Sie sind hier: Chronik


Gesamtschule Greven

Unsere Juniormanager zur Ausbildung in Berlin

10.10.2015

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! In den Herbstferien hatte das Warten endlich ein Ende. 21 junge Menschen im Alter zwischen 13 und 14 Jahren aus verschiedenen Vereinen der Stadt Greven haben die Chance genutzt und sich in Begleitung von Leitern der Abenteuerkiste Greven sowie der Sportjugend Steinfurt auf den Weg zur Juniormanagerausbildung nach Berlin gemacht.

Die Ausbildung zum Juniormanager ist ein Projekt, das aus Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Landessportbund NRW gefördert wird und durch die Sportjugend Steinfurt bereits zum fünften Mal realisiert wurde. Neben der Kooperation mit der Abenteuerkiste erhält dieser Lehrgang eine besondere Note durch die enge Verzahnung mit dem Schulprogramm der Gesamtschule Greven. Schulleiter Ingo Krimphoff besuchte die Teilnehmer in Berlin und machte sich persönlich zwei Tage ein Bild vom engagierten Miteinander.

Ziel ist es dabei, junge bereits ehrenamtlich aktive Jugendliche aus der Stadt Greven fortzubilden und ihnen zu ermöglichen, die Vereinsarbeit aktiv mitzugestalten. Deswegen ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung zum Juniormanager, auch die Planung und Durchführung eines eigenen Projekts. Die Teilnehmer zeigten sich sehr engagiert und planten in drei verschiedenen Kleingruppen unter anderem eine Kleidertauschbörse für Mädchen sowie ein Nachtreffen in der Trampolinhalle Duisburg. In den weiteren Lerneinheiten wurden die Teenager unter anderem an den Aufbau und die Struktur eines Vereins herangeführt und lernten Gruppen mit kleinen Spielen anzuleiten. Neben den Inhalten der Juniormanagerausbildung spielte allerdings auch die Stadt Berlin eine große Rolle im Programm. Da die meisten der 21 Schüler zum ersten Mal in den Genuss kamen ein bisschen Hauptstadtluft zu „schnuppern“ blieb eine Fahrradtour entlang der Gedenkstätten der Berliner Mauer sowie ein Besuch des Brandenburger Tors natürlich nicht aus. Als Highlight der Ausbildung stand am Dienstag ein Treffen mit der heimischen Bundestagsabgeordneten Kathrin Vogeler (Die Linke) auf dem Plan.

„Durch die Kooperation der Gesamtschule mit der Abenteuerkiste bzw. der Sportjugend im KSB Steinfurt, gibt es ganz neue Chancen in der Förderung des jungen Engagements im Sport“, so Uli Fischer, verantwortlicher Leiter der Juniormanager-Ausbildung.

Lernen fürs Leben - Unsere Schülergenossenschaft

30.09.2015

Non scholae, sed vitae discimus („Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“) – die ollen Römer waren immer für einen weisen Spruch gut. Aber schon der Philosoph Seneca drehte den Satz schlicht um. Und damit findet er sicher auch aktuell bei manchem Schüler heftigen Beifall. Um genau das zu verhindern, machen sich jetzt zehn Mädchen und Jungen der Gesamtschule daran, im Rahmen des Unterrichts eine eigene Firma in Form einer Genossenschaft zu gründen – Schularbeit mit praktischem Nutzen. Die Schülergenossenschaft an der Gesamtschule wird mit dem Zweck gegründet, an der Schule den Verkauf von gesunden Lebensmitteln an die Schüler zu ermöglichen. Dabei wird die neue Schüler-Genossenschaft eine Fortführung der „alten Schülerfirma JKR“ sein. Hier profitiert die neue Genossenschaft, zum Beispiel kann das Inventar übernommen werden.

Unterstützt werden die zehn Schüler, die sich gestern zum ersten Mal trafen, unter anderem von der Grevener Volksbank – bekanntlich auch eine Genossenschaft. „Das wir ein richtig spannendes Projekt, aber es wird auch richtig viel Arbeit“, sagte Andreas Hartmann, Mitglied des Volksbank-Vorstandes, zur Begrüßung. Eine Firma in Form einer Genossenschaft sei eine sehr gute Wahl. „Es ist eben eine sehr demokratische Rechtsform.“ Spannend findet auch Ingo Krimphoff, Leiter der Gesamtschule, das neue Projekt. „Ich freue mich, dass Ihr diese Herausforderung annehmt.“ Für die Schule stelle diese Genossenschaft eine Art Grundsteinlegung dar. Referent Volker Beckmann von der Handwerkskammer NRW leitete den ersten Workshop und wird die pädagogische und didaktische Umsetzung organisieren und begleiten. Und: Er erstaunte die Schüler, als er warnte: „Das wir ein gefährlicher Tag für Euch.“ Denn: „Ihr werdet Unternehmer, und das ist ein Bazillus, der Euch das ganze Leben nicht mehr loslassen wird.“
Es gehe in dem Projekt für die Schüler darum, Kompetenzen zu erwerben und Probleme zu lösen. Und das mit einem sehr ehrgeizigem Zeitplan. Denn bereits im kommenden Mai soll die Gründungsversammlung der Schülergenossenschaft stattfinden. Doch bis dahin gibt es noch reichlich zu tun. Konzept, Geschäftsplan, Satzung – da werden in den kommenden Wochen wohl noch diverse Schüler-Köpfe rauchen. Aber: Die meisten der Schüler werden dann dem ollen Seneca wohl nicht mehr Recht geben . .

