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Gesamtschule Greven

Runden drehen für Sponsorengelder

06.07.2018

Mit Hilfe eines Sponsorenlaufs sammelten die Schüler der gesamtschule Geld für den Förderverein, die Schülervertretung die Auszeit eSG. Der Förderverein der Gesamtschule unterstütze den Lauf und hielt nach jeder Runde geschnittene Äpfel und Bananen bereit.

Die Straßen waren teilweise gesperrt, teilweise wurden sie zu Einbahnstraßen. Flatterbänder wurden gespannt und wer am vergangenen Freitag zur Gesamtschule Greven wollte, musste schon einen kleinen Fußmarsch in Kauf nehmen. Den nahmen auch die rund 750 Schüler der Gesamtschule, allerdings in einem höheren Grundtempo, auf sich, hatten sie sich doch aufgestellt zum ersten Sponsorenlauf der Schule. Hervorragend organisiert und bei idealem Wetter ließen es sich viele Läufer nicht nehmen, ihre Kondition und Ausdauer unter Beweis zu stellen. Stolz zeigte so mancher seine Stempelkarte vor und nicht selten gab es mehr als zehn ausgefüllte Felder zu zählen, jeweils eins für tausend Meter.

Der Förderverein der Schule unterstütze den Lauf engagiert und hielt geschnittenes Obst bereit. Außerdem gab es für jede Klasse eine Wasserstation, in der es für alle eine mit Namen versehene Wasserflasche gab. Und, gleich den Profis, war natürlich auch eine ‚Sprinkleranlage‘ zum Refreshing mit dabei. „Wir sind sehr zufrieden“, äußert sich das Organisationsteam Sportlehrer Philipp Klumpe, Markus Preising und Jörg Klose. „Die Schüler waren mit Ehrgeiz dabei und wir mutmaßen, dass der Lauf einen guten Erlös erbringen wird.“ Die Sponsorengelder kommen zu 60 Prozent dem Förderverein zugute und zu je 20 Prozent der SV und der Auszeit eSG.

Von Seifenhäuten und Binärzahlen

03.07.2018

Lotta, Finja und Finn wissen, seitdem sie mit den "Reiskörnern auf dem Schachbrett" experimentiert haben, ganz genau, wie sie demnächst geschickt ihr Taschengeld verhandeln werden: Sie schlagen ihren Eltern vor, zunächst nur einen Cent zu bekommen, im nächsten Monat doppelt so viel, im darauffolgenden Monat wieder doppelt so viel usw. Ein bisschen Geduld brauchen sie dann noch, aber nach 1,5 Jahren würden sie tatsächlich schon über 1300 € monatliches Taschengeld bekommen.

Die Kraft der Verdopplung ist nur eines der mathematischen Phänomene, mit denen sich eine Schüler*innengruppe des 6. Jahrgangs seit Februar intensiv beschäftigt. Magische Geburtstagsquadrate wurden erstellt, Körpergröße und Uhrzeit in Binärzahlen umgerechnet, Geheimschriften wurden mit verschiedenen Methoden vom Cäsar- bis zum Vigenère-Code verschlüsselt und entschlüsselt. Und es werden noch viele andere "mathematische Wunder" folgen: Die Zahl Pi, der goldene Schnitt, Primzahlen usw.

An der Gesamtschule wird im 6. Jahrgang regelmäßig ein Förder-Forderprojekt (kurz: FFP) für besonders leistungsstarke Schüler*innen durchgeführt. Erstmals hat das Projekt dieses Jahr aber einen mathematischen Schwerpunkt mit dem Ziel, eine Ausstellung "Mathe³ - experimentieren, staunen, lernen" nach dem Vorbild des Museums "Mathematikum" auf die Beine zu stellen.

um sich Anregungen zu holen, fuhr die FFP-Gruppe mit Projektleiterin und Mathematiklehrerin Sandra Rindelhardt sowie interessierten Eltern nach Gießen. Alle schlüpften in die Riesenseifenhaut, die stets "Minimalflächen" bilden. Theres und Miriam wagten sich an das "Verflixte T", Helge baute "Soma-Würfel" zusammen, Vivien die "Leonardo-Brücke" ganz ohne Schrauben und Kleber und Philipp und Ben versuchten eine Funktionslinie zu erlaufen. Vor allem wurde aber auch mit den Exponaten zu den oben genannten Projektthemen experimentiert und so manch einer weiß nun konkret, welches Exponat er gerne selbst für die schuleigene Mathematikausstellung nachbauen möchte.

