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Gesamtschule Greven

Startklar für unsere Oberstufe

13.11.2017

Im kommenden Sommer will die Gesamtschule mit einer eigenen Oberstufe an den Start gehen. Ziel: 60 Schüler für die Jahrgangsstufe 11.

Lange wurde vorbereitet, ausgearbeitet und – ja, auch: sondiert. Nun wird es „ernst“. Die Gesamtschule, die bislang Fünft- bis Zehntklässler beschult, will im kommenden Sommer mit den ersten Elftklässlern eine Oberstufe bilden. Heute findet eine Info-Veranstaltung statt, weitere Termine sind bereits fixiert. Vor allem dieser: Start der Oberstufe nach den Sommerferien 2018.

Dass es dazu kommt, daran haben Schulleiter Ingo Krimphoff und seine Stellvertreterin Sandra Rindelhardt keinen Zweifel. „Rein rechtlich st es so, dass wir 42 Anmeldungen benötigen“, sagt Krimphoff. „Eine Zahl, von der wir überzeugt sind, dass das auch aus den eigenen Reihen des ersten Jahrgangs möglich ist.“ An der fünfzügigen Schule sind maximal 100 Oberstufen-Plätze zu besetzen. Vermutlich, so erwartet die Schulleitung, wird man sich irgendwo dazwischen einfinden. „Ich fände es schön wenn wir mit 60 Schülern starten würden. Das wäre fürs erste Jahr ein tolles Ergebnis“, so Krimphoff. Dafür wird natürlich auch um externe Zugänge geworben – vor allem die Anne-Frank-Realschule hat man im Blick. Aber auch wechselwillige Schüler von Gymnasien sowie Emsdettener mit Sek.-2-Perspektive gehören zur Zielgruppe. „Wir glauben schon, dass wir ein sehr attraktives Angebot schaffen können.“

Das umfasst auch ein breit aufgestelltes Kursprogramm. Als Leistungskurse sind Deutsch, Mathe, Englisch, Erdkunde, Sozialwissenschaften und Biologie vorgesehen. Im Grundkursbereich kann man fast alle Fächer anwählen, insbesondere das Fremdsprachenangebot mit Englisch, Niederländisch (fortgeführt und neu einsetzend) und Spanisch (neu einsetzend) sei vielfältig. „Wir gehen davon aus, dass das so zustande kommt“, sagt Sandra Rindelhardt. „Wir haben mit unseren Schülern vor den Sommerferien einen Projekttag Oberstufe gemacht. Danach haben wir sie Probe wählen lassen.“ Dem Ergebnis entsprechend sei das Kursangebot fixiert worden – auf der Basis der kalkulierten 60 Schüler. „Das halten wir auch für realistisch“ sagt Rindelhardt.

Eine Kooperation mit dem Gymnasium, die in einen Sport-Leistungskurs hätten müden sollen, hat sich – zumindest vorerst – zerschlagen. „Das müssen wir leider streichen“, bedauert Sandra Rindelhardt mit Blick auf einen Flyer, in dem das Angebot noch auftaucht. Mehrere Monate Sondierung hätten am Ende nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Gleichwohl, betont Krimp­hoff, werde man weiter mit dem Gymnasium über mögliche Kooperationen sprechen.

Was die personelle und räumliche Ausstattung angeht, fühlt sich die Schule „gut vorbereitet. Circa ein Drittel unseres Kollegiums hat die Lehrbefähigung für die Sekundarstufe 2. Da sind wir im Fächerkanon, den wir abbilden müssen und wollen, gut aufgestellt“, betont der Schulleiter.

Eine wichtige personelle Weichenstellung ist hingegen noch nicht getroffen: Die Stelle des Abteilungsleiters Oberstufe wird (weil es so vorgeschrieben ist) erst besetzt, wenn diese im kommenden Sommer an den Start geht. „Auch die Raumsituation wird sich bis dahin geklärt haben“, prognostiziert Krimphoff. „Der Neubau geht gut voran, die zwölf neuen Räume, die da entstehen, liegen im Plansoll, hat uns die Stadt mitgeteilt, so dass sie uns nach den Osterferien zur Verfügung stehen. Danach kann der Umbau der naturwissenschaftlichen Räume beginnen, so dass wir zum Ende des Jahres 2018 auch ein naturwissenschaftliches Zentrum vorhalten werden.“

Und was ist mit Schülern, die zweifeln? „Jeder Schüler wird engmaschig beraten, so dass uns keiner verloren geht. Das ist uns ganz wichtig, den Schüler mit all den Entscheidungen, die anstehen, nicht allein zu lassen“, sagt Krimphoff. Daher belasse man es nicht bei der Infoveranstaltung. „Wir nehmen jeden Schüler ganz individuell an die Hand und beraten ihn mit seinen Eltern, wie sich seine persönliche Situation darstellt und welche Perspektiven sich daraus entwickeln können.“

Interkontinentaler Schüleraustausch - mit Peru!

