Gesamtschule Greven

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Besuch des Flughafens – Forscherpreis in Weiterbildung umgesetzt

Lange hatten die jungen Naturwissenschaftler der Jahrgangsstufen 7 und 8 der Gesamtschule Greven gemeinsam mit ihrer Lehrerin Anika Timmer überlegt, wie sie den finanziellen Anteil ihres Sonderpreises, den sie bei dem Landeswettbewerb ‚bio-logisch‘ im Sommer diesen Jahres erhielten, sinnvoll nutzen können. Das Ergebnis war nun eine speziell für die rund 50 Schüler abgestimmte Besichtigung des Flughafens Münster Osnabrück mit Frau Ute Bahn und Herrn Günter Gemsa. Mit dabei war der Technik Kurs von Carsten Liebschwager, der sie begleiten durfte.

„Nicht zuletzt unsere Unterrichtsreihe mit dem Thema ‚Luft und Fliegen‘ gab den Ausschlag, den Flughafen zu besuchen“, berichtet die junge NW Lehrerin Anika Timmer. Hatten die Schüler im Unterricht verschiedene Experimente durchgeführt zum Vogel- und Flugzeugflug und dabei auch Modelle erstellt, um Möglichkeiten der Richtungsausrichtung durch Steuerklappen zu erkennen oder aber die Bedeutung des Auftriebes zu erfassen, so konnten sie auf dem Flughafen Bekanntschaft machen mit echten Flugzeugen und mit Herrn Folker Flasse, einem ehemaligen Heeresflieger, Fluglehrer und Fluglehrer-Ausbilder. Zu seiner aktiven Zeit flog er verschiedene Flugzeugtypen und auch Hubschrauber. Im Zusammenhang mit seinem Aufenthalt in Pakistan und einhergehender humanitärer Hilfe erhielt er 2012 das Bundesverdienstkreuz.

Anschaulich waren die technischen Grundlagen des Fliegens. Die spezielle Formen der Tragflächen sorgen dafür, dass sich Luftteilchen unterschiedlich an den Tragflächen bewegen. Die Luftteilchen sind an der Oberseite schneller als an der Unterseite, sodass ein Sog entsteht. Er führt dazu, dass das Flugzeug bei einer bestimmten Geschwindigkeit abhebt.

Interessant waren für die Schüler die Bilder aus dem Cockpit. Volker Flasse erklärte einige der Instrumente, die oftmals aus Sicherheitsgründen zweifach vorkommen und in jedem Flugzeug gleich angeordnet sind.

„An unserem Flughafenbesuch hat mir der Vortrag sehr gut gefallen. Herr Flasse erzählte von seinen Flugerfahrungen und davon, wie ein Flugzeug funktioniert,“ sagt Etienne. Dem pflichten Steven und Alexander bei. Während Alexander die Ausführungen aus der aktiven Zeit des Piloten hervorhebt, weist Steven darauf hin, „dass wir vieles sehen konnten, dass man normalerweise so nah sonst nicht so zu Gesicht bekommt, beispielsweise die Privatjets.“

„Nicht nur zum Thema ‚Fliegen‘ lässt sich der Flughafen gut als außerschulischer Lernort nutzen. Auch bei weiteren naturwissenschaftlichen Unterrichtsreihen bietet sich eine Exkursion zum FMO an. Ich denke dabei an das Thema „Hund“. So wäre es interessant, die Zollhunde als ein Beispiel für ‚Hunde mit Beruf‘ in Aktion zu sehen,“ so die NW Lehrerin.

Kooperation der Gesamtschule mit dem Stadtarchiv Greven

Wie veränderte die Industrielle Revolution das Leben der Menschen im Münsterland? Unter dieser Leitfrage erforschen Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Greven zur Zeit die Geschichte der Firma Biederlack & Temming sowie der Grevener Baumwollspinnerei seit den 1880er Jahren.

