Gesamtschule Greven

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Alles andere als "Käse" - Unser Schüleraustausch mit Gouda

‚De Goudse Waarden‘ heißt die Schule in der niederländischen Stadt Gouda, die nunmehr seit zwei Jahren Partnerschule der Gesamtschule Greven ist. Sie ist im internationalen Austauschprogramm fest verankert und die Neuntklässler des Wahlpflichtfaches Niederländisch machten sich Ende September auf, sie zu besuchen.

„Anders als im vergangenen Jahr, wo wir von Montag bis Sonntag unterwegs waren“, weiß Philipp Klumpe zu berichten, „starteten wir diesmal am Mittwoch. So hatten wir schwerpunktmäßig drei Blöcke: Donnerstag und Freitag waren die Schüler mit ihren Partnern in der Schule, am Wochenende in den Familien und der Montag war für eine Fahrt nach Amsterdam eingeplant.“

Doch auch die Schultage, in denen die Grevener u.a. in verschiedenen Deutschgruppen gern als Experten im Sprechunterricht gesehen wurden, waren nicht nur durch den allgemeinen Schulalltag geprägt. So gab es am Donnerstagnachmittag eine Stadtralley durch Gouda. Anschließend stand ein besonderes Highlight auf dem Programm. Die jungen Menschen konnten nicht nur eine Stroopwafelbäckerei besichtigen, sondern darüber hinaus diese Besonderheit auch selber backen. „Die Stroopwafels‘ sind eine Spezialität aus Gouda und total lecker!“ sagt Lena aus der neunten Klasse. Längs durgeschnitten kommt eine Füllung in die Waffel, deren Herstellung einem streng gehüteten Geheimrezept unterliegt.

Zuzüglich zu dem regulären Unterricht stand am Freitag ein zweistündiges Fotoprojekt auf dem Stundenplan. Die Idee war, die Schule aus dem Blick der deutschen Schüler zu fotografieren mit dem Ziel, für den Nachfolgekurs an der Gesamtschule Poster zu erstellen. Die Fotos zeigen das niederländische Schulsystem für Daheimgebliebene. Pauline: „Es war sehr interessant, die Unterschiede zwischen unserer deutschen Schule und der niederländischen Schule kennenzulernen.“ Und Ina ergänzt: „Die Schule ist echt modern, die Schülerinnen und Schüler arbeiten fast nur noch mit digitalen Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien. Eine Tatsache, die schon die Austauschschüler des vergangenen Jahres stark beeindruckte.

Beeindruckt zeigten sich die Austauschschüler auch von ihren Partnern und Gastfamilien. Ronja und Naomi berichten von freundlichen und fürsorglichen Eltern. Sie fühlten sich in den Familien sehr wohl und Antonia sagt: „Meine Partnerin Nina war wie eine Schwester für mich.“ Allen hat das Wochenende in den Familien sehr gut gefallen und ganz besondere Momente erlebten u. a. Ciara: „Wir waren gemeinsam in Den Haag, Scheveningen, am Strand.“, Carina: „Ich war am Wochenende segeln“ und Genrieh: „Das Wochenende war toll. Ich war mit meinem Partner Segelfliegen.“

Im Ranking der guten Erlebnisse stand aber auch die Fahrt nach Amsterdam ganz oben. So Jonas: „Amsterdam war super.“ Spontan hatte die niederländische Austauschschule noch einen Zuschuss zu ihrem Programm erhalten, sodass beispielsweise die Bootstour komplett über die Ampstel führen konnte. Joelle: „Die Fahrt durch die Grachten war cool. Wir haben vom Boot aus das Anne Frank Haus gesehen. Und wir hatten im Anschluss genug Freizeit, um die Stadt und die Shoppingmöglichkeiten zu entdecken.“

Trommeln mit afrikanischem Musikprofessor

Wundersame Klänge waren in der Gesamtschule Greven zu hören, dazu Schülerstimmen, die rhythmisch ‚Kafa Koto Ba Alaba‘ sangen. Das konnte nur eins bedeuten – Morphius Eurapson-Quaye war wieder da, um mit Kindern der Jahrgangsstufe sechs zu singen und zu trommeln. Der inzwischen 68-jährige Musikprofessor im Ruhestand war 2013 das erste Mal an der Gesamtschule Greven und lehrte zuvor in Winneba/Ghana westafrikanische Musik. Schon seit vielen Jahren kommt er immer wieder zu Besuch nach Deutschland, um in Form von Workshops in erster Linie Unterricht im Trommeln zu erteilen. Mit dem Entgelt gründete er in privater Initiative das ‚Centre for Talent Expression‘, ein Ausbildungszentrum für junge Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keine Schule besuchen konnten bzw. ohne Ausbildung sind. Denn in Ghana ist jegliche Ausbildung – von der Grundschule bis zur Universität – kostenpflichtig.

