Oberstufenschüler interviewen Südafrika-Experten

Im Rahmen des regelmäßig für alle zwei Jahre angesetzte Nelson-Mandela-Tages der Gesamtschule sprach van Dijk eine Stunde lang via Zoom in zwei Räumen live mit 40 Oberstufenschüler der Q2 sehr offen über seinen persönlichen und beruflichen Werdegang und die aktuelle Situation in Südafrika zu Corona-Zeiten. Dilara Usta und Antonia Eixler, zwei Schülerinnen des Sowi-Kurses der Q2, moderierten durch das einstündige Gespräch. Sie hatten gezielt Fragen vorbereitet auch auf Grundlage der Zeitungsartikel des Gesprächspartners, der regelmäßig über die aktuelle Entwicklung in den Ländern des südlichen Afrikas in deutschen Tageszeitungen berichtet.

Warum nur 24 % der Südafrikaner geimpft seien, war u.a. auch eine der Fragen. Das läge einmal daran, dass es lange nicht genug Impfstoff gegeben habe. Manche Menschen hätten auch religiöse Gründe. Der Präsident Cyril Ramaphosa habe jedoch vor kurzer Zeit seine Bürgerinnen und Bürgern dazu ermuntert, zu vertrauen und sich impfen zu lassen, so van Dijk. Vertrauen sei ein wichtiger Punkt, denn in manchen afrikanischen Ländern sind zum Teil nur 3% der Bevölkerung geimpft. Ein häufig genannter Grund sei hier, dass viele erstmal abwarten wollten, ob die Impfung funktioniere. Zu häufig seien früher gerade die Menschen aus den Townships als Versuchskaninchen zum Testen von Medikamenten ausgenutzt worden, sodass das Vertrauen nun fehle.

Durch die gut vorbereiteten Fragen der Schülerschaft und die lockere, freundliche und zugewandte Art des Deutsch-Niederländers verging die Videokonferenz wie im Flug. Zum Schluss bedankten sich die Aktiven der Arbeitsgemeinschaft Julian Dawin, Anil Kocak und Christina Prinz rund um Waltraud Zumbrägel im Namen der Schule, auch in der Hoffnung, dass Lutz van Dijk eines Tages persönlich in Greven sprechen könne. „Begegnungen wie mit Lutz van Dijk oder aber der 95jährigen Zeitzeugin Ruth Weiss, die zur Einweihung unserer Mensa sprach, sind wichtig, um Südafrika erfahrbar zu machen“, so Zumbrägel. Die Tatsache, dass sich, bewegt durch diese Gespräche, junge Menschen der Schule zum Friedensdienst auf die andere Seite unserer Welt aufmachen wollen, zeigt, dass es funktioniert.

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