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Gesamtschule Greven

Unsere Schulpflegschaft

Unsere Klassenpflegschafts-vorsitzenden und ihre Stellvertreter bilden zusammen die Schulpflegschaft. Zurzeit besteht unsere Schulplegschaft aus 50 Eltern.

Die Schulpflegschaft wählt einen Vorstand. Vorsitzende der Schulpflegschaft ist Frau Ahlert (im Bild 2. von links). Unterstützt wird sie von ihren VorstandskollegInnen Herrn Gausling, Frau Schulze Höping Pellengahr und Frau Bußmann.

Die gewählten Vertreter des Schuljahres 15/16 haben mit diesem Interview ihre Beweggründe für ihre Schulwahl vorgestellt.

Frage: Was hat sie dazu bewogen, sich zur Wahl aufstellen zu lassen?

Für uns ist die Möglichkeit der Mitarbeit und der Gestaltung einer Schule im Aufbau im Besonderen reizvoll“ antwortet Frau Ahlert. „Die Entwicklung eines Konzepts zur Leitbildentwicklung, Fragen im Zusammenhang mit der Neugründung der Schülerfirma oder aber die Ausarbeitung eines Programms für die sozialen Projekttage sind nur einige Projekte, für die wir uns einsetzen wollen“. Und – argumentiert Herr Gausling weiter, „uns ist diese Arbeit wichtig, weil wir für unsere Kinder und im Sinne unserer Kinder mitentscheiden und unsere Wünsche, Vorstellungen und Anregungen direkt mit der Schulleitung besprechen können.“ „Unser Ziel ist es dabei, dass die Schülerinnen und Schüler eine lebendige Schule erleben, in einer tollen Gemeinschaft von Kindern, Lehrern und Eltern,“ ergänzt Frau Schulze Höping Pellengahr.

Frage: Welche Gründe waren für Sie ausschlaggebend, Ihr Kind bzw. Ihre Kinder an der Gesamtschule anzumelden?

„Angesprochen hat uns das Gesamtkonzept der Gesamtschule. Eben keine frühzeitige Differenzierung, sondern längeres gemeinsames Lernen und geringerer Leistungsdruck durch G9, also ein Jahr mehr bis zum Abitur“, so Frau Silling. „Hinzu kommen neue, innovative Konzepte der Unterrichtsgestaltung, wie beispielsweise das Favorisieren kooperativer Lernmethoden oder aber das Lernbüro mit dem Focus auf selbstbestimmtem Lernen“ bemerkt Frau Ahlert. „Nicht zu vergessen die Akzentuierung der Förderung von leistungsstarken- und schwächeren Kindern in leistungsbezogenen Kursen und dem Schwerpunkt des praxisorientierten Lernens, wie beispielsweise das intensive Experimentieren in den Naturwissenschaften“, bemerkt Frau Schulze Höping Pellengahr.

Frage: Gesamtschulen ermöglichen eine qualifizierte Vorbereitung nicht nur auf einen Schulabschluss - wie bewerten Sie das?

Frau Frau Schulze Höping Pellengahr: „Ein großer Vorteil der Gesamtschule ist, dass alle Abschlüsse ohne Schulwechsel erreicht werden können und die Nutzung individueller Fördermöglichkeiten die Kinder befähigt, den bestmöglichen Abschluss zu schaffen. Für besonders lernfreudige gibt es u.a. das tendenziell wissenschaftlich orientierte Forder-Förder Projekt.“

Frage: Im Zentrum der Bildungsdiskussion steht die Forderung, den gesamten jungen Menschen in seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern. Sehen Sie dieses Postulat in der Gesamtschule verwirklicht?

„Nach unserer Einschätzung bietet die Gesamtschule viele Möglichkeiten, um die SchülerInnen entsprechend ihrer Interessen bzw. Neigungen zu unterstützen“, weiß Herr Gausling. „Ich denke dabei an die Wahlpflichtfächer ab Klasse 6, also die zweite Fremdsprache Spanisch oder Niederländisch, Naturwissenschaften, Darstellen und Gestalten sowie die Arbeitslehre mit den Anteilen Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft. In der Jahrgangsstufe 8 können die SchülerInnen noch mal ein Ergänzungsfach wählen wie beispielsweise Latein, Pädagogik oder Informatik. Nicht zu vergessen ist die Profilbildung im Bereich Musik. Im AG Bereich können sie unter rund zwanzig Angeboten auswählen, sei es nun die Naturwerkstatt, Kanu fahren, die Bienen AG, das Zirkusprojekt und vielem mehr. Insgesamt bildet die Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen eine Säule unserer Schule, da diese in der heutigen Zeit einen ebenso hohen Stellenwert inne hat wie die Erweiterung des Wissenshorizonts.“

Und Frau Ahlert ergänzt: „Weitere Beispiele für die Erweiterung der sozialen Kompetenzen sind natürlich die Streitschlichterausbildung, das Konzeptionieren und Arbeiten in einer Schülerfirma, das für das nächste Jahr anberaumte Sommerlager mit integrierter Jugendleiterausbildung und unsere Junior Manager, die sich in den Ferien in Berlin trafen.“ (Wir berichten).

Frau Schulze Höping Pellengahr: „Und nicht zu vergessen die sozialen Projekttage zu Beginn der Klasse 5, die weiterführend für zwei Jahre in einem regelmäßig stattfindenden Sozialtraining münden, durchgeführt in Kooperation mit Vertretern aller Jugendhilfeeinrichtungen Grevens und die in ihrer Konzeption wohl einzigartig in unserer Schullandschaft sind.“

Frage: Die Kinder und Jugendlichen verbringen einen langen Tag in der Ganztagsschule. Sind die Strukturierung des Schulalltages und insbesondere die Mittagspausengestaltung angemessen?

„Das war für uns ganz persönlich eine große Sorge“ berichtet Frau Silling, „die sich aber als völlig unbegründet erwiesen hat. So beginnt der Schulalltag zumeist mit einer Lernbüro Stunde. Sie ist an unserer Ganztagsschule eine Art betreute Hausaufgabensituation, bei der die Prinzipien des selbstgesteuerten Lernens im Mittelpunkt der Methodik stehen. Zuzüglich zu den verbindlichen AG’s zum Wochenende, den Klassenratsstunden und das schon angesprochenen Sozialtraining der unteren Jahrgänge sind sie klare Strukturierungselemente. Für die Mittagspause gibt es in der Mensa ein abwechslungsreiches Buffet der ‚Stattküche Münster‘ und in der Pausenhalle kann vom Kicker über Billiard, dem Waveboard und den Stelzen sowie natürlich den Gesellschaftsspielen einiges gespielt und geübt werden. In der Rönnehalle gibt es Sportangebote und wer es ganz ruhig möchte, geht in die Entspannungsoase.“

Frage: Würden Sie Grundschuleltern die Gesamtschule als Schulform weiterempfehlen?

Ein klares „Ja“ antworten alle einstimmig.

Frage: Abschließend: Haben Sie Wünsche, Ziele oder aber Anregungen im Zusammenhang mit ihren neuen Aufgaben?

Frau Ahlert: „Von der Stadt Greven wünschen wir uns in erster Linie eine konsequente Einhaltung der Termine bezüglich des Neu- und Umbaus unserer Schule. Begrüßen würden wir die Erweiterung des freizeitorientierten Angebots und die Erstellung von Räumlichkeiten, die das selbstgesteuerte Lernen unterstützen. Und schlussendlich wünschen wir uns weiterhin eine so gute, konstruktive und innovative Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem ganzen Team der Lehrer wie bisher.

Danke für das Gespräch!