08.10.2017

Geplant war es eigentlich anders – ursprünglich sollten die Schüler erst im nächsten Jahr kommen. Doch nun sind sie schon da, die jungen Menschen aus Peru, die im Rahmen des interkontinentalen Austauschprojektes der Schule Deutschland besuchen und für zwei Monate in Greven leben.

„Es ist eine lange Reise gewesen“, wissen die drei Jugendlichen Valeria, 15 Jahre, Sofia,16 Jahre, und Fabrizio, ebenfalls 16 Jahre, zu berichten. Mitte September starteten sie mit ihrer ganzen Klasse und flogen rund 15 Stunden von Lima bis Frankfurt. Von da ging es weiter in den Nordschwarzwald nach Bad Herrenalb in eine Jugendherberge. „Es war mega cool“, erzählt Valeria und „wir haben gemeinsam viel unternommen“, so Fabrizio. „Anschließend waren wir eine Woche in Berlin“, fährt Sofia fort. Am 3. Oktober dann wurden die jungen Peruaner von ihren Grevener Gastfamilien in Osnabrück abgeholt.

Valeria, Fabrizio und Sofia sind Schüler der deutschen Max-Uhle Schule in Arequipa in Südperu. Im Schulprogramm der südamerikanischen Schule ist verankert, dass alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 an einem zweimonatigen Austauschprogramm mit Deutschland teilnehmen. Organisiert wird der Austausch von dem Gastschülerprogramm DJO – Deutsche Jugend in Europa. Der Jugendverband bietet Programme beispielsweise für Schülerinnen und Schüler aus Argentinien, Brasilien, Mexiko, Venezuela, Russland und eben Peru an. Es ist eine schulische Initiative und es geht für die Schüler in erster Linie darum, ihre deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern.

Die Fachschaft Spanisch unter der Leitung von Katharina Zacarias-Föhrding und der Fahrtenkoordinator der Gesamtschule Martin Themann riefen den interkontinentalen Austausch ins Leben und sehen hierin auch über den Unterricht hinaus eine Möglichkeit, die Persönlichkeitsentwicklung durch die Begegnung mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Sprachräumen zu fördern. Unisono erleben die Gasteltern und auch die Schüler Anna, Stine und Steffen, den Austausch als sehr interessant. So berichtet eine Mutter: „Wir erhalten interessante Einblicke in eine andere Kultur, die wir als durchaus bereichernd empfinden.“ Ein Rückbesuch für die Gesamtschüler ist für Ende Juni 2018 geplant, nach Beendigung der zehnten Klasse und zum Übergang in die Oberstufe.

Erneute Auszeichnung bei "bio-logisch!"

05.10.2017

„80% der Bevölkerung atmet nicht mit beiden Nasenlöchern gleichermaßen. Zerstäube Mehl auf einer Tischplatte und lass Testpersonen dicht über dem Mehl stoßweise durch die Nase ausatmen (nicht einatmen!). Stelle deine Beobachtungen grafisch dar und überprüfe mit dem Versuch die oben genannte Feststellung.“ So lautet eine der Basisaufgaben aus dem Schülerwettbewerb ‚bio-logisch!‘, dessen Thema in diesem Jahr „Immer der Nase nach“ war.

Einmal jährlich richtet er sich an Schüler, die über den Unterricht hinaus an biologischen Fragestellungen und Phänomen interessiert sind. Es ist ein Wettbewerb des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Theoretische und experimentelle Aufgaben aus allen Bereichen der Biologie werden zu wechselnden Leitthemen gestellt, in diesem Jahr eben rund um den Themenbereich Nase. Neben Basisaufgaben für alle Jahrgänge der Sekundarstufe I gibt es für die höheren Klassen Aufgaben auf gesteigertem Niveau.

