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Gesamtschule Greven

Sieg beim Landeswettbewerb mit Entenkunde

16.11.2016

Das Tempo von Enten im Laufen und Schwimmen messen, zuvor die Enten finden, Analyse von Videoaufnahmen zur Bestimmung der erreichten Stundenkilometerzahl, Umfragen zum Thema: Dürfen Enten gefüttert werden, grafische Auswertungen, Internetrecherche für den ‚Steckbrief Ente‘ – all dies sind Aspekte des diesjährigen naturwissenschaftlichen Wettbewerbs bio-logisch zu dem Thema ‚Alle meine Entchen…‘, der vom Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen ausgelobt wird. Er richtet sich einmal jährlich an Schüler, die über den Unterricht hinaus an biologischen Fragestellungen und Phänomenen interessiert sind. Es werden theoretische und experimentelle Aufgaben aus allen Bereichen der Biologie zu wechselnden Leitthemen gestellt.

In einer Feierstunde im Bochumer Zeiss-Planetarium mit Grußworten von Schulministerin Sylvia Löhrmann wurde in diesem Jahr erneut die Gesamtschule Greven dafür ausgezeichnet, dass sie junge Menschen im Besonderen zum naturwissenschaftlichen Forschen zu motivieren vermag. Zuzüglich zu dem Engagement Preis erhielten die Kurse der am Wettbewerb teilgenommenen NW Lehrer von Anika Kosbab, Sandra Blumenthal-Balsbering und Kai Finke einen Scheck in Höhe von 200 Euro. Ein Sonderpreis ist es deshalb, weil besonders viele Schüler der Gesamtschule eine Platzierung unter den besten 25% ihrer jeweiligen Jahrgangsstufen sechs, sieben und acht erreichten.

Aber nicht nur das: in diesem Jahr toppten gleich sechs Gesamtschüler das Ergebnis des Vorjahres, wurden sie doch von landesweit insgesamt zwölf Schülern eingeladen zu einem Regionaltag nach Münster. Geplant ist ein Tag im Allwetterzoo Münster– mit einem umfangreichen Blick hinter die Kulissen! Verdient haben sich Lotta Tönjann, Marlon Blondowski, Amelie Lütjen, Lennard Wilken, Amelie Schulz und Finn Wontroba die begehrte Exkursion durch besondere Leistungen in den Prüfungsaufgaben.

Allesamt gehören die nunmehr Siebtklässler zu dem Wahlpflichtkurs NW mit dem Schwerpunkt MINT rund um Sandra Blumenthal-Balsbering. „Das tolle Ergebnis konnte insbesondere durch das Engagement der Schüler und die methodische Unterstützung durch die Lehrer erreicht werden“, weiß Anika Kosbab, die die Fachschaft Naturwissenschaft leitet. „Ich hatte schon ein bisschen Angst, die Leute in der Stadt zu befragen, ob man Enten füttern darf“, sagt Amelie. „Die Ergebnisse haben wir später in einem Säulendiagramm ausgewertet.“ Und Lotta fährt fort: „Wir haben sehr viel über Enten erfahren, was man vorher nicht wusste. Cool war, dass wir selber aussuchen durften, was in den Steckbrief hineinkommt.“

10.000 Schritte - im Sommerlager ein Klacks

10.11.2016

Win-Win – oder doch Win-Win-Win? „Man weiß ja gar nicht, wie viele Wins man da noch unterbringen soll“, sagt Frank Hänel von der Stadt Greven. Klar wird damit: Alle Beteiligten (und das waren viele) haben profitiert vom Sommerferienlager der Gesamtschule, das weit mehr war als ein gewöhnliches Ferienlager.

Das wurde nochmals deutlich, als am Donnerstagabend zurückgeblickt, bilanziert und – ja, auch schon für die Zukunft geplant wurde. Mit 20 Gästen hatte die Schule gerechnet, mehr als 60 versammelten sich schließlich in der Karderie – was wohl nicht (nur) an der in Aussicht gestellten Pizza gelegen hat, sondern vor allem daran, dass auch rund acht Wochen nach dem Projekt noch immer alle über die Maßen begeistert sind von dem, was Anfang September im Ferienpark Westheide stattfand.