AG "Interkulturelles Medienprojekt" macht Radio

26.09.2015


„Was ist wichtig?“ stand am Ende des Workshops mit dem Titel „Ich lerne die Welt der Medien kennen“ auf der Pinnwand im Redaktionsraum des Medienforums Münster e.V.

Zu dieser Frage reflektierten die SchülerInnen des interkulturellen Medienprojekts unserer Schule der Anleitung der Produzentin Gabi Fortak ihre frisch gewonnenen Erkenntnisse zu den Themenbereichen: „Umfrage“, „Aufnahmegerät“, „Studio-technik“, „Studiogespräch“ und „Studiomoderation“.

Denn genau diese Einsichten werden die SchülerInnen der AG des 8. Jahrgangs der Gesamtschule brauchen, um in den kommenden Monaten ihr Ziel, eine Radiosendung zu produzieren, in die Tat umzusetzen. Sie haben sich viel vorgenommen. Vor dem Hintergrund der Ankunft vieler neuer Mitbürger, wollen sie sich in ihren Heimatorten Greven und Reckenfeld auf die Suche machen und die vielen Geschichten vom (An-)Kommen und Bleiben aufspüren, die es in den Familien unserer Stadt gibt. Dabei sollen vor allem Jugendliche und Kinder jedweder Herkunft zu Wort kommen.

Schon die Zusammensetzung der AG selbst spiegelt die kulturelle Vielfalt unserer Stadt wider. Hier finden Jugendliche internationaler Herkunft ihre Funktion und ihre Rolle in einer gemeinsam zu entwickelnden Hörfunkproduktion. Die beiden Initiatoren dieses interkulturellen Projekts haben diese multikulturelle Zusammensetzung der Schülergruppe bewusst angestrebt. David Berisa, Journalist, und Ursula Kappes, Lehrerin an der Gesamtschule, wollen mit diesem Projekt den positiven Umgang mit der Tatsache der kulturellen Durchmischung unserer Gesellschaft aufzeigen und gleichzeitig den jungen TeilnehmerInnen der AG im Rahmen der Berufsorientierung einen Einblick in die verschiedenen Berufe der Medienbranche bieten. Dabei darf sich die Gesamtschule über finanzielle und personelle Unterstützung der Otto Benecke Stiftung e.V. freuen, die durch die Kooperation mit Herrn Berisa gegeben ist. Dem Projekt „Juroma“, dessen Mentor er ist, geht es um die Chancengleichheit für junge Menschen in der Bildung und um bessere Zugänge zur Erwerbsarbeit.

Soziale Projekttage im Jg. 5

21.08.2015

Traditionell machen unsere neuen 5er zu Beginn des Schuljahres zwei Projekttage. Neu war aber, dass sie einen dieser Projekttag in der freien Natur bei der „Draußenzeit“ in Hembergen verbrachten.

Volksbankvorstand Andreas Hartmann mit der Klasse 5e

Schon die Anfahrt zum Camp in Hembergen wurde nicht mit dem Bus, sondern mit dem Fahrrad durchgeführt. Jede Klasse war einen ganzen Tag draußen, egal wie das Wetter mitspielt. Der respektvolle Umgang miteinander, einüben wertschätzender Kommunikation, selbst Lösungsstrategien entwickeln und Wildnispädagogik waren einige Stichworte zum umfangreichen Programm des Projekttages.

Wir freuen uns, für das Projekt mit der Volksbank Greven und dem Förderverein die bewährten Unterstützer gefunden zu haben. Einbezogen in den Projekttag war außerdem die Schülerfirma der JKR und helfende Eltern, die für die Mittagsverpflegung sorgten.

Am zweiten Projekttag erweiterten die neuen 5er ihre sozialen Kompetenzen bei einem erlebnisreichem Training in der Karderie.

  • Wie schaffen wir es, alle Kinder unserer Klasse schnellstmöglich durch ein „Spinnennetz“ zu transportieren?

Vor diese und ähnliche Aufgaben gestellt, mussten die Schüler des neuen 5. Jahrgangs gemeinsam beraten und ihre Ideen zur Problemlösung in die Tat umsetzen. Angeleitet wurden sie dabei von den Mitarbeitern der Jugendhilfeeinrichtungen der Stadt Greven, die die Sozialen Projekttage bereits zum vierten Mal durchführten. Dieses Projekt, welches in seiner Konzeption ein Novum in der Schullandschaft ist, setzt auf Prävention.