Gerichtsverhandlung und vieles mehr

28.06.2018

Die Kurse Darstellen und Gestalten machten auch in diesem Jahr ihre Arbeiten wieder publik und stellten sich mit ihren Ausarbeitungen der Öffentlichkeit.

Die jüngeren Schüler der Jahrgänge 6 und 8 präsentierten ihre Vorführungen in der gut besuchten Kulturschmiede. Die Klassen 6, rund um Yasemin Akdeniz, hatten zu einem selbst gewählten Oberthema Choreografien entwickelt, eine passende Musik bzw. Melodie ausgewählt und zum Thema passende Requisiten und Kostüme selbst angefertigt oder umgestaltet. Die Schüler überzeugten durch Spielfreude und diese Freude übertrug sich merkbar auf das Publikum.

Nicht weniger engagiert waren die Achtklässler unterwegs. Auf der Basis des Kinderbuches ‚Die Insel‘ erprobten sie sich im Maskentheater. Mit ihrer Lehrerin Lisa Meesters gelang ihnen die kreative Umsetzung non-verbal und nur mit Hilfe der Körpersprache, orientiert an aktueller Thematik.

Das Schauspiel wählte der Kurs des Jahrgangs 9 von Claudia Sandhop. ‚Andorra‘ bearbeiteten die Jugendlichen in einer überarbeiteten Fassung und das inhaltliche Thema erfuhr zwischenzeitlich deutlich an Brisanz. Mit den langen Texten kamen die Schüler ohne große ‚Hänger‘ zurecht und auch der z.T. aufwendige Umbau verlief problemlos. Das Bühnenbild war von den jungen Schauspielern hervorragend gestaltet und insgesamt kann man von einer stimmigen Inszenierung in der Kulturschmiede sprechen.

Eine der beiden Gruppen aus der Jahrgangsstufe 10, wieder um Claudia Sandhop, wählte das Szenentheater mit einer Rahmenhandlung. Sie griffen selber zum Stift und setzten Inhalte eigenständig in Szenen um. Sie konnten es gut auf die Bühne des Mehrzweckraumes der Gesamtschule bringen. Das wegen der Fülle z.T. stehende Publikum, darunter viele Eltern, zeigten sich sehr zufrieden.

Die zweite Gruppe der Zehntklässler wählte mit DG Lehrerin Sabine Matzner ein fertiges Stück, dass sie ausgearbeitet auf die Bühne brachte: DCN – Deutschlands crazieste Non- Talentshow, wobei Ähnlichkeiten zu bekannten Talentshows durchaus beabsichtigt sind. Sie wagten sich damit an die Komödie und es gelang ihnen mit sehr viel Spielfreude immer wieder, das Publikum zum Lachen zu bringen. In der Schülerinszenierung war das Bühnenbild gut überlegt und die Musik passend zusammengestellt. Als neues Element legte die Gruppe ihre ganze Kraft in die Umsetzung ihrer Ideen und der Applaus mag nicht nur ihnen, sondern allen Kursen Anerkennung ihrer Arbeit sein.

Selber forschen - Ein Projekt des Pädagogik-Kurses

26.06.2018

Die Aufregung war den jungen Menschen schon anzumerken, damals, im Ballenlager, als, auf Initiative von ‚Kulturpolitik Greven‘, der renommierte Erziehungs- und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Hurrelmann sich ankündigte, um einen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Generationenforschung der letzten Jahre zu halten. Aufgeregt waren die Schülerinnen und Schüler des Pädagogik Kurses Jahrgang 10 der Gesamtschule im Besonderen deshalb, wurde ihnen doch die Aufgabe zuteil, die Anmoderation des Mannes zu übernehmen, der intensiv u.a. der Frage nachgeht, warum die Angehörigen der jungen Generationen heute anders mit den Herausforderungen von Bildung, Beruf und Politik umgehen, als die etablierten, älteren Generationen.

„Bei der Auseinandersetzung mit den Studien von Prof. Hurrelmann stellten sich uns ganz unterschiedliche Fragen“ wissen Maren und Sina. So dachten die Jugendlichen darüber nach, ob die Älteren jeweils mit ihren Eltern vehement über die Höhe des Taschengeldes stritten, ob es Konflikte gab über das jeweilige Outfit, ob die Mithilfe im Haushalt für ‚Zündstoff‘ zwischen den Generationen sorgte, oder aber, ob der Konsum von Alkohol und Zigaretten Themen waren.