„Die Aufgabe mit dem Mehl gefiel mir am besten“, weiß Amelie zu berichten. „Die Muster im Mehl waren interessant und die computergestützte Auswertung hat Spaß gemacht.“ Lotta ist derselben Meinung. „Mit Hilfe der Prozentrechnung konnten wir unterschiedliche Diagramme erstellen.“

Wohl nicht nur hinsichtlich der Lösungen dieser Aufgabe ist das Koordinatorenteam von ‚bio-logisch!‘ zu dem Ergebnis gekommen, die Leistungen der Gesamtschüler Antonia Eixler und Marie Gille, beide Neuntklässlerinnen und in dem WP NW Kurs von Anika Kosbab, sowie von Finn Wontroba, Amelie Lütjen, Amelie Schulz, Marlon Blondowski, Lennard Wilken und Lotta Tönjann, Achtklässler im WP NW MINT Kurs von Sandra Blumenthal-Balsbering, im Vergleich mit Arbeiten anderer Teilnehmern der gleichen Jahrgangsstufe und Schulform besonders auszuzeichnen.

Die jungen naturwissenschaftlichen Talente wurden eingeladen zu einem regionalen Aktionstag in den Allwetterzoo Münster. Sie durften ‚hinter die Kulissen schauen’, gingen so die Personalwege entlang und konnten u.a. eine Trainingseinheit bei den Robben miterleben. Schon im vergangenen Jahr ging der begehrte Sonderpreis ‚Regionaltag‘ an die Gesamtschule Greven. „Zudem bekamen wir ein Buch mit dem Titel ‚Warum erfrieren Entenfüße nicht?‘“, merkt Antonia an. Der Titel mag angelehnt sein an das Thema des vergangenen Jahres, das ‚Alle meine Entchen‘ lautete. „Ich schaute mir das Buch schon an“, erzählt Finn. „Dort werden viele interessante Besonderheiten erläutert.“

Die begleitende NW Lehrerin Blumenthal-Balsbering und mit ihr Marie zeigten sich beeindruckt von der Futterküche und dem Tiefkühllagerraum: „Es gibt große Tafeln, auf denen zu sehen ist, wie viel Kisten Obst beispielsweise ins Affenhaus kommen. Und die Raubtiere bekommen nur das Fleisch von Pflanzenfressern, also von Ziegen, Schafen, Rindern. Das kleinste Fleisch sind Fruchtfliegen, wohl für Frösche und Amphibien gedacht.“

Zertifikate "Wir bewegen Jugend - Jugend bewegt sich"

27.09.2017

„Ich bleibe dabei“, sagte Ingo Krimphoff, Schulleiter der Gesamtschule Greven, in seiner Begrüßungsansprache „es ist einfach eine win-win Situation für alle Beteiligten.“ Und damit spricht er das landesweit einmalige Projekt zur Jugendleiterausbildung an, das nun zum zweiten Mal in dem Sommerlager der Schule am Westeroder See verwirklicht wurde.

Mit einer großen Zahl von Beteiligten und Kooperationspartnern, von denen viele zur Zertifikationsverleihung in der vergangenen Woche in der Mediothek der Schule gekommen waren, gelang es, für rund 60 Sechstklässler eine aktive Lagerwoche zu gestalten. Betreut wurden sie von Neuntklässlern, die damit ihre Jugendleiterausbildung beendeten.

Noemi berichtet vom 1. Hilfe Kurs der Malteser in der Schule, wobei ihr nicht nur die Herzdruckmassage besonders gut in Erinnerung geblieben ist, oder aber von den Stunden für die DLRG Bronze Prüfung im Freibad, Kurse, die absolviert werden mussten, um letztendlich mitgenommen zu werden. „Das Lager war richtig gut“, resümiert die Neuntklässlerin. „Es war ein tolles Erlebnis. Ich konnte viele Erfahrungen sammeln und so eine Chance gibt es nicht alle Tage.“ Zum Erwerb des Zertifikates mussten weiterführend u.a. Workshops vorbereitet und geleitet werden. „Die Vorbereitung des Abendprogramms, also für mich des Disco Abends, hat noch mal besonders viel Spaß gemacht.“

Den Schülern wiederum standen Studierende der Sportwissenschaften zur Seite, die dadurch nicht nur das aktuell neue Zertifikat ‚Betreuer für Kinder- und Jugendfahrten‘ erwarben, sondern zudem noch für das Studium wichtige Qualifikationen erlangen konnten. Unterstützung erfuhren alle durch viele lokale Sportvereine. Ohne das Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher würde ein derart großes Lager wohl nicht praktikabel sein.

