Pioniere der iPad-Generation

Bei sommerlichen Temperaturen versammelte sich die Schulgemeinde in der festlich geschmückten Schulmensa, denn es sind ja die „sechs Jahre Rum“ (vgl. Abschlussmotto). Die Stars des Abends waren 45 jungen Erwachsenen, die zehn Jahre nach der Schulgründung an der Nelson-Mandela-Gesamtschule ihre Abiturzeugnisse in Empfang nehmen konnten.

Durch den Abend führten Tillian Borchmann und Marieke Meinert, beides Abiturienten aus den eigenen Reihen. Als ersten baten sie den stellvertretenden Bürgermeister Herr Große-Wöstmann ans Mikrofon. Er betonte in seiner Ansprache die besonderen Umstände ihrer Schulzeit. Alle hätten trotz Baumaßnahmen, Pandemie und reichlich Ungewissheit trotzdem das Abi geschafft, „da können Sie, könnt ihr stolz drauf sein. Sie haben etwas geleistet in einer außergewöhnlichen Zeit. Davor ziehe ich den Hut!“ Als Botschafter der SV wünschten anschließend Betül Yildiz (EF) und Timofej Bernhard (Q1) in persönlichen Worten allen ein schönes Leben und freuten sich mit ihnen über die vielen Möglichkeiten, die ihnen jetzt offen stünden.  

Katrin Siemon und Anne Bußmann von der Schulpflegschaft lobten u.a. den Pioniergeist, denn sie seien der erste Jahrgang, der komplett mit I-Pads am Beginn der Oberstufe gestartet sei: „Ihr habt es gewuppt und euren Weg im digitalen Lernen gefunden, das war eine tolle Leistung unterstützt von euren Beratungslehrern Herrn Klumpe und Herrn Engelhardt.“ Den Glückwünschen schloss sich Frau Schlautmann als Vorsitzende des Fördervereins an, die allen immer „einen kleinen Sams im Gepäck“ wünschte, der als ‚Wunscherfüller‘ fungiere. Passend dazu gab es als kleines Präsent einen Glückskeks mit einem Satz von Nelson-Mandela und einen Bleistift mit aufgedrucktem Motto.

Anschließend legte Oberstufenleiter Ingo Koschinski – typisch Mathelehrer - Zahlen vor: von den 45 Abiturienten seien einst 36 Mitglieder des zweiten Fünferjahrgangs gewesen. Der Notenschnitt liege bei 2,47 – etwas besser als der NRW-Gesamtschulschnitt 2021. Auch er sprach die Umstellung auf digitalen Unterricht an, als besondere Herausforderung an die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler. Der nicht geplante Vorteil sei während der Zeit des Homeschooling deutlich sichtbar geworden: die Videokonferenzen und das Lernen auf Distanz sei zumeist vorbildlich gelaufen mit viel Gelassenheit und Disziplin. Außerdem wünschte er den Absolventen „ein erfolgreiches Basteln und Backen“ beim Zusammenstellen der Bausteine ihres Lebens: „Ihr seid richtig gut aufgestellt!“, spornte er sie an, ihre eigene Biografie weiterzuschreiben.

Dem schloss sich Schulleiter Ingo Krimphoff an und gratulierten allen Beteiligten für den großartigen Erfolg, den sie mit dem höchsten Schulabschluss erzielt hätten. Er erinnerte an die vielen schönen Momente in der Oberstufenzeit, die neben der Wissensvermittlung in menschlichen Begegnungen und gewachsenen Beziehungen bestünden. Es gelte jetzt das Wissen nicht lediglich zu verwalten, sondern damit achtsam, selbstbestimmt und verantwortungsvoll zu handeln und zu leben.

Nachdem die beiden Beratungslehrer Philipp Klumpe und Felix Engelhardt nochmal die gemeinsame Zeit Revue passieren ließen und so manche Anekdote zum Besten gaben, gab es endlich die langersehnten Zeugnisse . Und im Anschluss schenkten die helfenden Q1-Schülerinnen und Schüler in der Abendsonne keinen Rum, sondern kühlen Sekt aus und es konnte auf den Erfolg mit Freunden, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern angestoßen werden.

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