ende des Gespräches gab es den ‚paspoort‘ mit einem Feedback zurück. „Es war aufschlussreich für uns,“ merkt Lena an „von den Studenten und nicht nur vom Lehrer bewertet zu werden.“ Und für besonders engagierte Schüler gab es noch ein Band um das Handgelenk. „Damit signalisierten die jungen Menschen,“ weiß Niederländischlehrer Philipp Klumpe, „dass sie auch außerhalb konkreter Gesprächssituationen, gleichsam auf der Straße, bereit sind für ein zuvor nicht geplantes Gespräch.“

Da sich nun beim zweiten Durchgang des taaldorp innerhalb der Schule auch Kollegen für das Sprachdorf-Konzept interessierten, gab es auch für die, die sich ein Bild von der Situation machen wollten, Aufgaben. Als Begleiter, die der niederländischen Sprache nicht mächtig sind, konnten sie die Schüler beispielsweise beauftragen, etwas typisch Niederländisches zu Essen zu kaufen.

„Die Schüler trainieren hierdurch die Kompetenz des Sprachmittelns, welche zu den bislang zu vermittelnden Bereichen ‚Sprechen, ‚Schreiben‘, Lesen‘ und ‚Hören‘ im Kernlehrplan dazugekommen ist,“ weiß die Initiatorin des taaldorp und ehemals Dozentin an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster, Fleur Winter, zu berichten. Zugleich werden spezifische Kulturinhalte transportiert und die ‚Auftraggeber‘ könnten so erfahren, dass Schuddebuikjes, eine streufähige Variante des Spekulatius, gern zu jeder Jahreszeit als Brotbelag zum Frühstück gegessen wird.

„Für mich persönlich war das taaldorp und schon zuvor der Schüleraustausch nach Gouda sehr hilfreich,“ bewertet Nele, so wie Dana und Lena Schülerinnen der Klassen 10, die Lernaktivitäten der Fachschaft, „da sie mir das freie Sprechen in der Fremdsprache erleichtert haben.“ Niederländisch kann in der Oberstufe der Gesamtschule nicht nur weiter fortgesetzt, sondern auch für Einsteiger neu aufgenommen werden.

Frida Grunewald überzeugt mit "Eine Tüte grüner Wind"

Jedes Jahr zu Beginn des Dezembers melden Schulen die besten Vorleser aus ihren Reihen. Auch an der Gesamtschule galt es, aus allen 145 Kindern des 6. Jahrgangs den oder die beste Vorleserin zu finden. Die Klassenbesten lasen jeweils eine Passage aus einem vorbereiteten Buch vor und stellten ihr Buch kurz den Zuhörern und der Jury vor.

Diese musste eine erste Wertung vornehmen. So wurden etwa das Lesetempo und der Ausdruck bewertet. Nach einer kurzen Pause ging es anschließend an das Vorlesen des Fremdtextes. Die Mitglieder der Jury hatten sich für das neueste Werk von Andreas Steinhövel ‚Rico, Oscar und das Schneegestöber‘ entschieden, dessen Geschichte passenderweise zu Weihnachten spielt.

Blitzschnell mussten die jungen Vorleser nun die Stimmung des unbekannten Textes erfassen und in einen guten Vortrag umsetzen. Dies gelang allen gut, umso schwieriger war es für die Jury, einen Sieger zu bestimmen. Schließlich entschied sie sich doch einmütig für Frida Grunewald, auch weil ihr die Freude am Vorlesen deutlich anzumerken war und die Begeisterung für das ausgewählte Buch auf alle Zuhörer übersprang.

Die Schulsiegerin wurde mit einem Buchgeschenk des Fördervereins der Gesamtschule belohnt. Für alle Teilnehmer gab es zudem eine süße Überraschung. Nun gilt es die Daumen für Frida zu halten, wenn sie in der nächsten Runde des Vorlesewettbewerbs die Gesamtschule vertreten wird.

Weihnachtstournee unserer Bläserklassen

Erst die schuleigene Mensa, dann der Sternenzauber in Gimbte und zum Schluss die Eröffnungsveranstaltung des Weihnachtsmärchens im Niederort, das waren die diesjährigen Stationen der Blasorchesters und der Blasorchesterklassen der Gesamtschule Greven, die sie in ihr diesjähriges Winterprogramm aufgenommen hatten.

Sowohl klassische Weihnachtslieder wie ‚Jingle Bells‘, ‚alle Jahre wieder‘ oder ‚Oh du Fröhliche‘, als auch Musical Melodien wie ‚Star Wars‘ oder ‚Pirates oft the Caribbean‘ aber auch Popsongs wie ‚Raise me up‘, ‚Eye of the Tiger‘ oder ‚Thriller‘ von Michael Jackson befanden sich in dem Repertoire der Schüler der Klassen fünf bis acht.

„Unsere drei begleitenden Musiklehrer Kristin Engelhardt, Claudia Sandhop und Ulrich Falk wechselten sich mit dem Dirigieren ab. Ganz gleich, wer vorne stand, “weiß Euphonium Spieler Jeremy aus der 8a zu berichten, „es wurden immer schöne Stücke gespielt und das Publikum war begeistert.“

Waren die Musiker am ersten Tournee Samstag in der Schule noch geschützt vor den Unbilden des Wetters, so waren für die 35 Bläser, die tags darauf bei dem Sternenzauber in Gimbte aufspielten, nicht nur wetterfeste Kleidung und Handschuhe notwendig. Vielmehr waren wegen des Windes Wäscheklammern erforderlich, um so die Noten fixieren zu können.

