Gesamtschule Greven

Sommerlager 2016

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Von Menschenrechten und Lobbriefen

Geht man zwischenzeitlich über den Schulhof der Gesamtschule Greven, so hört man häufiger Äußerungen wie ‚Eh, du verletzt gerade die Menschenrechte‘ oder aber Fragen wie ‚Schreiben wir gleich im Klassenrat die Lobbriefe?‘

Als Pausengespräch, Herr Thellmann, sind solche Sätze eher etwas ungewöhnlich, oder?

Thellmann: Im Moment vielleicht gerade nicht. Jetzt, nach den Ferien, bin ich wieder verstärkt mit den Sozialtrainings in den Klassen.

Sozialtraining bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler gemeinschaftlich soziale Strategien entwickeln?

Thellmann: In meinen Sozialtrainings möchte ich die sozialen Kompetenzen jedes Einzelnen, aber auch der Klassengemeinschaft insgesamt stärken, und gleichzeitig die Bedürfnisse der Gruppe erkennen. Dafür werden seitens der Schule jeder Klasse zwei Tage zur Verfügung gestellt, an denen die Schüler Kompetenzen wie Bedürfnisaufschub, Frustrationstoleranz oder Selbstbeherrschung trainieren können. Mit dabei ist jeweils das Klassenleitungsteam, welches die Impulse und Inhalte miterlebt und im Sinne der Nachhaltigkeit bei Bedarf wöchentlichen im Klassenrat bzw. im Schulalltag weiterbearbeiten kann.

Warum ist es Ihnen wichtig, genau diese Fähigkeiten zu trainieren?

Thellmann: Wenn es den Schülerinnen und Schülern gelingt, warten zu können, Geduld zu haben und sich dabei selbst zu kontrollieren – obwohl sie vom Urbedürfnis her viel lieber toben und laut sein wollen – können sie Ziele wie ‚in Ruhe arbeiten können‘ oder ‚in Frieden leben zu können‘ erreichen.

Das heißt konkret?

Thellmann: Die Kinder und Jugendlichen merken, dass diese Fähigkeiten lohnenswert für sie sind, da ihr Verhalten positives Feedback, sowohl aus der Schülerschaft als auch von den Lehrern erfährt. Sie erkennen, dass es Spaß macht, sich selbst zu kontrollieren – bevor es andere tun - und das man viel mehr schafft als gedacht. Letztendlich erfahren die Heranwachsenden dadurch durchaus Genugtuung.

Und das erreichen Sie auf welchem Weg?

Thellmann: Da gibt es beispielsweise die Wunschbriefe. Sie enthalten die sachlich formulierte Bitte an eine Mitschülerin, an einen Mitschüler, sein negatives oder störendes Verhalten zu verändern. Der Adressat kann Frustrationstoleranz üben, indem er den Brief annimmt und die Anregung überdenkt. In einem weiteren Schritt, einem Lobbrief beispielsweise, der eine Woche später geschrieben wird, kann einer möglichen Verhaltensänderung die Anerkennung durch die Klasse ausgesprochen werden.

Bleibt die Frage nach den Menschenrechten…

Thellmann: Die Schüler haben diesen Begriff natürlich alle schon mal gehört. Aber für viele ist es etwas Abstraktes, weit weg von der Welt, in der sie leben. Sie sind dann sehr erstaunt, wenn sie im Laufe des Sozialtrainings die Inhalte der Menschenrechte selber herausarbeiten und sich mit den Grundlagen unserer Demokratie altersgerecht auseinandersetzen. Und stellen dann fest, dass Grundrechte wie Meinungsfreiheit oder die Gleichbehandlung aller Menschen sehr wohl ganz praktisch etwas mit dem Schulalltag zu tun haben. Und an dieser Stelle geht es dann um Nachhaltigkeit: es reicht nicht, über solche Dinge zu reden und sie mal im Sozialtraining zu üben, sondern es muss im Alltag gelebt, erfahren und reflektiert werden. Da übernehmen die Klassenleitungen dann Verantwortung in der Anleitung der Klasse. Durch oben erwähnte Methoden wie zum Beispiel Lob – oder Wunschbriefe, wächst in der Klasse eine Kultur der Wertschätzung und der Zivilcourage. Die Kinder merken sehr schnell, wie anspruchsvoll es ist, seine Meinung zu äußern ohne beleidigend zu werden, oder mal einen Mitschüler vor anderen in Schutz zu nehmen. Umso mehr werden sie gestärkt, wenn sie das schaffen, und dafür auch noch eine positive Rückmeldung im Klassenrat bekommen.