Im Rahmen von thematischen Führungen durch das Stadtarchiv Greven boten dessen Leiter, Dr. Stefan Schröder, und seine Kollegin Angelika Haves den Schülern aller fünf achten Klassen ein eindrucksvolles Bild der vielfältigen Quellen zur Geschichte ihrer heimischen Textilindustrie. So konnten die Jugendlichen Baupläne der ersten Arbeiterwohnungen ebenso unter die Lupe nehmen wie zeitgenössische Arbeitsordnungen, Fotos aus dem Inneren der Fabriken, oder Zeitungsberichte, in denen unter anderem von Spannungen berichtet wird, wie sie entstanden, als Arbeiter sich gewerkschaftlich organisierten.

"Das Stadtarchiv Greven ist die zentrale Stelle für Forschungen zur Grevener Geschichte und steht allen Interessierten offen, unsere ältesten Archivalien reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück." erklärt Dr. Schröder. „Für Schulklassen gehört die Arbeit zu historischen Themen wie Industrialisierung, Erster Weltkrieg oder Nationalsozialismus zum archivpädagogischen Programm. Gerne beraten wir daher die Schüler der Gesamtschule bei ihren Projekten." Und Herr Dr. Peter Benken, Fachvorsitzender des Fachbereiches Gesellschaftslehre fügt hinzu: "Geschichte wird für Jugendliche auf neue Weise fassbar, wenn sie, um nur ein Beispiel zu nennen, das Original einer alten Handschrift entziffern und dabei selbst entdecken, wie hart ihre eigenen Altersgenossen vor 100 Jahren in den Fabriken arbeiten mussten. Daher sind außerschulische Lernorte wie das Stadtarchiv für unseren Unterricht so wichtig – und ich freue mich sehr, dass wir hier eine neue Projektpartnerschaft beginnen können."

Da das Projekt noch nicht in allen Klassen abgeschlossen ist, heißt es jetzt Daumen drücken, dass das Begonnene gut weiterläuft - und natürlich den ein oder anderen Schüler-O-Ton vom ersten Ausflug in die historische Forschung einzufangen. So fanden Noah und Stefanie den Besuch im Stadtarchiv sehr informativ und Stefani begründet: „Es war spannend zu sehen, wie sehr sich Greven verändert hat.“ Nele weist auf die Aufgaben hin, die die Schüler bearbeitet haben: „Wir haben Teile der Geschichte der Grevener Baumwollfabrik mit den älteren Schriften herausgefunden,“ und Philipp ergänzt: „Wir hatten die Aufgabe bekommen, in historischen Zeitungen alte Buchstaben zu entschlüsseln. Es war zwar nicht leicht, wir haben es aber trotzdem geschafft, einiges zu lesen!“

Lernen mit Adele - Kooperation mit Musikexperten der Uni Münster

In der vergangenen Woche standen für die Schüler des Jahrgangs sieben zwei ganz besondere Stunden auf dem Stundenplan, waren sie doch eingeladen, mit drei Musikern der musikpädagogischen Fakultät der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster an einem speziell für sie eingerichteten Bandworkshop teilzunehmen. Die Idee hierzu hatte der Musiklehrer Kai Finke, der für die jeweils fünf Klassen ein Arrangement schrieb, das mit ‚Classroom Instruments‘ den Song ‚Hello‘ zum Thema hatte.

„Der Song ist der aktuelle Popsong der Sängerin Adele und ist international in kurzer Zeit sehr bekannt geworden. Das Arrangement basiert auf einer Live-Version aus einer US-Fernsehshow“, weiß der junge Lehrer zu berichten. „Diese Interpretation des Stückes wird mit vielen Percussioninstrumenten gespielt und gibt somit den Lernenden eine klare, rhythmische Orientierung.“

Aufgeteilt in vier Gruppen (Keyboard, Percussion, Bass und Gesang) konnten die Siebtklässler angeleitet durch die jeweiligen Experten und mit Unterstützung sogenannter Tutorials, also Videoclips, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufwiesen, ihren musikalischen Part schnell und mit sichtbarem Eifer erlernen. Zum Ende der Stunde wurden die vier Gruppen zu einer ‚Klassenband‘ zusammengeführt und das Ergebnis mit Hilfe eines Pocketrekorders aufgezeichnet.