Um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, entwickelte der Kurs einen Fragebogen mit dem Thema: „Gibt es Veränderungen oder bleibt alles gleich? Mit meinen Eltern gibt/gab es die meisten Auseinandersetzungen, Konflikte oder Streitgespräche um…“ Stichprobenartig befragten sie rund 250 Menschen in Greven in den Altersgruppen a) um 15 Jahre b) zwischen 35 und 60 Jahre c) zwischen 60 und 80 Jahre zu Themenfeldern wie Kleidung, Freiheiten, Schule, Freundschaften etc.

War es in den ersten beiden Altersgruppen noch einfach, zahlreiche Interviewpartner zu finden – MitschülerInnen, Eltern etc., wurde es in der letzten Gruppe schon schwieriger. Glücklicherweise erhielten die Jugendlichen die Genehmigung, auch im St. – Gertrudenstift nachfragen zu dürfen.

Das kleine Forschungsprojekt führten sie nicht ganz ohne Hilfe durch, begleiteten sie doch Lore Hauschild von der ‚Kulturpolitik Greven‘ und ehemalige Lehrerin der JKR sowie Waltraud Zumbrägel, Dipl. Pädagogin und Lehrerin der Gesamtschule.

Soviel Unterstützung war gar nicht nötig, nahmen die Schüler doch nach den Befragungen rasch eine digitalisierte Auswertung vor.: „Da wir beispielsweise nicht ganz so viele Antwortmöglichkeiten vorgegeben hatten,“ weiß Svenja, „war die Auswertung für uns nicht ganz so aufwendig.“

Ohne an dieser Stelle detailliert in die inhaltliche Analyse geben zu wollen, so fiel doch u.a. auf, dass die von den Schülerinnen und Schülern befragten Mädchen und Frauen ihre Mithilfe im Haushalt offensichtlich deutlicher thematisieren als Jungen und Männer. Und nicht nur Lore Hauschild fragt: „Ist für Jungen die Mithilfe im Haushalt weniger ein Konfliktfeld, weil es von ihnen gar nicht erst so oft verlangt wird, oder erledigen Jungen bereitwilliger die Arbeit im Haushalt als Mädchen?“ Der Pädagogikkurs glaubt es eher weniger und favorisiert die Nachfrage.

Rollstuhltraining im Gertrudenstift

20.06.2018

"Das macht Spaß! - Aber immer im Rollstuhl? Das stelle ich mir echt schwer vor!" Der Pädagogikkurs des 8. Jahrgangs der Gesamtschule Greven hat einmal genauer hingehört und hingespürt, was es heißen kann, wenn man auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Am vergangenen Mittwoch waren sie zu Gast im Alten- und Pflegeheim Gertrudenstift in Greven. Dort haben die Schülerinnen und Schüler sich von einer Bewohnerin erzählen lassen und nachfragen können, wie sehr sich der Alltag verändert, wenn das selbstständige Gehen nicht (mehr) möglich ist, welche Hürden es gibt, um z.B. in die Stadt zu kommen oder eine Reise zu unternehmen, wo und wie sehr man auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen ist.

Mit viel Dankbarkeit für all die Menschen um sie herum, die oft so selbstverständlich Hilfestellung geben, kam die Aufforderung bei den Jugendlichen deutlich an: "Schaut nicht weg, wenn ihr jemandem begegnet, der im Rollstuhl sitzt. Traut euch und fragt nach, ob Hilfe gewünscht wird!"

Mit einigen Rollstühlen konnten die Schülerinnen und Schüler auch selbst einmal testen, welche Tücken es haben kann, einen Rollstuhl zu schieben und mit welchen Tricks das Ganze gelingen kann. Sie konnten das Gefühl nachempfinden geschoben zu werden oder auch sich selbst im Rollstuhl fortzubewegen. "Aber wie komme ich denn vom Bett in den Rollstuhl, wenn ich auch nicht mehr stehen kann?" Schon wurde eine Aufstehhilfe herbeigeholt und durfte getestet werden. Ein eindrückliches Erlebnis!

Das Rollstuhltraining fand im Rahmen des Projektes SozialGenial statt. Die Schülerinnen und Schüler sammelten in diesem Schulhalbjahr Erfahrungen in verschiedensten sozialen Einrichtungen, z.B. in Kindergärten, in Ganztagesbereichen der Grundschulen und eben auch im Alten-und Pflegeheim. Diese Praktika wurden unterrichtlich begleitet durch den Austausch untereinander und vertiefende Erarbeitungen.