Dort verbrachten Sechstklässler eine aktive Lagerwoche, angeleitet von Neuntklässlern, die damit ihre Jugendleiterausbildung abschlossen. Diesen wiederum standen Studierende der Uni Münster (Fachbereich Sport) und viele lokale (Sport-)Vereine zur Seite. Die Studierenden kümmerten sich unter anderem um eine professionelle Dokumentation (die druckfrische Broschüre wurde passgenau fertig) und die sogenannte Evaluation, also die Auswertung und Begutachtung.

Am Donnerstag wurden einige Ergebnisse vorgestellt. Das wichtigste: Es geht weiter, die Planungen für das nächste bewegte Lager im kommenden Jahr laufen bereits. „Das ist hier heute keine Abschlussveranstaltung, sondern ein Auftakt. Das ist ganz wichtig“, betonte Ingo Krimphoff, Leiter der Gesamtschule.

Während der Lagerwoche waren die Schüler mit Schrittzählern ausgestattet. 10 000 Schritte pro Tag waren das Ziel (entspricht etwa acht Kilometern). Diese Marke habe fast jedes Kind täglich erreicht, resümierte Uni-Dozent Andreas Klose. In der Regel lagen die Schüler sogar weit drüber. „Ein Wahnsinn“, sagt er zum Tagesschnitt von 16 000 Schritten und Extremwerten von 30 000 Schritten.

Uli Fischer vom beteiligten Kreissportbund nannte das Modellprojekt „eine Zäsur“, weil man erstmals Jugendarbeit, Sport und Schule verknüpfe. „Wir haben uns bisher damit schwergetan“, doch mit dem zukunftsweisenden Projekt trage man der gesellschaftlichen Veränderung Rechnung, dass außerhalb der Ganztagsschule die Zeit für Freizeitaktivitäten (und damit auch für Sport und Ehrenamt) zunehmend knapp werde. „Das Projekt hat gepasst. Die Sache ist rund“, sagt Fischer. Kooperationspartner in bislang nicht gekannter Zahl und Qualität hätten dazu beigetragen.

Für das kommende Jahr haben bereits 65 Acht- und Neuntklässler Interesse an einer Jugendleiterausbildung im Rahmen des Lagers 2017 bekundet. Platz gibt es (eigentlich) nur für rund 25. An der Uni hat sich das Projekt ebenfalls herumgesprochen. Und auch die Sechstklässler, die teilnehmen dürfen, mussten ausgelost werden – ein Luxusproblem.

Verzeihen statt Rächen - Kinderoper Papageno

25.10.2016

In der vergangenen Woche wurde die Mensa der Gesamtschule Greven zwischenzeitlich umgestaltet zu einem Opernsaal mit Parkett und erstem Rang und es waren wundersame Gesänge zu vernehmen – Rezitative nämlich, oder aber ‚der Rap des 18. Jahrhunderts‘, wie es gleich zu Beginn der kindgerechten Inszenierung der Oper ‚Die Entführung aus dem Serail‘ zu hören war.

Ensemblemitglieder der "Kinderoper Papageno" aus Wien machten auf ihrer Tournee durch Deutschland erstmalig Halt an der Gesamtschule Greven. Die Sänger sind allesamt Absolventen des Konservatoriums und der Musikhochschule, die die traditionsreiche Wiener Opernkultur einem jungen Publikum zugänglich machen möchten. „Wir möchten die Hemmschwellen senken, die manchmal jungen Menschen den Kontakt zu Opernaufführungen erschweren“ sagt Gregor Braun von der Kinderoper Papageno. Nach Greven kamen sie für einen Workshop mit Schülern der Jahrgangsstufen 5 und 6.

Wenngleich der Workshop für alle anwesenden Kinder und Erwachsenen interaktiv angelegt war, so waren es doch sieben Sechstklässler, die sich mit den Profis, die gleich alle Requisiten mitgebracht hatten, auf die Bühne wagten. Jan-Malte Kröner, Vanessa Jost, Laura Hennig, Rebecca Tumbrink, Lucia Beisenherz, Larissa Becker und Anna Saschek bereiteten sich viele Wochen im Vorfeld auf ihren Auftritt als Pedrillo, Konstanze, Blonde, Sklave, Belmonte und Bassa Selim vor. Die Rolle des Osmin spielte Bass Gregor Braun, der die gute Vorbereitung der Kinder lobte.