Einen ganzen Tag lernten die Schüler auf spielerische Weise mit jeder Menge Spaß wichtige Grundregeln des Zusammenlebens. Es ging um die Begriffe Respekt, Aufmerksamkeit und Disziplin, die durch die verschiedenen Übungen mit Leben gefüllt wurden.

Zum Mittagessen trafen sich alle Schüler, Lehrer und Teamer in der Kulturschmiede. Es wurde auch in diesem Jahr wieder durch die großartige Unterstützung des Fördervereins und helfender Eltern ermöglicht.

Das gesamte Projekt beinhaltet auch ein Training für die Klassenlehrer des 5. Jahrgangs sowie einen Elternabend, auf dem den Eltern die Methoden des Sozialtrainings vorgestellt werden. Dieser fand in diesem Jahr wieder großen Zulauf und gestaltete sich sehr kurzweilig.

Die Projektkoordinatorin, Frau Termöllen - Gausling vom Jugendamt Greven, zeigte sich überzeugt, dass durch diesen intensiven Start in das neue Schuljahr ein Grundstein für eine gute Klassen- und Schulgemeinschaft gelegt wird. In den folgenden zwei Schuljahren werden die Klassen weiterhin durch die ihnen nun schon bekannten Teamer im wöchentlichen Wechsel begleitet.

Waldtag des Jg. 5 in den Bockholter Bergen

21.04.2015

„Wow“ raunen einige Kinder, „das ist aber schön hier“ und meinen damit im Moment nicht ihre Klassenzimmer in der Gesamtschule Greven, wohl aber den Sammelplatz im Naturschutzgebiet Bockholter Berge.

Rund 150 Fünftklässler fuhren Dienstag Früh mit Bussen in das Waldgebiet zum nunmehr zweiten Walderlebnistag der jungen Schule. „Ich halte es für wichtig, dass die Kinder dieses Naturschutzgebiet in unmittelbarer Nähe unserer Schule kennen lernen. Es ist angewandter Naturwissenschaftsunterricht, der einfach unglaublich viel Spaß macht“, weiß Esther Kolletzki, Abteilungsleiterin für die Klassen 5 bis 7 der Gesamtschule.

Und Spaß hatten die Kinder. Zu Beginn des Vormittages wurden kleine Waldheftchen verteilt, in denen es einige Aufgaben zu lösen galt. So sollte z.B. die Höhe der Bäume mit Hilfe der Stockmethode ermittelt werden, die vor Ort erläutert wurde. Oder aber das Spiel mit der Augenbinde, bei dem das ‚blinde‘ Kind einen zuvor erkundeten Baum anhand eines inneren Bildes wiederfinden kann.

Aber es ging nicht nur um den Spaß. So standen den Kindern auch Plakate zur Bestimmung unterschiedlicher Bäume oder aber auch Insekten zur Verfügung, die Jannik, Nikolas, Armin und Hennes gleich zur Identifizierung eines ihnen bis dahin unbekannten Lebewesens nutzten. So vermutete Jannik „Vielleicht ist das ja eine Rindenlaus“ und Hennes konnte klar feststellen „die saß ja auch auf der Rinde.“

Nicht nur auf der Rinde war Interessantes zu sehen, auch darunter gab‘s einiges zu entdecken. So war dann auch eine Aufgabe, sich einen verwitterten Baumstamm genauer anzuschauen und die Beobachtungen in eine Skizze des Waldheftes einzutragen. „Mir gefällt der Walderlebnistag gut“ merkt Fabian nebenbei an. „Man kann viel Neues lernen und zudem mit Freunden an der frischen Luft unterwegs sein.“

„Wir denken darüber nach, uns in diesem Gebiet und in Kooperation mit der Naturschutzstation Steinfurt zu engagieren und beispielsweise eine Bachpatenschaft zu übernehmen. So könnten wir mit höheren Klassen naturwissenschaftliches Arbeiten wie die Bestimmung der Gewässergüte praktizieren“ sagt Kolletzki.

Und, damit noch nicht genug, entwickelt sie weitere Perspektiven: „Wir könnten eine Fahrrad AG einrichten, die einen Bestand an Zweiräder fahrtauglich hält, sodass wir mit Kursen auch mal stundenweise in das Naturschutzgebiet fahren können.“ Marie, Laura, Caroline und Anna mögen die NW Lehrerin bestätigen, wiesen sie doch auf die ‚coolen Wege‘ und ‚die tollen Möglichkeiten,einen Wald erkunden zu können“ hin.

Den Abschluss des erlebnisreichen Vormittages bildete das Legen unterschiedlicher Mandalas. Mit viel Fantasie und reichlich vorhandenen Naturmaterialien waren der Kreativität nur wenige Grenzen gesetzt und vielleicht konnten noch am Nachmittag Spaziergänger hier und da kleine Kunstwerke der Kinder entdecken.