Gehe ich Recht in der Annahme, dass die Sozialtrainings nicht Ihr einziges Betätigungsfeld sind?

Thellmann: Ja. Schulsozialarbeit ist ein vielfältiger Arbeitsbereich. Aber die Sozialtrainings sind ein wichtiger Baustein meiner Arbeit. Und ich bin kein Einzelkämpfer in diesem Bereich. Abgesehen von der konstruktiven Zusammenarbeit mit den Klassenleitungen werden wir in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Greven zusätzlich von externen Sozialpädagogen unterstützt, die in den Jahrgängen 5 und 6 regelmäßige Sozialtrainings durchführen. Inhaltlich sind wir so aufeinander abgestimmt, dass wir uns dabei ergänzen. Als Schulsozialarbeiter der Gesamtschule bin ich für diese Kollegen Ansprechpartner vor Ort. Wir reflektieren wöchentlich nach den Trainings über das Erlebte in den Klassen, können uns mit Klassen – und Beratungslehrern kurzschließen und so unseren Schülerinnen und Schülern ein tragfähiges Angebot für Prävention oder auch Bewältigung von Konflikten und Krisen machen.

Unser TdoT - Mitmachen, Erleben, Informieren

Der Auftakt in der Rönnehalle war schwungvoll: Die Blasorchesterklassen der Jg. 5, 6 und 7 sorgten mit dem Klassiker "We will rock you" für Stimmung und unsere jungen Turnerinnen ebenso wie die Zirkusakrobaten stellten ihr Können unter Beweis.

Dann wurde entlang von grünen und gelben Fußspuren das Leitbild unserer Schule erlebbar gemacht, insbesondere die Aspekte "den Verstand fordern" und "durch Vielfalt bereichern". Dabei wurde "Mitmachen" groß geschrieben. Stark angefragt war das MINT Profil der Schule, dass für alle Jahrgänge interessante Projekte und Wettbewerbe anbietet, deren Erfolg schon Anerkennung durch die Schulministerin fand. Denn – gezielt möchte man eventuelle Berührungsängste bei der Auseinandersetzung mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik abbauen und Forschungsaktivitäten fördern. „Wir versuchen, die Papierkugel, die vorne in einem Flaschenhals liegt, in das Glas zu pusten“, erklärte Stella einen Versuch aus den Naturwissenschaften. „Aber es gelingt nicht.“ Natürlich – sie hat recht. Die Flasche ist ja schon voll mit Luft. Und stolz zeigt Finn sein Objekt aus dem Technikraum: einen Drachen. Ihm macht das handwerkliche Arbeiten offensichtlich Spaß „und regelmäßig verschwinden Vater und Sohn in der Garage“, lässt seine Mutter wissen.

Temperamentvoll ging es im Bereich der Sprachen zu, die sich mit interessanten Einblicken, wie dem niederländischen Schüleraustausch mit Gouda zeigten. Im Spanischen präsentierten die Grundschüler, unterstützt durch Schüler der Gesamtschule, Dialoge, die humorvoll durch die Lehrenden kommentiert wurden und die den Kindern das Erlernte fantasievoll zertifizierten. Der Funke der Freude im Umgang mit der lebendigen Sprache sprang deutlich auf alle Anwesenden über. Faszination löste aber auch die Sprache Latein aus. Diese kann ab Klasse 8 neben Englisch und Spanisch bzw. Niederländisch (ab Klasse 6) als 2. oder 3. Fremdsprache angewählt werden. Latein kann damit ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Abitur sein.

Öffentliche Orchesterproben standen in der Mediothek auf dem Programm. Die in den Jahrgängen fünf und sechs bestehende Option, ein Blasinstrument im Rahmen der Instrumentenklasse zu erlernen, findet seine Fortsetzung in dem Orchester der Schule. Interessierte konnten hier teilhaben an Proben aus dem Repertoire der Musiker.