„Die Stunden haben Spaß gemacht“ sagt Malin, „da es ja auch etwas für unsere ganze Klasse war.“ Einig sind sich Carina und Maiya. „Der Bandworkshop war cool. Wir konnten uns frei nach unseren Interessen und Neigungen den Gruppen zuordnen“, und Anna ergänzt: „Die Musiker waren sehr nett. Die Arbeit mit den Laptops war gut. So konnten alle, egal wie weit wir gerade waren, etwas dazulernen.“ Und hinsichtlich des Ergebnisses befragt äußern alle vier gemeinsam, dass „anfangs der Gesang etwas leise war, bei der zweiten Aufnahme hat aber alles gepasst.“

‚Teamwork wird in einer Band stets groß geschrieben‘ erläutern die jungen Pädagogen der Musikfakultät. Denn, erst im gemeinsamen Spiel wird aus vielen Teilen ein großes Ganzes. Man kann sich behaupten, Position beziehen und auch mal unterordnen. Im Zusammenspiel kann der gemeinsame Erfolg geteilt und die Niederlage von allen getragen werden – ganz bestimmt wertvolle Erfahrungen für die jungen Menschen auf ihrem weiteren Lebensweg.

Erfolg auf grünen und Vielfalt auf gelben Fußspuren - unser TdoT

Nach einem fulminanten Auftakt in der Rönnesporthalle mit Orchesterauftritt der Blasorchesterklasse und Auftritt der Zirkus-AG, waren die Kinder eingeladen, "gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern zu lernen, zu experimentieren, neugierig zusein und unser Schulleben kennenzulernen", so Schulleiter Ingo Krimphoff.

Und dazu gab es in den darauffolgenden Stunden vielzählige Möglichkeiten. Angelegt in zwei farblich gekennzeichneten Rundgängen, konnten die Besucher strukturiert verschiedene Unterrichtsräume mit ihren unterschiedlichen Angeboten entdecken. Angelehnt an zentrale Begriffe der Leitbildentwicklung, stellt der erste Rundgang mit den grünen Fußspuren Aspekte der ‚erfolgreichen Entwicklung‘ junger Menschen durch leistungs- und erfolgsorientierte Lernprozesse in den Vordergrund. So waren hier Mitmachaktionen aus den Bereichen der Informatik, der Sprachen Spanisch und Niederländisch und des Lernbüros Mathematik, Englisch und Deutsch subsumiert.

In dem zweiten Rundgang mit den gelben Fußspuren der ‚gewinnbringenden Vielfalt‘, dem Beiträge zur umfassenden Persönlichkeitsentwicklung zugeordnet sind, gab es Mitmachaktionen für die Kinder aus den Bereichen der Arbeitslehre, des Experimentierens in den Naturwissenschaften, der Pausenhalle, des kooperativen Lernens, dem AG–Angebot und Präsentationen der Schülerfirma, zu ‚Projekten zum Erwachsenwerden‘ oder aber ‚Sozialtraining und Streitschlichtung‘.

Ein dritter Begriff des Leitbildgedankes der Gesamtschule ist das ‚lebendige Schulleben‘. In der Sporthalle gab es nicht nur ‚Floorball‘ als Programmpunkt und im Mehrzweckraum zeigten Achtklässler den Besuchern ein szenisches Spiel in lateinischer Sprache und die sogenannte Durchlaufprobe der Theater-AG zu dem Jugendstück ‚Linie 23‘. Zudem hatten die Viertklässler die Möglichkeit, das Fach ‚Darstellen und Gestalten‘ kennenzulernen.