„Ich kenne Morphius seit 13 Jahren und freue mich immer wieder, wie er die Schülerinnen und Schüler zu begeistern weiß. Seine Idee, ein Ausbildungszentrum zu gründen, kenne ich von der ersten Minute und finde beachtlich, mit welcher Hingabe und Ausdauer und auch mit welchem Erfolg er sich für sein Ausbildungszentrum einsetzt“, berichtete die Musiklehrerin und Initiatorin des Musikprojekts Claudia Sandhop.

Und waren es auch für europäische Ohren zunächst fremd anmutende Klänge, so gelang es dem Professor, der ausschließlich Englisch sprach, doch mehr und mehr, die Kinder mitzunehmen nach Afrika. „We‘re still in Africa“ ließ Morphius des Öfteren einfließen und wies dabei auf sein Herz: Im Moment zumindest, so sagte er dabei, sei dieses unser bester Freund. Mit viel Fingerspitzengefühl, Witz, Authentizität und Ausdrucksstärke überzeugte er und lockte auch die letzten Kinder aus ihrer Reserve. Hoch konzentriert und voller Energie ließen sie sich über das Klingeln hinaus mitnehmen in die faszinierende Welt westafrikanischen Musik.

In 3D drucken - unsere 9er beim MINT-Workshop des zdi

„Ich habe mich für diesen Kurs im Rahmen der Projektwoche unserer Schule entschieden, weil mich der 3D-Druck interessiert“, zeigt sich Laura, Schülerin der neunten Klasse der Gesamtschule in Greven, begeistert. Auf einem Online-Videoportal hatte sie bereits mehrere Videos zum Thema angesehen, und es reifte der Wunsch, 3D-Druck selbst auszuprobieren. Überhaupt fasziniere sie Technik, daher habe sie es auch als Schulfach gewählt.

Wie funktioniert ein 3D-Drucker, und was kann ich damit drucken? So lautete der Titel des Workshops am zdi-Zentrum in den Technischen Schulen in Steinfurt. Die teilnehmenden Schüler erhielten zunächst eine Kurzeinweisung in den 3D-Druck und seine Möglichkeiten sowie in ein CAD-Zeichnungsprogramm. Anschließend konnten sie selbstständig kleinere Bauteile im System erstellen. Sie generierten mit einem ergänzenden Computerprogramm 3D-Druck-Modelle und den Quellcode für den 3D-Drucker. Danach druckten sie ihre erstellten Bauteile, die sie mit nach Hause nehmen durften.

Projektleiter Ralf Borges ist sehr zufrieden: „Die Schülerinnen und Schüler sahen den MINT-Workshop sehr positiv. Sie haben sich von der 3D-Druck Technologie begeistern lassen und tolle Produkte in Form von Schlüsselanhängern erstellt. Das Arbeiten mit einer CAD-Software machte ihnen dabei großen Spaß. Der Funke für moderne Technik ist an diesem Tag auf unsere jungen Besucher übergesprungen.“

Zum Thema Umwelt reisten die Jugendlichen zum Campus Steinfurt der FH Münster weiter. Am Fachbereich Energie-Gebäude-Umwelt hatten sie die Möglichkeit, erste Einblicke in die Arbeitswelt von Umweltingenieuren zu erhalten: Die Schüler durften Elektromobilität „erfahren“, indem sie die Elektrofahrräder des e-Mobilitätszentrum ausprobierten. „Der Tag heute war total spannend“, lautete die einhellige Meinung der teilnehmenden Jugendlichen.

Das zdi-Zentrum ermöglicht den Schulen im Rahmen der MINT-Werkstatt erste Einblicke in die Berufswelt. Durch praxisnahe Workshops wird ihnen vermittelt, wie sich die Technik in den Arbeitsalltag der einzelnen Berufsbilder einfügt.

Projekt "Kennenlernen und Vertrauen aufbauen" für die neuen 5er

Wie schaffen wir es, dass neue Klassen schnell zu Regeln und Absprachen über ihr tägliches Miteinander-Lernen und -Leben gelangen? Vor diese Herausforderung gestellt, entwickelte die Gesamtschule Greven gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Greven bereits vor einigen Jahren ein Konzept, welches auch in diesem Jahr wieder alle neuen Fünftklässler der Schule durchlaufen haben.