Abgerundet wurde unsere TdoT durch die Präsentation zahlreicher AG-Angebote, Theateraufführungen der Kurse "Darstellen und Gestalten" und eine Zirkusaufführung. Und einen großen Dank gilt unseren Eltern von Schulpflegschaft und Förderverein: Sie hatten eigene Aktionen geplant, das Elterncafé mit einem beeindruckendem Kuchenbuffet organisiert und standen immer für Gespräche zur Verfügung.

Die Gesamtschule Greven präsentierte sich in ihrem vielseitigen, leistungsorientierten und lebendigen Profil, das offen ist für die individuellen Bedürfnisse der Lernenden. "Das Konzept der Gesamtschule ist super", sagt Matti's Mutter „und sehr kinderfreundlich". „Schule hat sich in den letzten Jahren sehr verändert und der Ganztag im Zusammenhang mit G9 bietet den Kindern einfach mehr Zeit." Im Gespräch bewerteten die Mutter von Zoe und der Vater von Julian gerade die vielen Wahlmöglichkeiten in den unterschiedlichen Jahrgängen als Chance, die schulische Laufbahn ihrer Kinder aktiv mitgestalten zu können.

Unser Pilotprojekt: Gesellschaftslehre bilingual im Jg. 7

Seit Langem schon ist bilingualer Unterricht an vielen Schulen - bisher in erster Linie an Gymnasien - eine feste Größe, wenn es um die fremdsprachliche Förderung von Kindern und Jugendlichen geht. Nun haben seit Beginn des Schuljahres 2016/17 auch Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen der Gesamtschule Greven in einem Pilotprojekt die Gelegenheit, im Fach Gesellschaftslehre ein bilinguales Unterrichtsangebot anzuwählen.

Bilingualer Unterricht bedeutet, dass einzelne Fächer aus dem gesellschaftswissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Bereich soweit wie möglich in einer Fremdsprache erteilt werden. An der Gesamtschule Greven ist dies Englisch, sodass die Schülerinnen und Schüler in den drei Teilbereichen der Gesellschaftslehre - Geschichte, Erdkunde und Politik - an englischsprachigen Materialien arbeiten und auf Englisch kommunizieren. Rückgriffe ins Deutsche sind dabei erlaubt, und manchmal auch sinnvoll, wenn es zum Beispiel darum geht, einen schwierigen Quellentext in die eigene Muttersprache zu übersetzen. Allerdings halten sie sich in engen Grenzen.

„Die Vertrautheit mit der Fremdsprache wächst enorm, wenn Schülerinnen und Schüler sie in neuen inhaltlichen Zusammenhängen anwenden und dabei ihr Vokabular erheblich erweitern", erklärt Dr. Peter Benken, der den Kurs leitet. „Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit, genauere Kenntnisse über die Kulturen der englischsprachigen Welt zu vermitteln, da diese in den Materialien der verschiedenen Verlage stärker berücksichtigt werden. Gerade diejenigen, die an der Gesamtschule Greven ihr Abitur machen wollen, werden hiervon sehr profitieren."

Natürlich stellt es Kinder im Alter von 12 bis 13 Jahren vor besondere Herausforderungen, die Inhalte der Gesellschaftswissenschaftlichen Fächer zu durchdringen, wenn sie in einer Fremdsprache dargebracht werden. „Hierauf muss man in der Gestaltung des Unterrichts besondere Rücksicht nehmen", so Benken, „zum Beispiel durch die Bereitstellung von Formulierungshilfen, oder indem man an visuellen Medien arbeitet. Bei der Bewertung stehen dann die inhaltlichen Leistungen der Kursteilnehmer im Vordergrund, grammatische oder andere sprachliche Fehler spielen da keine Rolle."

Thematisch ging es in den vergangenen Wochen zunächst um das Mittelalter. Dabei untersuchten die Schülerinnen und Schüler das Lehnswesen und die Grundherrschaft ebenso wie die prägende Rolle der christlichen Religion und die Ereignisgeschichte, zum Beispiel die Kreuzzüge. Nach Abschluss dieser Unterrichtsreihe ging es dann weiter mit einem erdkundlichen Thema, den unterschiedlichen Klimazonen der Erde und ihren unterschiedlichen Bedingungen für die Nutzung durch den Menschen.