„Darstellen und Gestalten finde ich toll“, sagt Vivien, eine der zahlreichen potenziellen Gesamtschüler an diesem Tag. „Zur Gesamtschule möchten viele meiner Freunde“ und ihre Mutter führt aus: „Die Schule bietet vielfältige Möglichkeiten z.B. in den Fremdsprachen“ und gerade das eine Jahr mehr bis zum Abitur scheint attraktiv. „Alle Bildungswege stehen den Kindern offen“, denken einige Eltern laut, während Kai beispielsweise seinen Fokus eher in der Pausenhalle sieht: „Beim Billard habe ich sogar die fünf und die sieben ‚rein gemacht‘“, berichtet er und war offensichtlich zudem beeindruckt von der Küche der Schule. Lenna favorisiert die Gesamtschule, da sie das Waldhorn spielt und vielleicht mit einer Blasorchesterklasse liebäugelt, während Lotta ihren persönlichen Schwerpunkt des Tages bei den Experimenten in den Naturwissenschaften setzt. „Für Lotta, die wie jedes Kind über Stärken und Schwächen verfügt, ist sicherlich die ausgewiesene individuelle Förderung interessant“, sagt ihr Vater. Und nach seiner persönliche Motivation für eine mögliche Anmeldung an der Gesamtschule befragt, antwortet er: „An der Gesamtschule gibt es sowohl Angebote zur weiteren Förderung von sehr leistungsstarken Kindern als auch Förderungsmöglichkeiten von Kindern, die noch Schwächen in einzelnen Bereichen haben.“

In der Mensa hatte der Förderverein seine Kaffeetafel aufgebaut. hatte. Die Infoständer der Schulpflegschaft waren auch immer wieder Anlaufpunkt vieler Eltern. Der Informationsaustausch mit den schon erfahrenen Gesamtschuleltern war den potenziellen neuen Eltern wichtig.

Proben und Musizieren mit Profis des Landespolizeiorchesters NRW

„Wir freuen uns über die Bereitschaft eines so renommierten Orchesters mit uns zusammenzuarbeiten, und wir sind sehr stolz auf unsere Blasorchesterklasse, dass sie nach nur einem Jahr des Probens in der Lage ist, ein gemeinsames Konzert zu gestalten“, sagt Schulleiter Ingo Krimphoff.

Bevor es dann aber an den Start ging, waren noch einige Proben zu absolvieren. Zwei Vormittage sind für die Schüler anberaumt, um gemeinsam mit den Profis unterschiedliche Stücke vorzubereiten. Eines davon ist ‚Let it go‘ aus dem Disney Musical ‚Frozen‘ und wurde auf besondern Wunsch der Sechstklässler in das Programm mit aufgenommen. Weitere Highlights sind u.a. ‚Eye of the Tiger‘, ‚Pirates of the Caribbean‘ oder aber ‚Smoke on the Water‘, allesamt Blasorchesterarrangements aus Musicals oder Popsongs.

Foto WNDas Konzert war ein voller Erfolg. Das Lob nach dem Konzert kam von höchster Stelle. „Die Kids sind hochmotiviert und echt cool drauf“, verteilte Scott Lawton, Dirigent des Landespolizeiorchesters, mit britischem Akzent Lorbeeren an die Orchesterklasse der Grevener Gesamtschule. Es war die in kurze Worte gefasste Bilanz eines Konzertabends in der Rönnehalle, der in dieser Form nur wenigen Nachwuchsorchestern zuteil wird: Mit renommierten Profi-Musikern wie denen der Polizei NRW auf einer Bühne zu stehen. Genau diese Chance bekamen die Schüler aus der sechsten Jahrgangsstufe am Freitagabend. Auf den Weg gebracht hatte das Konzert Musiklehrer Ulrich Falk, der Lawton, den Leiter des Landespolizeiorchesters, persönlich kennt. Ob es eine Fortsetzung der Kooperation geben wird, mochte Musiklehrer Ulrich Falk nicht garantieren. Fest steht: Ein großes Konzert pro Jahr soll es in Zukunft an der Gesamtschule geben. „Es muss ja nicht immer gleich das Landespolizeiorchester dabei sein.“

Der Junge im gestreiften Pyjama - eine musikalische Lesung

Der 27. Januar ist ein bundesweiter der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Er bezieht sich auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau, des größten Vernichtungslagers des Nazi-Regimes, und der anderen beiden Konzentrationslager Ausschwitz.

