Nachhaltig, inklusiv, europäisch: Letzte GRIP-Austauschwoche setzt starke Akzente

Mit einer intensiven und vielseitigen Projektwoche ist die vierte und zugleich letzte Austauschrunde des zweijährigen GRIP-Projekts an der Nelson-Mandela-Gesamtschule (NMG) in Greven zu Ende gegangen.

Schülerinnen und Schüler aus Heverlee (Belgien) und Greven arbeiteten gemeinsam an praxisnahen Vorhaben, die Inklusion, Nachhaltigkeit und projektbasiertes Lernen in den Mittelpunkt stellten. Im Zentrum standen Lern- und Erfahrungsräume der Schule: die Schulküche, der Schulgarten sowie die Schülerfirma „Auszeit“. Dort wurden nachhaltiges Handeln, Zusammenarbeit und Selbstwirksamkeit konkret erfahrbar. In wechselnden Gruppen stellten die Teilnehmenden Granola her und bereiteten Pizzateig für den gemeinsamen Abschlussabend vor. Das Granola ging wenige Tage später als Testverkauf in der Mittagspause über die Theke der Schülerfirma – eine direkte Brücke zwischen Projektarbeit, nachhaltigem Wirtschaften und schulischer Praxis mit Fokus auf gesunde Ernährung.

Auch im Schulgarten wurden sichtbare Fortschritte erzielt. Ein Schlüssellochbeet – ein Hochbeet mit integriertem Kompostsystem – wurde fertiggestellt und erprobt. Das Konzept steht für ressourcenschonende, zukunftsorientierte Landwirtschaft: Wasser und Nährstoffe werden effizient genutzt, Mischkulturen und ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln gefördert. So wurden zentrale Inhalte der Sustainable Development Goals (SDGs) praktisch erlebbar.

Die Projektarbeiten waren inklusiv angelegt: Planerische, praktische und organisatorische Aufgaben wurden nach individuellen Stärken verteilt. Visuelle und haptische Zugänge sowie zusätzliche pädagogische Begleitung ermöglichten eine breite Teilhabe – für Lernende mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. Beteiligt waren Schülerinnen und Schüler aus Belgien und Deutschland, besonders aus der Schulgarten-AG und der Schülerfirma „Auszeit“, sowie Lehrkräfte beider Länder.

Durch ihre aktive Rolle erfuhren die Jugendlichen Selbstwirksamkeit: Eigene Beiträge führten zu konkreten, wertvollen Ergebnissen für die Schulgemeinschaft. Zugleich wurde deutlich, dass erfolgreiche Projektarbeit von unterschiedlichen Kompetenzen lebt – Vielfalt wurde als zentrale Ressource erlebbar. Die internationale Zusammenarbeit mit der Partnerschule aus Leuven bereicherte den pädagogischen Austausch und stärkte die europäische Dimension des Lernens.

Eine gemeinsame Reflexionsrunde bildete den Abschluss der Woche: Gruppen präsentierten ihre Ergebnisse und teilten Erfahrungen. Ein Schülerzitat verdeutlichte den interkulturellen Gewinn: „Ich war sehr aufgeregt, da ich dachte, dass mein Englisch nicht ausreicht, um mit den belgischen Schülern zu kommunizieren. Jedoch habe ich festgestellt, dass wir uns auch so verstehen. Zwar kommen wir aus unterschiedlichen Ländern, haben aber die gleichen Interessen, weil wir gleich alt sind.“

Mit der vierten Begegnung endet das GRIP-Projekt, das in den vergangenen zwei Jahren vier Austauschformate zwischen Greven und Leuven ermöglicht hat. Aus der Zusammenarbeit ist eine vertrauensvolle Partnerschaft auf Basis gemeinsamer Werte entstanden: Inklusion, Nachhaltigkeit und europäische Bildung. Eng angebunden an die Schulvision „NMG 2036“, die nachhaltiges Lernen, Vielfalt und kompetenzorientierte Bildung in den Fokus rückt, bildet das Projekt zugleich die Grundlage für ein neues Vorhaben im Bereich Gesundheit und Wellbeing – vorbehaltlich einer Förderung durch Erasmus+.

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