Jede Klasse erlebte einen Tag bei „Draußenzeit“ in Hembergen. Mit dem Fahrrad ging es von der Schule aus zum Natur-Gelände, wo bereits ein Lagerfeuer und ein großes Tipi auf die Kinder und ihre Klassenlehrer warteten. Im Verlauf des Tages wurden die Kinder vor verschiedene Aufgaben gestellt, so galt es zum Beispiel, ein Feuer zu machen ohne ein Streichholz oder ein Feuerzeug zu benutzen.

Die neue Gruppe konnte sich in verschiedensten Spielen kennenlernen und erste Erfahrungen miteinander sammeln. Mittags gab es von Eltern gespendete Salate und Grillwürstchen von der Schülerfirma.

Dominik Schlummer von Draußenzeit, Naturerlebnispädagoge, schilderte seine Eindrücke: „Vieles, was die Kinder hier lernen, erleichtert ihren Start in der neuen Schule: Aufgaben in der Gruppe angehen, sich absprechen und einander vertrauen.“ Die Gesamtschule freut sich sehr, dass für dieses bewährte Projekt wieder die Volksbank Greven und der Förderverein der Gesamtschule als Unterstützer gewonnen werden konnten.

Einen zweiten Tag verbrachten die Schüler im Kulturzentrum GBS. Dort warteten Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtungen, die mit jeder Klasse auf spielerische Weise Kompetenzen wie Vertrauen, Disziplin und respektvolles Miteinander vertieften. Dieser Klassenfindungstag bildet lediglich den Auftakt – werden doch die Jugendlichen in den ersten zwei Jahren ihrer Schulzeit an der Gesamtschule wöchentlich begleitet und durchlaufen somit ein schulbegleitendes Sozialkompetenztraining. Die Projektkoordinatorin Claudia Termöllen-Gausling stellt deutlich heraus, dass das Grevener Jugendamt hierbei bewusst auf Prävention setzt.

Preise abräumen beim Bundeswettbewerb Finanzen in Berlin

Zuhause im Zimmer aufhängen? Oder irgendwo an gut sichtbarer Stelle in der Schule? Kommt nicht in Frage – viel zu peinlich. Die Mädels schütteln den Kopf. Da gibt es offenbar keine zwei Meinungen. Folge: Die beiden Poster mit den überlebensgroßen Konterfeis darauf wandern wohl in die Schublade, vorerst zumindest.

Dabei haben Hannah Pawlowska und Lara Steltenkamp keinen Grund, sich zu verstecken. Im Gegenteil: Sie haben am Bundeswettbewerb Finanzen teilgenommen und dort vordere Plätze abgeräumt. Als Fünferteam war die Mädchen-Gruppe aus der damaligen 7a (betreut von Klassenlehrerin Kristin Engelhardt) nach Berlin eingeladen worden – allein das schon ein großer Erfolg. Die virtuelle Planung einer Klassenfahrt war so gut gelungen, dass die Gruppe – neben Hannah und Lara auch Amira Arabi, Ina Kölker und Kristin Schulze Höping Pellengahr – zum Bundesfinale durfte. Dort nahmen sie (jeweils mit anderen Schülern zu neuen Gruppen formiert) an einem Wirtschaftsspiel teil. Ziel: die Vermarktung von Snow- und Wakeboards.„Wir sollten ein neues Board designen, das eine Individualität besitzt“, beschreiben die Schülerinnen den Auftrag. „Zwar ist alles gut gelaufen, dennoch waren wir froh, als wir die Präsentation hinter uns hatten.“

Nebenbei bot die dreitägige Reise auch Gelegenheit für Sightseeing in der Hauptstadt. „In diesen drei Tagen haben wir eine Menge gelernt, was wir für unser weiteres Leben nutzen können“, resümiert das Quintett. Hannah Pawlowska holte mit ihrem Team den zweiten Platz, was ihr 125 Euro Taschengeld sowie einen Zuschuss in gleicher Höhe für die Klassenkasse einbrachte. Lara Steltenkamp sahnte für ihren dritten Platz zweimal 75 Euro ab.

Katrin Gerleigner und Christof Fraunhofer von der Stiftung „My Finance Coach“ waren nun eigens aus München in die Gesamtschule gekommen, um die Schule auszuzeichnen, die derart erfolgreiche Teilnehmerinnen auf die Reise geschickt hatte. Eine „super Leistung“ nannte Schulleiter Ingo Krimphoff das Abschneiden der jetzigen Achtklässlerinnen. „Da sind wir richtig stolz drauf. Ihr habt den Namen der Schule bundesweit bekannt gemacht. Ihr seid damit ganz positive Botschafter für die Schule, aber auch für die Stadt Greven.“ Gerleigner und Fraunhofer überreichten eine gerahmte Urkunde, die sicher einen passenden Platz in der Schule finden wird. Zudem gab es für Hannah und Lara jeweils das erwähnte große Wettbewerbs-Poster mit dem eigenen Foto drauf.