An unserer Gesamtschule Greven wurde das Thema der Judenverfolgung und der diskriminierenden Rassenpolitik im Dritten Reich in den letzten Jahren in verschiedenen unterrichtlichen Zusammenhängen, vor allem im Fach Deutsch durch die Lektüre von Büchern, die um das Thema kreisen, behandelt. Um den Jugendlichen ein schwieriges Thema auf außergewöhnliche Weise nahe zu bringen, veranstaltete die Schule eine musikalische Lesung in der Jugendkirche Mary’s: Ein Mann, eine Geige und eine Stimme – sonst nichts.

Gerade diese Schlichtheit machte die Eindringlichkeit des Vortrags von Roland Seiler aus. Damit erreichte der Sänger, Schauspieler und Stimmpädagoge aus Würzburg die Schüler des achten Jahrgangs der Gesamtschule. Er ließ die Stimmen von Überlebenden des Naziterrors verwoben mit den wehmütigen Klängen der traditionellen Roma- Musik auf der Geige erklingen ließ.

Aus dem Blickwinkel des damals zehnjährigen Otto Dov Kulka, der später ein angesehener Historiker wurde und des damals vierzehnjährigen Imre Kertesz, dem ungarischen Literaturnobelpreisträger, kam das eigentlich Unaussprechliche in kindlicher Unverstelltheit und ohne jegliche Anklage zur Sprache. Die Intensität des Vortrags stellte zwar eine Herausforderung an die Hörgewohnheiten des jungen Publikums dar, aber die nachdenklichen Rückmeldungen im darauffolgenden Klassengespräch zeigten, dass die Jugendlichen von dem Schicksal der verfolgten und geschundenen Kinder damals angerührt waren.

Wir alle suchen ein Zuhause

In der Adventszeit lud die Fachschaft Religion der Gesamtschule Greven zu einer besinnlichen Einstimmung auf das Weihnachtsfest in die Jugendkirche Mary’s ein, die musikalisch durch Kai Finke begleitet wurde. Durch den Gottesdienst führte Pastoralreferent Matthias Brinkschulte.

„In diesem Jahr ist es“, so die Gedanken der Fachvorsitzenden Ursula Kappes „die alle Gemüter bewegende Flüchtlingsproblematik, die unter dem Motto: ‚Wir alle suchen ein Zuhause‘ vor dem Hintergrund des bevorstehenden Weihnachtsfestes aus christlicher Sicht Thema ist. Das weihnachtliche Motiv der ‚Herbergssuche‘ bekommt damit in diesem Jahr einen ganz aktuellen Aspekt. Denn selten war uns Bethlehem so nah“.

„Auch wir selber, das sind die Erwachsenen und die Kinder, sind immer wieder auf der Suche nach dem, was uns trägt und was uns Heimat gibt“, sagte die Religionslehrerin Doris Möhring und gestaltete vor allem mit den Achtklässlern der Gesamtschule ein Krippenspiel, das sie zuvor in eine moderne Sprache übersetzte.

Auf den freiwilligen Charakter der Veranstaltung für die Jahrgangsstufen fünf bis sieben wies Roland Hericks, Didaktischer Leiter der Schule, hin und hob als ein wichtiges Ziel der besinnlichen Einstimmung „die Offenheit und Toleranz gegenüber aller Menschen“ hervor. Zum Abschluss wurde ein Friedensgruß in englischer und arabischer Sprache gesungen.

