Zufall versus Planung

Viele unbespielte, weiße Flächen in den Räumen, die im Lauf der Renovierung und des Neubaus der Gesamtschule entstanden sind, schreien geradezu danach, gestaltet zu werden. Das sahen auch die vielen kreativen und kunstinteressierten SchülerInnen in einem der beiden Kunstkurse der Q1 so.

Unter der Anleitung und Anregung ihrer Kunstlehrerin Katharina Wackermann entstand die Idee, die hellen Wände eines hohen Entrees mit angrenzendem Treppenhaus im Trakt der 8. Klassen mit einem modernen Kunstfries zu ergänzen.

Zunächst ließen die jungen KünstlerInnen bei einer Begehung den Ort auf sich wirken. Ausgehend von Bildbetrachtungen der Künstlerin Hannah Höch und von Max Ernst, beide der Epoche des Dadaismus zugeordnet, lernten die Schülerinnen und Schüler anschließend verschiedene Zufallsverfahren kennen, die zahlreiche Werke der genannten Künstler*innen kennzeichnen. Diese Eindrücke verarbeiteten sie allein oder in Kleingruppen in abstrakten Bildkompositionen auf Spanplatten, sorgfältig vorher in vielen Skizzen geplant.

„In diesem Durchgang zum Pausenhof ist meistens ziemlich viel los. Dieses laute und fröhliche Durcheinander vor der Pause wollten wir darstellen. Deshalb bemalten wir unsere rechteckige Platte erstmal mit bunten, fröhlich wirkenden Farben“, erläuterte Genrieh Schmidt sein fertiges Werk, „anschließend wussten wir nicht so recht weiter. Nach dem Tipp unserer Kunstlehrerin, auf unseren I Pads ein Foto weiter zu bearbeiten, entstanden dann 4-5 verschiedene Konzepte mit abstrakten, geometrischen Formen, die uns dann weiterhalfen.“ Mit dem Ergebnis, das er mit Mitschüler Marlon Wellige stolz präsentierte, können die beiden wirklich zufrieden sein.

Abschließend erarbeiteten sie eine schriftliche Reflektion, in der sie ihre Ideenfindung, den Herstellungsprozess und die erwünschte Wirkung ausführlich beschrieben, ihre Arbeit formal analysierten und selbstkritisch beurteilten.

Und was da jetzt an der Wand hängt, kann sich wirklich sehen lassen…

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