Ben, wie Noemi Schüler der 9e, war in der Lagerleitung tätig. Er war ausgewiesener Ansprechpartner für die Kinder und auch einer derjenigen, die morgens die Ansprache hielten und darin den Tagesablauf erläuterten. „Ich würde gerne noch einmal mit ins Lager fahren“, sagt er. „In zwei Jahren vielleicht, wenn ich in der Oberstufe bin. Dann kann ich das Zertifikat ‚Kinder- und Jugendfahrten‘ erwerben, so wie die Studierenden jetzt.“

Und ihre jeweiligen Zertifikate wurden den Studierenden ebenso wie den Schülerinnen und Schülern humorvoll überreicht durch Stefan Kipp, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des Kreissportbundes Steinfurt (KSB).

Der KSB bedankte sich in diesem Zusammenhang für die gute Kooperation mit der Gesamtschule Greven, maßgeblich vertreten durch den Sportlehrer Jörg Klose und Kollege Martin Themann, sowie dem vom Dozenten Andreas Klose vertretenen Fachbereich Sport der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster.

Alles andere als "Käse" - Austausch mit Gouda

25.09.2017

‚De Goudse Waarden‘ heißt die Schule in der niederländischen Stadt Gouda, die nunmehr seit zwei Jahren Partnerschule der Gesamtschule Greven ist. Sie ist im internationalen Austauschprogramm fest verankert und die Neuntklässler des Wahlpflichtfaches Niederländisch machten sich Ende September auf, sie zu besuchen.

„Anders als im vergangenen Jahr, wo wir von Montag bis Sonntag unterwegs waren“, weiß Philipp Klumpe zu berichten, „starteten wir diesmal am Mittwoch. So hatten wir schwerpunktmäßig drei Blöcke: Donnerstag und Freitag waren die Schüler mit ihren Partnern in der Schule, am Wochenende in den Familien und der Montag war für eine Fahrt nach Amsterdam eingeplant.“

Doch auch die Schultage, in denen die Grevener u.a. in verschiedenen Deutschgruppen gern als Experten im Sprechunterricht gesehen wurden, waren nicht nur durch den allgemeinen Schulalltag geprägt. So gab es am Donnerstagnachmittag eine Stadtralley durch Gouda. Anschließend stand ein besonderes Highlight auf dem Programm. Die jungen Menschen konnten nicht nur eine Stroopwafelbäckerei besichtigen, sondern darüber hinaus diese Besonderheit auch selber backen. „Die Stroopwafels‘ sind eine Spezialität aus Gouda und total lecker!“ sagt Lena aus der neunten Klasse. Längs durgeschnitten kommt eine Füllung in die Waffel, deren Herstellung einem streng gehüteten Geheimrezept unterliegt.

Zuzüglich zu dem regulären Unterricht stand am Freitag ein zweistündiges Fotoprojekt auf dem Stundenplan. Die Idee war, die Schule aus dem Blick der deutschen Schüler zu fotografieren mit dem Ziel, für den Nachfolgekurs an der Gesamtschule Poster zu erstellen. Die Fotos zeigen das niederländische Schulsystem für Daheimgebliebene. Pauline: „Es war sehr interessant, die Unterschiede zwischen unserer deutschen Schule und der niederländischen Schule kennenzulernen.“ Und Ina ergänzt: „Die Schule ist echt modern, die Schülerinnen und Schüler arbeiten fast nur noch mit digitalen Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien. Eine Tatsache, die schon die Austauschschüler des vergangenen Jahres stark beeindruckte.

Beeindruckt zeigten sich die Austauschschüler auch von ihren Partnern und Gastfamilien. Ronja und Naomi berichten von freundlichen und fürsorglichen Eltern. Sie fühlten sich in den Familien sehr wohl und Antonia sagt: „Meine Partnerin Nina war wie eine Schwester für mich.“ Allen hat das Wochenende in den Familien sehr gut gefallen und ganz besondere Momente erlebten u. a. Ciara: „Wir waren gemeinsam in Den Haag, Scheveningen, am Strand.“, Carina: „Ich war am Wochenende segeln“ und Genrieh: „Das Wochenende war toll. Ich war mit meinem Partner Segelfliegen.“

Im Ranking der guten Erlebnisse stand aber auch die Fahrt nach Amsterdam ganz oben. So Jonas: „Amsterdam war super.“ Spontan hatte die niederländische Austauschschule noch einen Zuschuss zu ihrem Programm erhalten, sodass beispielsweise die Bootstour komplett über die Ampstel führen konnte. Joelle: „Die Fahrt durch die Grachten war cool. Wir haben vom Boot aus das Anne Frank Haus gesehen. Und wir hatten im Anschluss genug Freizeit, um die Stadt und die Shoppingmöglichkeiten zu entdecken.“