„Bilingual ist cool“ sagt Jeremy und wird dabei von Timofey unterstützt: „Der Unterricht ist spannend, weil wir neue Begriffe lernen, und das ist anders als im Englisch Unterricht“. Jana weist auf das anspruchsvolle Niveau des Kurses hin und Amira sagt: „Ich merke schon, dass wir im regulären Englisch Unterricht durch unser erweitertes Vokabular im Vorteil sind.“ Ganz so auch Sophie: „Es ist mal etwas ganz anderes und ich kann meine Leistungen in Englisch durch den bilingualen Unterricht steigern.

"Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Herausforderung sehr gut an“, resümiert der Historiker die ersten Monate des bilingualen Unterrichts. „Mir selbst macht es große Freude, die Schülerinnen und Schüler zu unterrichten.“

Angestimmt - unser erstes Adventskonzert

Samstag Nachmittag, 16 Uhr. Rund um die Mary’s war kein Parkplatz mehr zu bekommen. Und – in der Jugendkirche kein Sitzplatz. Ursache für diesen Zulauf war die Gesamtschule Greven, genauer gesagt die Fachschaft Musik der Schule. Sie hatte eingeladen zu einem ersten Adventskonzert in die Kirche am Schulzentrum. Unterstützt wurde sie durch den Förderverein, der am Eingang Glühwein, Kinderpunsch und Geschenke anbot.

„Mit so vielen Menschen hatten wir gar nicht gerechnet“, sagte Musiklehrer Uli Falk. „Es war ein erster Versuch, ein vorweihnachtliches Konzert zu etablieren. So, wie es heute gelaufen ist, wird es für diese Veranstaltung bestimmt eine Zukunft geben.“

Angetreten waren die Blasorchesterklassen 5b und 6b, sowie das Blasorchester der Gesamtschule, insgesamt dirigiert von Kristin Engelhardt und Uli Falk. Sie spielten Stücke wie ‚Jingle Bell‘, ‚Hard Rock Blues‘, ‚Morgen kommt der Weihnachtsmann‘, ‚Dragonfire‘, ‚Monsterrock‘, ‚Frosty the Snowman‘, ‚Happy‘, ‚Let it go‘ und mehr. Den Abschluss des Konzerts bildete der gemeinsame Auftritt der Klasse 6b und dem Schulorchester mit dem klassischen Bläserstück ‚Saxattack‘. „Es war ein wunderbarer Klang. Der Abschluss mit einem 40köpfigen Orchester war ein tolles Erlebnis – wenn der Klang sich in der Kirche entwickelt und sie füllt. So konnte die Musik ihre volle Wirkung entfalten.“ Das Publikum honorierte die Leistung mit anhaltendem Applaus.

Wirkung erzielte die Musik ebenso bei den Aktiven. So berichtete die Siebtklässlerin Lotta: „Es war sehr aufregend. Es waren sehr viele Leute da und man war in eine weihnachtliche Stimmung versetzt. Es hat mich sehr gefreut.“ Und ihre kleine Schwester aus der fünften Klasse fügte hinzu: „Es war toll. Ich war sehr aufgeregt, weil ich das erste Mal richtig vorspielen konnte.“

Aufgeregt waren auch die jungen Schauspieler im Mini-Musical ‚Der Weihnachtsgast‘, allesamt Schüler der 5e, hatten sie doch deutlich erkennbares Herzklopfen. So Mia: „Für mich war es aufregend und spannend, weil so viele Zuschauer da waren. Ich war auch etwas ängstlich – vielleicht vergesse ich ja den Text. Aber – ich bin ja nun seit vier Jahren bei der Freilichtbühne in Reckenfeld.“ Souverän zeigte sich auch Frida. „Das Konzert war sehr schön und das Blasorchester gefiel mir gut. Auch, dass wir mit unserem kleinen Theater mit dabei waren, finde ich gut“ und sprach damit auch wohl ihren Mitstreitern Lara, Laura und Tuana aus der Seele. Angesprochen auf das Lampenfieber sagt Frida: „Wenn man erst mal auf der Bühne steht, geht’s.“