Unsere Schulsiegerin beim Vorlesewettbewerb

Amira, Laura, Lenja, Lino und Sophie, das sind die Namen der Kinder, die am vergangenen Freitag in der Gesamtschule Greven nominiert waren für die Endausscheidung des Vorlesewettbewerbs. Ermittelt werden sollte der Schulsieger, der sich letztendlich rekrutiert aus rund 150 Kindern aller Klassen sechs.

Nicht nur in Greven, gleichwohl bundesweit gehen Sechstklässler in dem renommierten Wettbewerb des Deutschen Buchhandels an den Start. „Für uns ist die Zeit des Vorlesewettbewerbs eine schöne Zeit,“ weiß Esther Kolletzki, Deutschlehrerin und Abteilungsleiterin der Klassen 5 - 7 zu berichten. „Schüler und Lehrer lieben es oftmals gleichermaßen, sich über einen längeren Zeitraum intensiv mit dem Vor-Lesen unterschiedlicher Bücher zu beschäftigen.“ Und die Vorteile liegen klar auf der Hand. So fördert das Sprechen vor Publikum unter Wettbewerbsbedingungen nicht nur das Selbstbewusstsein der Kinder, sondern in und unter den Klassen findet ein Austausch aktueller und klassischer Jugendliteratur statt. Nicht zuletzt ist die intensive und kreative Beschäftigung mit Büchern ein Gewinn für alle, stellt doch das Lesen eine Grundlage unserer Bildung dar.

Beurteilt wird das Vorlesen nach vorgegebenen Kriterien. So ist von Bedeutung die Lesetechnik, das sind beispielsweise ein angemessenes Tempo und die Aussprache, die Interpretation und die Textauswahl. Für den Fremdtext, den die Wettbewerbsteilnehmer in einem weiteren Schritt vortragen müssen, gelten die selben Kriterien.

Gewinnerin des diesjährigen Wettbewerbes und somit Schulsiegerin ist Amira Arabi (Bildmitte) aus der 6a. Befragt nach Ihrer Motivation für diesen Wettbewerb sagt sie: „Es ist schön, etwas zu schaffen, dass man sich vorgenommen hat.“ Und das Besondere an einem Vorlesewettbewerb? „Für mich ist es spannend, Bücher zu lesen, weil ich dabei das Gefühl habe, Teil der Geschichte zu sein.“ Sie wählte das Buch von Walter Moers ‚Ensel und Krete‘. „Es geht um zwei kleine Waldwesen, die sich verlaufen und eine Menge Abenteuer erleben“ weiß die Gewinnerin.

Für Amira könnte es über die Bezirks- und Landesentscheide weitergehen bis zum Finale im Juni 2016. Dann lädt der Börsenverein die Landessieger für drei Tage zum Finale nach Berlin ein.

Weihnachtsmärchen mit unserem Förderverein und Blasorchester

Am zweiten Adventswochenende wurde deutlich, dass der Aktionsradius unseres Fördervereins weit gesteckt ist.

So war der Vorstand mit weiteren Vertretern bei den ‚Weihnachtsmärchen‘ im Niederort zugegen. Zum einen halfen sie unserer Orchesterklasse bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt. Mit ihrem stimmungsvollen Auftritt machte unser Blasorchester Werbung für ihr erstes großes Konzert mit dem Landespolizeiorchester NRW, das am 22.01. in der Rönnehalle stattfinden wird.

Zudem hatte der Förderverein in diesem Jahr erstmalig eine eigene Hütte, in der u.a. der Wöstenhonig der Bienen AG, selbstgebackene Kekse unserer Hauswirtschaftskurse oder Produkte aus unserer Schulwerkstatt verkauft wurden.

Wichtige Anlaufstelle war der Stand des Fördervereins jedoch, da er das begehrte Stockbrot im Sortiment hatte. In der Mitte des Areals der Hütten befand sich eine große Feuerschale, die die Kinder wie ein Magnet anzog und die Eltern geduldig ihre teiggarnierten Stöcke ins Feuer halten ließ.

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