Geschichte zum Anfassen im Stadtarchiv Greven

Wie, wo und weshalb wird in meiner Stadt an die Vergangenheit erinnert? Was haben einzelne Erinnerungsorte, Straßen- oder Schulnamen in meiner Nähe zu bedeuten? Wer lebte und arbeitet vor vielen Jahrzehnten in meiner Heimatstadt?

Fragen wie diese tauchen immer mal wieder im Gesellschaftslehre- oder Geschichtsunterricht auf oder werden auch von historisch interessierten Schülerinnen und Schülern gestellt. Denn anhand von konkreten Personen und Ereignissen aus der Vergangenheit, wird Geschichte auch für Jugendliche schon lebendig und erfahrbar.

Denn anhand von konkreten Personen und Ereignissen aus der Vergangenheit, wird Geschichte auch für Jugendliche schon lebendig und erfahrbar. Im Grevener Stadtarchiv stehen dazu zahlreiche Archivmaterial für Recherchezwecke zur Verfügung. Schon häufiger waren Schülergruppen vor Ort, unter anderem um zu lernen, wie man selbständig in einem Archiv forscht.

 Wie bereichernd die Zusammenarbeit bereits jetzt ist, berichtete Referendar Anil Kocak:

„Also mit dem Stadtarchiv Greven habe ich mit den jeweiligen, unterschiedlichen Klassen bereits Einiges in die Wege leiten können.
Zum Beispiel konnte ich in der Q1 mit einem Geschichtskurs Unterrichtsmaterialen zur Industrialisierung in Greven in meiner Unterrichtsreihe einbauen. Wie sahen die Wohnungen zur Zeit der Industriellen Revolution in Greven aus? Welche Firmen waren ansässig? Über den Lokalbezug wollte ich bei den Schülerinnen und Schülern eben ein Bewusstsein für ihre eigene Umgebung schaffen, und damit verbunden das Geschichtsbewusstsein fördern. Zum anderen gab es in der Q1 die Möglichkeit einen Workshop zum Thema der Industrialisierung in Greven zu besuchen - das war auch bereits geplant, ist leider im Januar dann wegen Corona ausgefallen.“

 Um die Zusammenarbeit mit diesem interessanten außerschulischen Lernort weiter zu festigen, unterschrieben die Leiterin des Stadtarchivs Anna Lindenblatt, der Schulleiter Ingo Krimphoff und der Vorsitzenden der Fachschaft Gesellschaftslehre Jens Stratmann ein Kooperationsvertrag im Rahmen des Programms „Bildungspartner NRW“.

„Wir möchten durch archivpädagogische Maßnahmen Schülerinnen und Schülern auch klar machen, dass  Geschichte lebendig ist und aus eigener Sicht interpretiert werden kann. Dass der Umgang mit der Vergangenheit etwas Unabgeschlossenes ist, ist für den Erhalt unserer Demokratie eine grundlegende Erfahrung!“, so Leiterin Lindenblatt.

 Gespannt kann man sein, welche Projekte aus dem lebendigen Austausch der Institutionen noch hervor gehen werden.

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