Angetan zeigte sich die Musiklehrerin der Klasse, Claudia Sandhop, die mit den Kindern die Szenen und Lieder eingeübt hat, von der Leistung ihrer Schüler: „Es war nur eine kurze Zeit der Vorbereitung. Wir hatten glücklicherweise ausdrucksvolle Spieler, die selbstständig übten, und in dem Chor konnte sich jeder Schüler der Klasse einbringen. Bemerkenswert finde ich, dass manche Eltern gleich mehrere Kinder mitgenommen haben und auch so die Kinder zur Mary’s kommen konnten, die sonst nicht hätten gebracht werden können.“ Ein Fazit zog die Mutter von Saskia: „Das Konzert war wirklich schön. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet. Es war eine Wonne, den Kindern zuzuschauen.“

Dank sprach Ingo Krimphoff, Schulleiter der Gesamtschule, in seiner Begrüßung den Schülerinnen und Schülern und den Musiklehrern für ihr Engagement aus. Er freute sich, dass die junge Schule im Aufbau schon im gerade mal angefangenen fünften Jahr ein eigenes Konzert mit der gezeigten Qualität auf die Füße stellen konnte. „Und Ihnen, liebe Eltern, danke ich, dass Sie so zahlreich erschienen sind und Sorge getragen haben, den Kindern hier ihren Auftritt zu ermöglichen.“

Die Entscheidung, das Konzert in der Kirche stattfinden zu lassen, war sicherlich eine Gute. „Hier klingen die einzelnen Stimmen des Blasorchesters sehr voll“, sagte Ulrich Falk und Kristin Engelhardt resümiert: „Unser heutiges Konzert zum dritten Advent war vielleicht der Anfang einer Tradition.“

Nina ist unsere beste Vorleserin

Nun ist es bekannt: Die diesjährige Gewinnerin in der Schulausscheidung des Vorlesewettbewerbs an der Gesamtschule Greven heißt Nina Welter und ist Schülerin der 6a. Sie ist die Beste von rund 150 Schülern ihres Jahrganges. In der vergangenen Woche traten die fünf Klassensieger an, um sich anhand klarer Bewertungskriterien zu messen.

So sind beispielsweise die Lesetechnik, die Interpretation und die Textauswahl von Bedeutung. Entscheidend für die Bewertung ist, inwieweit es dem Kind gelingt, sein Publikum zu erreichen und für das vorgestellte Buch zu interessieren. In diesen ‚Disziplinen‘ brillierte Nina mit ihrem Buch ‚Verflimst noch mal‘ von Tina Zang. „Es ist ein lustiges Buch und es hat mir Spaß gemacht, es zu lesen“, sagt die Schulsiegerin. „Und eben dieser Funken der Freude kam im Publikum an“, so Petra Jenau, Jurymitglied und Vorsitzende der Fachschaft Deutsch. Ausgestattet mit einem Büchergutschein vom Förderverein der Gesamtschule, der auch alle weiteren Leser rückwirkend mit einer Nikolaustüte bedachte, geht es nun für Nina weiter zum Kreisentscheid. Er findet in diesem Jahr wieder in der Stadtbibliothek Greven statt. Begleitet wird Nina von Amira Arabi, der Gewinnerin des Vorjahres.

Aber nicht nur in Greven, sondern bundesweit gehen Sechstklässler in dem renommierten Wettbewerb des Deutschen Buchhandels an den Start. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Wettbewerben. Rund 600 000 Sechstklässler aus 7200 Schulen aller Schulformen beteiligen sich jedes Jahr. Veranstaltet wird er seit 1959 alljährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen.

„Wir nehmen nunmehr im vierten Jahr an dem Bundeswettbewerb teil“, weiß Esther Kolletzki, Abteilungsleiterin der Klassen 5 bis 7. „Er ist ein fester, struktureller Bestandteil unserer Schule und die Leseförderung ist uns sehr wichtig. Die Lesekompetenz ist die Basiskompetenz für alle Bereiche des Lebens“, führt die Deutschlehrerin weiter aus. Ausreichende Lesekompetenz ist verständlicherweise Voraussetzung für erfolgreiche Bewerbungen und eine zentrale Bedingung der Ausbildungsfähigkeit. Für die Teilhabe am demokratischen Prozess ist sie unerlässlich.