„Wir hatten für die Vorbereitungen ein halbes Jahr Zeit“ berichtet Anna. „Schon Ende der fünften Klasse begannen wir mit den Proben.“ Und Rebecca ergänzt. „Theater spielen und Rollen einzustudieren macht mir viel Spaß. Und das Lampenfieber legt sich dann auch im Verlauf des Spiels.“

„Die Schüler spielten überzeugend und hochmotiviert“ freut sich Lehrerin und Initiatorin Kristin Engelhardt. Es war deutlich sichtbar, dass auch das Publikum ganz in den Bann der Vorstellung gezogen war. Die ‚Entführung aus dem Serail‘ war allen Schülern aus dem Musikunterricht bekannt und bot die einmalige Gelegenheit, Oper im kleinen Rahmen einmal live zu erleben. „Besonders der Schluss der Oper zeigt, dass die Aussage des Singspiels – Toleranz und Menschlichkeit zu leben und nicht Gleiches mit Gleichem zu vergelten – nicht etwa verstaubt, sondern auch heute aktueller denn je ist.“ sagt die junge Musiklehrerin.

Verantwortung übernehmen als Verkehrshelfer

19.10.2016

Die Justin-Kleinwächter-Realschule und die Marien-Hauptschule führten in den vergangenen Jahren die wichtige Aufgabe der Verkehrshelfer am Marien-Schulzentrum durch und sicherten so den Schulweg für viele Kinder und Erwachsene. Mit diesem Schuljahr hat die Gesamtschule Greven die langjährige Tradition übernommen.

31 Schüler aus der 8. Jahrgangsstufe, Mädchen und Jungen gleichermaßen, meldeten sich für den Dienst, dem eine Unterweisung vorausging. Diese stand unter dem Motto: „Verantwortung für sich und andere übernehmen.“ Durchgeführt wurde sie von Kriminalhauptkommissar Mike Heimeshoff, Verkehrssicherheitsberater und zuständig für Verkehrssicherheitsprävention im Kreis Steinfurt. Im Fokus der Auseinandersetzung mit der zukünftigen Ausübung des Freiwilligendienstes standen nicht nur die Einführung in die Aufgaben eines Verkehrshelfers, sondern auch seine Vorbildfunktion, das ‚Muss‘ der Pünktlichkeit, das Spektrum der Verantwortung, die einem Schülerlotsen obliegt, die Fähigkeit zur Selbstkritik und einiges mehr.

„Ich war sehr beeindruckt, dass wir so intensiv vom Polizisten ausgebildet wurden. Es ist gut, dass wir den Jüngeren helfen und uns in die Schule einbringen können. Ich freue mich auf meinen Einsatz“, resümierte Jonas seinen Ausbildungstag.

Eltern, die zufällig die praktischen Übungen an der Marien-Grundschule miterlebten, zeigten sich ebenso erfreut angesichts der Tatsache, dass es weiterhin Verkehrshelfer geben wird, die den Schulweg für Kinder und Jugendliche gerade in der dunklen Jahreszeit sichern.

Gar nicht "Käse" - Schüleraustausch mit Gouda

26.09.2016

13 Jugendliche des 9er Wahlpflichtkurses Niederländisch ergriffen die Gelegenheit beim Schopfe – sie waren kurz vor den Herbstferien mit dabei bei dem ersten internationalen Schüleraustausch mit der niederländischen Partnerschule "De Goudse Waarden" in Gouda.

Konzeptionell entwickelt war der Austausch schon im vergangenen Schuljahr. Als junge Schule im Aufbau ist der Schüleraustausch Element der Schulentwicklung und so wurde das Partnerschulnetz nach internationalen Kontakten durchforscht. Bald begann ein Mailaustausch mit Kollegen einer Schule in Gouda und es konnten jeweilige Vorstellungen und Erwartungen abgestimmt werden.

„Und dann ging alles ganz schnell“, weiß Philipp Klumpe, Lehrer für Niederländisch an der Gesamtschule zu berichten. Im Frühjahr kamen zwei Kolleginnen aus Gouda zu Besuch nach Greven, zwei Monate später reisten Philipp Klumpe und Fahrtenkoordinator Martin Themann zu einem Gegenbesuch in die Niederlande. „Für uns alle war schnell klar, dass wir die passenden Partnerschulen gefunden haben“, sagt Themann. Und so dauerte es dann nicht mehr lange, bis der erste Elternabend stattfand, im Unterricht das niederländische Schulsystem thematisiert und die Region Gouda erkundet war und dann, letztendlich, die Koffer gepackt waren für die Reise nach Gouda.