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb: Die Stiftungs-Vertreter waren auch nach Greven gekommen, um weitere Schüler für eine Teilnahme zu motivieren. Bis Ende Februar können Schüler ein Projekt einreichen. Die Aufgabenstellung dieses Mal: mit einem fiktiven Budget von 500 Euro eine nutzbringende Veränderung an der eigenen Schule planen. Neu ist: Per Online-Voting wird darüber entschieden, welche Idee tatsächlich umgesetzt wird. Dafür müssen die Schüler ihr Projekt mit einem Video vorstellen. Unabhängig davon werden erneut die Schüler mit den besten Projekt-Beiträgen zum Bundesfinale nach Berlin eingeladen. Die Stiftung „My Finance Coach“ hat sich die ökonomische Grundbildung auf die Fahne geschrieben. Ziel ist es, Interesse für wirtschaftliche Zusammenhänge zu wecken und zu fördern. Die Stiftung wird von zahlreichen Unternehmen und Verbänden getragen.

Sommerlager Klasse 6 - unser Vorzeigeprojekt am Westeroder See

Ein Jahr lang hätten andere Schulen Zeit gehabt, das Modell zu kopieren. Aber nichts da. Nach wie vor sei das Projekt Sommerlager der Gesamtschule „einzigartig in NRW“, sagt Ingo Krimphoff, Leiter der Gesamtschule. Er war am Freitag zum Campingplatz Westheide geeilt, um mit den Kooperationspartnern eine durchweg positive Bilanz zu ziehen.

Zum Hintergrund: Im Zuge des Sommerlagers verbringen zwei sechste Klassen (56 Schüler) eine Woche am Westeroder See, angeleitet von rund 20 angehenden Jugendleitern aus der neunten Klasse sowie Vertretern von Sportvereinen und Jugendverbänden, die dabei wiederum wissenschaftlich begleitet werden von 17 Sportstudenten der Uni Münster. Warum das alles? Weil alle profitieren. Win-Win-Win . . .

Während also andere Sechser vergangene Woche Rheine oder Osnabrück unsicher machten, campten die Mitschüler aus der Stufe in Westerode – bei nicht gerade sommerlichen Bedingungen. Flexibles Umplanen von Freiluft-Angeboten war nötig. Dass erstmals ein regenfestes Zirkuszelt zur Verfügung stand, half sehr.

„Die Woche fußt auf drei Bausteinen: Gesunde Ernährung, 10 000 Schritte am Tag und Entspannung“, erklärt Sport-Dozent Andreas Klose (Uni Münster). Sein Bruder Jörg Klose unterrichtet an der Gesamtschule und hat das Projekt initiiert. Die Schüler in Bewegung zu bringen, fiel augenscheinlich leicht. Die Vorgabe von 10 000 Schritten am Tag erfüllte jeder einzelne Teilnehmer. „Hier geht es nicht um Hochleistungssport, sondern um ganz normale Bewegung“, sagt Andreas Klose. Jörg Klose betont, dass Obst und Gemüse – zentraler Bestandteil des täglichen Speiseplanes – von umliegenden Bauern stamme.

„Das ganze Projekt funktioniert nur deshalb so gut, weil so viele Leute beteiligt sind – darunter viele Profis.“ Nicht nur Krimphoff hofft auf einen nachhaltigen Effekt, darauf, dass die Schüler die Lagererfahrungen nach Hause tragen und fortsetzen.

Anregungen gab es reichlich – zum Beispiel in Form bewegter Angebote: Kanu fahren, Frisbee, Floß-Bau, Zirkus-Workshop (mit dem „Circus Chabernaq“) und mehr. Auch Fingerspiele waren im Angebot: gut für die Feinmotorik und um handyfreie Zeiten sinnvoll zu nutzen (Smartphones waren tabu). „Hier geschieht Persönlichkeitsbildung durch und durch“, ist Julian Lagemann (Kreissportjugend) vor allem vom Engagement der Schüler begeistert. Er selbst ist Lehramtsstudent. „Eine Woche fokussiert mit Kindern arbeiten – das kann die Uni nicht bieten“, benennt er den praktischen Nutzen für die Studierenden. „Jeder hat etwas von diesem Lager. Jeder nimmt etwas mit.“