Quasi Glück hatten alle dann am Freitag bei der Eröffnung des Weihnachtsmärchens in Greven. Der angekündigte Regen blieb aus, kalt war es dennoch.

Der schon zur Eröffnung gut besuchte Markt strahlte nicht nur durch die Feuerschalen einen ganz besonderen Charme aus. Das darin befindliche Feuer war augenscheinlich Magnet für groß und klein zum Aufwärmen, ganz bestimmt aber auch Anlaufstelle für die Kinder mit Stockbrot, mit dem der Förderverein der Gesamtschule Greven zusätzlich zu allerlei Selbsthergestelltem in seinem Stand aufwarten konnte.

Und hat die Bude des Fördervereins, der die Konzertbesucher auch sonst mit Köstlichkeiten verpflegte, auf dem Weihnachtsmarkt schon Tradition, so ist neu in diesem Jahr der Stand der Zehntklässler. Mit dem Abschluss vor Augen und dem Wissen um die Kosten der dazugehörenden Feierlichkeiten hatten sie viel Attraktives ausgestellt, um sich so auf ein gutes Gelingen im kommenden Jahr vorzubereiten.

Aus 10 wurden 45 Mitstreiter - 1. Mitgliederversammlung unserer Auszeit

Und wieder ist ein Meilenstein in der Entwicklung der Auszeit eSG, der Schülergenossenschaft der Gesamtschule Greven, erreicht. Nachdem im März des vergangenen Jahres zur Gründungsversammlung in die Räume der Volksbank eingeladen werden konnte, fand nunmehr die 1. Mitgliederversammlung in der Mediothek der Gesamtschule statt. Neun Punkte umfasste die Tagesordnung und in Punkt II, dem Bericht des Vorstandes, ließ Louisa die Geschichte der jungen Firma Revue passieren.

Interessant ist in diesem Zusammenhang sicherlich, dass die Vorbereitungen zur Genossenschaftsgründung mit nur zehn Schülern aus der Jahrgangsstufe 7 erfolgten und die begleitenden Lehrer, Jörg Klose und Phillip Klumpe, sich ab Sommer 2015 mit verschiedenen Fortbildungen firm machten für ihre neuen Aufgaben.

Die redliche Vorarbeit hat sich offensichtlich gelohnt, kann doch die Auszeit eSG stetigen Erfolg verzeichnen. So erzielten sie bei Wettbewerben erste Preise, sind gefragte Referenten beispielsweise beim Workshop ‚Nachhaltigkeit und Finanzbildung‘ in Hagen zu Beginn diesen Jahres oder konnten im Frühjahr Landtagsabgeordnete für eine Podiumsdiskussion gewinnen. Im Sommer wurde das Fernsehen auf die Schülergenossenschaft aufmerksam und der WDR war einen Tag lang für Dreharbeiten in der Gesamtschule. Im November war die Auszeit eSG Gastgeberin einer landesweiten Fachtagung ‚Erfahrungsaustausch Schulverpflegung‘ und übernahm zwischenzeitlich das Catering bei verschiedenen Veranstaltungen im Marienschulzentrum.

Inzwischen ist der Stab der aktiven Mitarbeiter der Schülerfirma auf 45 angestiegen. Aktuell gibt es 103 Mitglieder bei 210 verkauften Anteilen. Gültigkeit haben genossenschaftliche Prinzipien des demokratischen und nachhaltigen Handelns: jedes Mitglied hat eine Stimme und die Produkte sind ökologisch respektive regional gewählt.

Erfreulich nach einem Jahr war die Feststellung des Jahresabschlusses mit abschließendem Beschluss über die Gewinnverteilung durch Stine und Lars. Betreuende Volksbankmitarbeiterin Veronika Wermelt: „Das letzte Jahr hat wirklich sehr gut gezeigt, dass die Schüler betriebswirtschaftliches Denken und Handeln verinnerlicht haben. Das zeigt unter anderem auch das tolle erwirtschaftete Ergebnis.“ Zentral in diesen Überlegungen ist der Erwerb eines professionellen Kaffeeautomaten, der nach dem Neubau Platz finden soll in einem neuen Schülercafe, das sich vor allem den Oberstufenschülern öffnet.

Bei den anschließenden Wahlen zum Vorstand kamen die Neuntklässler Maxima, Alessia, Ben und Tillian neu hinzu zu den Zehntklässlern Louisa, Lea, Muriel und Fynn, der Aufsichtsrat mit Veronika Wermelt von der Volksbank, Jörg Klose, Philipp Klumpe und Ingo Krimphoff, Schulleiter der Gesamtschule, wurde bestätigt. „Wir als Aufsichtsrat“ merkt Vorsitzender Krimphoff an, „waren im Geschäftsjahr in beratender und überwachender Funktion tätig und konnten uns dabei immer wieder von der Legalität der Handlungen überzeugen. Darüber hinaus wurde der Auszeit eSG bei der betriebswirtschaftlichen Überprüfung durch Herrn Kerger vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband e.V. fehlerfreies Agieren testiert.“

„In dieser 1. Mitgliederversammlung“, resümieren Klumpe und Klose „war deutlich zu spüren, dass wir gemeinsam etwas erreicht haben. Wir sind gut aufeinander eingestimmt und sind eine Gemeinschaft geworden, in der man gern zusammen arbeitet.“ Doch nicht nur das gemeinschaftliche Arbeiten wird in der Schülergenossenschaft großgeschrieben. Die Schüler, die gemäß der Satzung auf Entgelt verzichten, freuen sich deutlich spürbar auf die bevorstehende Weihnachtsfeier, die exklusiv für sie in einem italienischen Restaurant gebucht ist.