„Wir waren schon ganz schön aufgeregt,“ erzählt Maren, „und ich muss sagen, dass der Gedanke, dass ich gleich nur noch niederländisch sprechen muss, schon mit Nervenkitzel verbunden war.“

In Gouda an "De Goudse Waarde"‘ angekommen, ging wieder alles ganz schnell. Nach einer kurzen Begrüßung wurden Schüler und Lehrer ihren Gastfamilien zugeordnet und fuhren mit ihnen in ihr achttägiges ‚neues Zuhause‘. „Hier wurden bereits die ersten kleinen Kulturunterschiede zwischen Niederländern und Deutschen deutlich: Wir in Deutschland hätten ein gemeinsames Kennenlernen organisiert und das Programm des nächsten Tages näher erläutert. So gesehen wachsen die Kinder bei uns behüteter auf“, sagt Fleur Winter, Lehrerin für Niederländisch an der Gesamtschule und Dozentin des Faches an der Westfälischen - Wilhelms - Universität Münster.

Eingebunden in das Familienleben trafen sich am nächsten Tag alle wieder in der Schule. Interessant auch hier, dass es in den Niederlanden nicht so das Schulbussystem gibt wie in Deutschland und auch die jungen Gäste teilweise morgens viele Kilometer mit dem Fahrrad zur Schule kommen mussten. „13 Kilometer bin ich jeden Tag zur Schule gefahren und nachmittags wieder zurück“, sagt Patrick. „Es ist alles flaches Land, ohne Berge, und so ging‘s.“ Insgesamt hat ihm der Austausch in seiner netten Gastfamilie gut gefallen.

Spannend war es für die Schüler, am Unterricht der niederländischen Schule teilhaben zu können. So berichtet Nele: „Ich war in einer Deutschstunde mit Abiturienten. Ihre Aufgabe war es, etwas in deutscher Sprache zu verkaufen und ich musste entscheiden, wer am besten argumentiert hatte.“ Und Lena ergänzt: „In der Deutschstunde, in der ich war, ging es um Grammatik, und es war schön, dass ich im Unterricht als Ansprechpartnerin mitmachen konnte.“

Am letzten Tag der Schulwoche ging es nach Amsterdam. Klar war der Besuch des Rijksmuseums Bestandteil des Ausfluges, ist es doch das Nationalmuseum der Niederlande, in dem neben rund 8000 weiteren Exponaten u.a. die ‚Nachtwache‘ von Rembrandt, das berühmteste Gemälde der Niederlande, ausgestellt ist. „Wir wollten aber auch, dass die jungen Menschen die Stadt mit offenen Augen und aus ihrer Sicht erleben“ betonen die Niederländischlehrer Winter und Klumpe. So gaben sie 25 Begriffe vor wie Wasser, Boot, Fahrrad, Deutsch, Zeven op een rijtje, Gracht etc., versehen mit dem ganz offen gehaltenen Auftrag, hierzu Fotos anzufertigen.

Das anschließende Wochenende verbrachten die Schüler mit ihren Gastfamilien. So fuhren viele nach Rotterdam, einige besuchten Sportveranstaltungen mit ihren niederländischen Klassenkameraden und am Sonntag Abend gab es ein privat organisiertes Zusammentreffen mit gemeinsamen Essen und einem schönen Film. „Bis auf die Jungs waren eigentlich alle da,“ erinnert sich Nele, und Dana resümiert: „Nicht nur der Abend, der ganze Austausch hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben Vieles gelernt. Natürlich haben wir niederländisch gesprochen, aber Deutsch und Englisch haben uns manchmal auch weitergeholfen.“

Bald werden sich die deutschen und niederländischen Schüler schon wiedersehen, steht doch im Mai der Gegenbesuch an. Und an dieser Stelle ein kleiner Gruß von Svenja, Michelle, Pia und Maren: „Bedankt voor deze leuke week bij jullie. We kijken ernaar uit om jullie in 2017 in Greven te zien en hopen op een leuke tijd in Duitsland!“